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Schlafapnoe, Adipositas und Herzerkrankungen
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Prof. Dr. Matthias Leschke,
Klinikum Esslingen
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Professor Matthias Leschke vom Klinikum Esslingen präsentierte neue Erkenntnisse zu den Zusammenhängen zwischen Schlafapnoe, Fettleibigkeit und Herzerkrankungen. Als Kardiologe sieht er unter seinen Patienten mit schweren Herzerkrankungen zwangsläufig auch immer wieder Schlafapnoe-Betroffene - Grund genug für ihn, sich intensiv mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.
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Herzschwäche durch Schlafapnoe
Leichtes Übergewicht, so führte er in seinem Vortrag aus, ist neuen Erkenntnisse zufolge gar nicht mal so schlimm: Wer ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt, lebt länger und wird seltener krank. Problematisch wird es jedoch bei krankhaftem Übergewicht, auch Fettleibigkeit (Adipositas) genannt: Krankhaft ist Übergewicht ab einem Bodymass-Index (BMI) von über 30. Besonders gefährlich ist dabei der ãFußballbauchÒ, unter dem vor allem Männer leiden - und zwar, weil Bauchfettzellen Substanzen bilden, die die Entstehung von Diabetes und krankhaften Veränderungen am Gefäßsystem fördern. Also nehmen Sie ruhig mal das Metermaß zur Hand: Ab einem Taillenumfang von über 102 cm (bei Männern) bzw. 88 cm (bei Frauen) sind Sie eindeutig nicht mehr im grünen, sondern im roten Bereich!
Leider sind wir Deutschen europaweit am dicksten - und auch so ziemlich am faulsten: Nur ein Drittel aller Bundesbürger treibt mehrmals in der Woche Sport. 64% aller Deutschen halten es mit der Devise ãNo sportsÒ - oder beschränken ihre sportliche Aktivität auf das Anspornen des Lieblingsfußballteams vor dem Fernsehgerät. So etwas kann auf die Dauer nicht gut gehen.
Auch zum Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Herzschwäche (Herzinsuffizienz) gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse, die Professor Leschke zu unserem Kongress mitgebracht hat. ãSchlafbezogene Atemstörungen werden inzwischen als ganz wichtiger Faktor in der Entstehung einer Herzschwäche angesehenÒ, erklärte er. Die mittlerweile häufigste Form der Herzschwäche ist die diastolische Herzinsuffizienz. Dabei liegt eine Wandverdickung der linken Herzkammer vor, sodass diese sich nicht mehr richtig mit Blut füllen kann. Häufigste Ursachen der diastolischen Herzinsuffizienz sind Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, Vorhofflimmern, Herzklappenfehler und - wie man inzwischen weiß - auch eine unbehandelte obstruktive Schlafapnoe: ãJe ausgeprägter der Grad der Schlafapnoe, umso häufiger finden wir eine Wandverdickung der Herzkammer und damit eine Einschränkung der Herzfunktion.Ò Entscheidend ist dabei vor allem das Ausmaß der Sauerstoffentsättigung: Je weniger sauerstoffhaltig das Blut in der Nacht ist, umso höher steigt das Risiko der Entwicklung oder Intensivierung einer Herzschwäche. Aber auch die hohen nächtlichen Stresshormonspiegel während der nächtlichen Apnoen fördern die Herzinsuffizienz. Auch aus diesen Gründen ist eine konsequente Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe so wichtig.
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