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Zu volle Teller?
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Prof. Dr. Michael Geißler,
Klinikum Esslingen
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| Professor Michael Geißler, Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen am Klinikum Esslingen, berichtete über Sodbrennen und Schlaf. Auch hier gibt es Zusammenhänge: |
Unter der Refluxkrankheit - also dem durch Säurerückfluss vom Magen in die Speiseröhre ausgelösten Sodbrennen - leidet bei uns immerhin jeder Vierte bis Fünfte. Sodbrennen ist also mittlerweile fast schon eine Volkskrankheit. Und es kann auch den Schlaf beeinträchtigen: Denn das Brennen in der Mitte des Brustkorbs tritt häufig nachts auf - die Patienten wachen auf und finden dann oft keinen erholsamen Schlaf mehr.
Was tun? Zunächst einmal sollte man die wichtigsten Ursachen - Rauchen, Alkohol und Übergewicht - meiden. Übergewicht wirkt sich negativ auf den Schließmuskel am Übergang vom Magen zur Speiseröhre aus. Und vor allem sollte man - insbesondere abends - nicht so viel essen: Denn Überessen begünstigt Magendehnung und damit Reflux. ãUnsere Teller sind einfach zu vollÒ, sagt Professor Geißler, der einmal einen kritischen Blick auf die Portionen geworfen hat, die in den Restaurants abends oft serviert werden.
Falls diese und andere Maßnahmen nichts nützen, muss medikamentöse Abhilfe geschaffen werden. ãProtonenpumpenhemmerÒ heißen die Mittel, die die Magensäureproduktion verringern und mit denen man das Problem gut in den Griff bekommen kann. Eines aber sollte man auf gar keinen Fall tun: zu rezeptfreien Mittelchen greifen, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Diese säurebindenden Mittel (Antazida) lindern die Beschwerden zwar vorübergehend, lösen aber nicht das zugrunde liegende Problem - die gereizte Speiseröhrenschleimhaut, aus der sich bei dauerhaft bestehendem unbehandeltem Reflux mit der Zeit sogar Speiseröhrenkrebs entwickeln kann.
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