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A

Abendliche Mahlzeit 
Die dem Körper vor dem Schlafengehen zugeführte Nahrungsmenge bzw. -zusammenstellung kann unter Umständen Schlafstörungen hervorrufen. Zu große Portionen oder eine zu fettreiche und damit schwer verdauliche Mahlzeit können den Schlaf und damit die Erholung negativ beeinträchtigen. Das Gleiche gilt jedoch auch für eine zu geringe Nahrungsaufnahme, denn wer Hunger hat, wacht eher zwischendurch auf. Die abendliche Mahlzeit sollte daher so zusammengestellt sein, dass sie einerseits gut sättigt, andererseits aber auch nicht zu schwer im Magen liegt.

Abendtyp Eule

Willentlich nicht problemlos ausschaltbares Bedürfnis zur Einnahme bestimmter Substanzen (z.B. Arzneiwirkstoffe, Drogen wie Alkohol, Nikotin, Marihuana oder Kokain). Diese Stoffe werden u.a. eingesetzt, um bestimmte psychische Zustände wie Entspannung oder ein Hochgefühl zu erreichen, sie werden aber auch – wie bei Schlafmitteln – als Hilfsmittel zum Erreichen eines Zieles (z.B. als Ein- oder Durchschlafhilfe) eingesetzt, das man meint, ohne ihre Hilfe nicht zu erzielen. Unterschieden wird zwischen körperlicher und psychischer Abhängigkeit, die jedoch auch oft miteinander einhergehen. Bei der körperlichen Abhängigkeit kommt es nach Absetzen der jeweiligen Substanz zu körperlich unangenehmen Entzugserscheinungen, weshalb es nicht einfach ist, sich aus einer Abhängigkeit zu befreien. Gemein ist den meisten Stoffen, die eine Abhängigkeit hervorrufen können, dass sie der Gesundheit auf Dauer schaden können.

Absetzschema
Allmähliche Verringerung einer Medikamentendosis mit dem Ziel, das Arzneimittel völlig abzusetzen, dabei aber unangenehme Begleiterscheinungen so weit wie möglich zu vermeiden. Schlafmittel z.B. werden oft allmählich ausgeschlichen, um Schlafstörungen nach ihrem Absetzen auszuschließen. Ein Absetzschema wird im Allgemeinen vom Arzt festgelegt und sollte eingehalten werden.

Abusus Missbrauch

Acetylcholin Auch Azetylcholin; Botenstoff (Neurotransmitter), der Informationen zwischen den Nervenzellen des vegetativen, das heißt des nicht willentlich beeinflussbaren Nervensystems und zwischen Nerven- und Muskelzellen vermittelt. An der Weckreaktion des Körpers ist das Acetylcholin maßgeblich beteiligt.

ACTH
Abkürzung für adrenocorticotropes Hormon oder Adrenocorticotropin; von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) hergestelltes Hormon, das die Nebennierenrinde zur Ausschüttung des Stresshormons Kortisol anregt. ACTH wird insbesondere bei seelischem und körperlichem
Stress ausgeschüttet, beeinträchtigt den Schlaf und kann zu Schlafstörungen beitragen.

ADH
Abkürzung für antidiuretisches Hormon, auch Adiuretin oder Vasopressin genannt; vom Zwischenhirn (Hypothalamus) hergestelltes Hormon, das u.a. dafür zuständig ist, Wasser im Körper zurückzuhalten und somit die Menge der Urinproduktion mitsteuert. Bei einem nächtlichen Mangel an ADH kann es zu vermehrtem Wasserlassen bzw. bei Kindern zu
Bettnässen kommen.

Adipositas
Auch Fettsucht oder Fettleibigkeit; starkes Übergewicht. Das Körperfett ist über das normale Maß hinaus vermehrt. Adipositas wird als ein Risikofaktor für die Entstehung der
Schlaf-Apnoe angesehen.

Adrenalin
Auch Epinephrin; von den Nebennieren produziertes und bei körperlichem oder psychischem
Stress ins Blut ausgeschüttetes Hormon. Ein erhöhter Adrenalinspiegel im Blut kann zu Ein- oder Durchschlafstörungen führen.

Adrenocorticotropes Hormon ACTH

Affekt 
Im traditionellen Sinn heftiger, in der Regel kurzer Gefühlsausbruch. Im Affekt ist die Vernunft nahezu ausgeschaltet ist, was zu unüberlegten Handlungen führen kann. Allerdings gelten nicht nur negative, sondern auch positive Gefühle wie Freudensausbrüche als Affekt. Nach neuerem Verständnis wird unter dem Begriff Affekt auch eine etwas länger anhaltende Stimmungslage verstanden. Eine aufgewühlte Stimmungslage führt in der Regel zu Problemen mit dem Ein- bzw. dem Durchschlafen, eine ruhige Stimmung sorgt für guten Schlaf.

Afferenzen 
Die zum Zentralnervensystem über Nervenfasern geleiteten Informationen und Erregungen des Körpers. Während des Tiefschlafs werden die Afferenzen in der Regel gehemmt, um den Schlaf nicht zu stören.

Agonisten
Stoff (oft Arzneiwirkstoff), der wie ein vom Körper selbst produzierter Überträgerstoff Informationen zwischen den Nerven- und Körperzellen (
Neurotransmitter) vermittelt. Ein Agonist kann die körpereigenen Bindungsstellen (Rezeptoren) für einen Neurotransmitter besetzen und somit dafür sorgen, dass die Wirkung dieses Neurotransmitters ausgeschaltet wird. Er kann aber auch die Funktion des Neurotransmitters übernehmen.

Kurzzeitige Bewegungen (Muskelzucken) oder anderweitige, maximal wenige Sekunden andauernde, wahrnehmbare körperliche Phänomene (z.B. Augenrollen) während des Schlafs. Diese phasischen Aktivierungen treten hauptsächlich auf, wenn der Schlafende träumt, also während des REM-Schlafs.

Aktogramm 
Aufzeichnung der körperlicher Aktivität und von Muskelbewegungen während des Schlafs, aber auch während des Wachens. Die Aufzeichnung übernimmt ein kleines, meist am Handgelenk befestigtes Instrument, der so genannte Aktograph.

Albtraum
Traum, der beim Schlafenden Angst auslöst. Die Inhalte können ganz unterschiedlicher Art sein, gemein ist den Albträumen aber, dass der Träumer sich bedroht fühlt, er im Traum oft sogar um sein eigenes Leben oder das für ihn wichtiger Personen fürchtet oder dass sein Selbstbewusstsein erschüttert wird, weil er z.B. in für ihn ausgesprochen peinliche Situationen kommt. Albträume finden in der Regel in der zweiten Nachthälfte vermehrt statt, wenn die Phasen des
REM-Schlafs sich häufen. Meistens erwacht der Träumende ganz plötzlich aus dem Traum, der im Allgemeinen gut erinnert werden kann. Nicht selten handelt es sich sogar um den immer gleichen wiederkehrenden Traum. Als Ursache für Albträume gelten vor allem seelische Belastungen oder unverarbeitete Tageserlebnisse. Während jeder Mensch hin und wieder Albträume hat, sollte bei vermehrtem Auftreten oder ständiger Wiederholung des gleichen Traums nach der Ursache gesucht werden, unter Umständen mit professioneller Hilfe (z.B. Psychotherapie). Unterschieden wird der Albtraum vom so genannten Nachtschreck, der vor allem bei kleinen Kindern auftritt.

Alkohol
Auch Ethanol, Ethylalkohol, Äthanol oder Äthylalkohol. Leicht brennbare Flüssigkeit, die sowohl industriell hergestellt werden kann als auch bei der Gärung von Fruchtzucker bzw. Zucker allgemein auf natürliche Weise entsteht. Es handelt sich dabei um ein
Rauschmittel, das auf Rezeptoren im zentralen Nervensystem Einfluss nimmt und auf diese Weise, abhängig von der Dosis und der seelischen Ausgangslage, u.a. euphorisierend, beruhigend, betäubend oder enthemmend wirken kann. Zudem setzt Alkohol die Reaktionsfähigkeit sowie die geistige Leistungsfähigkeit herab. Im Übermaß oder über einen längeren Zeitraum regelmäßig in größeren Mengen genossen ist Alkohol schädlich für den menschlichen Organismus und kann tödlich wirken. Zudem begünstigt regelmäßiger Alkoholkonsum die Entstehung einer Abhängigkeit. Auch auf den Schlaf nimmt der Genuss von Alkohol Einfluss. Ab einer gewissen Menge macht er müde, weshalb er von manchen auch als Mittel zum Einschlafen genutzt wird. Leider beeinträchtigt Alkohol aber auch die Fähigkeit durchzuschlafen. Der Schlaf ist flacher und man wacht häufiger auf. Insgesamt ist der Schlaf nach dem Konsum von Alkohol unruhiger und weniger erholsam, weshalb er auch nicht als Schlafmittel verwendet werden sollte.

Alpha-Aktivität
Dominieren der
Alpha-Wellen im Elektroenzephalogramm (EEG).

Alpha-Arousal
Erwachen bei Vorherrschen der
Alpha-Wellen im Elektroenzephalogramm (EEG).

Alpha-Block
Plötzliche Hemmung der
Alpha-Wellen, z.B. durch Öffnen der Augen oder durch andere körperliche Reize.

Alpha-Induktion
Sofortiges Hervorrufen von
Alpha-Wellen im EEG, vor allem durch das Schließen der Augen im Wachzustand.

Alpha-Intrusion
Zustand der Gehirnaktivität, bei der
Alpha-Wellen im EEG nur noch hin und wieder sichtbar sind, weil das Gehirn während des Schlafs zu einer anderen Aktivität wechselt.

Alpha-Rhythmus
Muster des Elektroenzephalogramms (EEG), das hauptsächlich
Alpha-Wellen aufweist.

Alpha-Schlaf
Schlaf, bei dem während eines Großteils der Stadien die
Alpha-Wellen vorherrschen.

Alpha-Wellen
Wellenförmige Schwankungen der an der Kopfhaut abgeleiteten, mit dem
EEG gemessenen Hirnaktivität mit einer Frequenz von etwa 8–12 Hertz. Sie treten vorwiegend in einem entspannten Zustand bei geschlossenen Augen auf.

Alter
Mit zunehmenden Lebensjahren ändert sich im Allgemeinen die
Schlafdauer. Während Neugeborene noch sehr viel (12 bis 15 Stunden/Tag) und in mehreren Etappen schlafen, benötigen Erwachsene in der Regel nur noch eine längere nächtliche Schlafphase von etwa sieben bis neun Stunden. Je älter ein Mensch wird, umso geringer ist oft sein nächtliches Schlafbedürfnis. Allerdings legen gerade ältere Menschen oft auch tagsüber wieder ein Nickerchen ein, so dass die Schlafdauer insgesamt meist gleich bleibt. Auch der Anteil der Schlafstadien am Gesamtschlaf ändert sich im Laufe des Lebens. So träumen Neugeborene noch sehr viel – der Anteil des REM-Schlafs, währenddessen hauptsächlich geträumt wird, liegt bei rd. 50%. Mit zunehmender Reife des Gehirns nimmt er ab, bis er im Kleinkindalter etwa einen Anteil von 30% am Gesamtschlaf hat. Bei Erwachsenen liegt der Anteil dann nur noch bei etwa 25%, um schließlich bei den über 65-Jährigen auf ca. 20% abzusinken.

Alzheimer-Demenz
Vorwiegend im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns, bei der die geistige Leistungsfähigkeit nach und nach abnimmt. Zunächst ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen, später verändert sich auch die Persönlichkeit, es kommt bei den Betroffenen zu zunehmender Desorientiertheit. Im Verlauf der Krankheit treten zudem vermehrt Schlafstörungen auf. So gehen viele Betroffene zu früh am Tag ins Bett und wachen als Folge sehr früh am Morgen auf, was eine starke Belastung für die Pflegenden darstellen kann. Häufige Nickerchen am Tag sind für Alzheimer-Patienten ebenfalls charakteristisch, wodurch die nächtliche Schlafdauer ebenfalls abnimmt. Eine der Ursachen: Das Gefühl für den Tag- und Nacht-, den Schlaf- und Wach-Rhythmus, die so genannte innere Uhr, geht den Betroffenen mit zunehmender Erkrankungsdauer verloren. Außerdem nehmen die Tiefschlafphasen ab, was zur Folge hat, dass die Kranken auch nachts häufiger aufwachen. Zudem kann der Atemantrieb während des Schlafens gestört sein, so dass längere nächtliche Atemaussetzer mit anschließendem Erwachen (Schlaf-Apnoe) auftreten können. Je häufiger diese Atemaussetzer sind, desto weniger erholsam ist der Schlaf. Da diese Schlafstörungen auch für die Pflegenden (insbesondere für pflegende Angehörige) sehr belastend sind, weil auch für sie ein erholsamer Nachtschlaf kaum mehr möglich ist, ist rasche Hilfe dringend erforderlich. Zu den Maßnahmen, die helfen können, gehört die Aktivierung der Alzheimer-Kranken am Tag (z.B. durch eine Tagesbetreuung in einer Einrichtung), so dass sie maximal 30 Minuten tagsüber schlafen und sich somit die Dauer des Nachtschlafs erhöht. Eine Lichttherapie, bei der die Patienten tagsüber zeitweilig mit sehr hellem Licht bestrahlt werden, kann helfen, den Schlaf-wach-Rhythmus zu normalisieren. Unter Umständen können auch heilpflanzliche Arzneien oder aber vom Arzt verordnete Schlafmittel u.a. dazu beitragen, den Nachtschlaf zu verlängern und den Tagschlaf zu verkürzen.

Vom Organismus aus den Bausteinen der Eiweiße, den Aminosäuren, hergestellte Stoffe, die eine biologische Funktion haben können. Zu ihnen zählen u.a. Adrenalin, Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Serotonin und Noradrenalin sind für das Hervorrufen sowie die Dauer des REM-Schlafs von Bedeutung. Zu große Mengen Adrenalin im Körper können Schlafstörungen verursachen.


Ammenschlaf 
Bezeichnung für das Phänomen, dass vergleichsweise leise, jedoch für den Betreffenden mit einer bestimmten Bedeutung besetzten Geräusche zum Aufwachen führen. Dazu gehören für eine Mutter oder einen Vater z.B. das Weinen eines Säuglings oder andere ungewöhnliche Töne, die ein Kind während des Schlafs von sich gibt, für einen Arzt im Nachtdienst z.B. sein Piepser.

Amphetamine 
Synthetisch hergestellte Substanzen, die sowohl als Rauschdroge (Speed, Ecstasy) wie auch als Medikament verwendet werden. Es handelt sich dabei um so genannte Stimulanzien, das heißt Mittel, die aufputschend, in manchen Fällen auch hallozinogen (also Sinnestäuschungen hervorrufend) wirken. Im Gehirn wird nach der Einnahme von Amphetaminen der Nervenüberträgerstoff Dopamin freigesetzt, auch Noradrenalin wird in bestimmten Mengen ausgeschüttet.
Zu den Wirkungen von Amphetaminen zählen ein geringeres Schlafbedürfnis, eine gesteigerte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie die Zügelung des Appetits. Zudem schieben sie den Beginn des REM-Schlafs hinaus und verringern diesen Traumschlaf. Schlafstörungen können Folge der Einnahme sein.
Alle Amphetamine, auch die medizinisch z.B. bei der Aufmerksamkeits-Defizits-Störung (ADS, ADHS) eingesetzten, fallen in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz, das heißt ihre Einnahme ist nur nach spezieller ärztlicher Verordnung erlaubt. Denn bei Dauereinnahme insbesondere der nicht zu medizinischen Zwecken eingesetzten Stimulanzien kann eine starke psychische Abhängigkeit entstehen.

Anamnese
Krankengeschichte; Aufnahme der Krankheitsvorgeschichte eines Patienten durch seinen Arzt. So ist es z.B. bei Schlafstörungen wichtig zu wissen, wann sie begonnen haben, unter welchen Umständen sie vor allem auftreten, wie sie sich äußern. Unter Umständen kann, z.B. bei der
Schlaf-Apnoe, die mit Atemaussetzern einhergeht, von denen der Patient nichts mitbekommt, der Lebenspartner ebenfalls befragt werden.

Anästhetika
Narkosemittel, Narkotika. Medizinische Wirkstoffe, die der Arzt vor und während einer Operation einsetzt, um zeitweise das Bewusstsein sowie das Schmerzempfinden des Patienten auszuschalten und Muskelreaktionen des Körpers zu unterbinden. Auch einige
Schlafmittel dienen, meist in Kombination mit anderen Medikamenten als Anästhetika.

Anfallartige Brustenge, ausgelöst durch eine Verengung der für die Durchblutung des Herzens zuständigen Herzkranzgefäße (Koronargefäße). Während des Schlafs tritt die Angina pectoris vor allem während der REM-, also der Traumstadien ein. Die Ursachen hierfür sind noch nicht vollständig geklärt.

Angst
Zustand der seelischen und körperlichen Erregung in Erwartung einer wirklichen oder imaginären Gefahr. Als Folge von Angst wird der Körper in höchste Alarmbereitschaft gesetzt; er wird darauf vorbereitet zu fliehen oder zu kämpfen. Zu den körperlichen Reaktionen gehört ein beschleunigter Herzschlag, die Anspannung der Muskeln, erhöhte Aufmerksamkeit sowie z.B. Schweißausbrüche. Herabgesetzt wird hingegen die Tätigkeit des Magen- und Darmtrakts. Bei anhaltender Angst sind die körperlichen Auswirkungen zwar nicht so sicht- und spürbar, sie kann aber dafür sorgen, dass ein Mensch regelrecht krank wird, z.B. unter Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit leidet. Angst behindert zudem auch den Schlaf und kann bei längerer Dauer zu anhaltenden
Schlafstörungen führen, denn ein ruhiger und erholsamer Schlaf ist auf lange Sicht nur bei vergleichsweise entspannter innerer Gemütslage möglich.
Normalerweise ist Angst eine ganz normale, sogar lebenswichtige Funktion des menschlichen Organismus ist, sie kann aber, wenn sie unrealistisch oder gar übertrieben ist, so weit führen, dass ein Mensch bestimmte Situationen meidet bzw. das Haus gar nicht mehr verlässt oder nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen kann. In diesem Fall spricht man von einer Angststörung, die in der Regel mit Schlafstörungen einhergeht und sich durch Panikattacken bei Begegnungen mit dem Angstauslöser äußern kann. Eine solche Angststörung wird u.a. manchmal mit Tranquilizern vom Benzodiazepin-Typ behandelt. Nach plötzlichem Absetzen dieser Medikamente kann ein so genannter Angst-Rebound auftreten, das heißt die Angst kann massiv wiederkehren. Die Medikamentengabe sollte daher stets langsam ausgeschlichen werden, um einen Angst-Rebound zu vermeiden.

Anorexia nervosa Magersucht

Anpassungsschlafstörung
Probleme mit dem Ein- und/oder Durchschlafen, deren Ursache neu auftretende Belastungen oder auch Änderungen der Lebenssituation bzw. der Schlafgewohnheiten (z.B. Umzug, neues Bett, neue Matratze) sein können. Im Normalfall gehen diese
Schlafstörungen rasch vorüber, sobald – wie der Name schon sagt – sich der Betroffene an die neue Situation angepasst hat. In einigen Fällen mündet eine solche Anpassungsschlafstörung aber auch in Angstzuständen, starker Erregbarkeit oder Lethargie. Dauern diese Zustände an, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Antagonisten
Gegenspieler. In der Medizin Arzneiwirkstoffe, die sich an einen bestimmten
Rezeptor des Körpers binden und damit den Weg für den körpereigenen Stoff, der normalerweise diesen Rezeptor besetzt, versperren. Auf diese Weise werden bestimmte, zeitweilig unerwünschte körperliche Reaktionen blockiert oder gehemmt.

Thymoleptika. Stimmungsaufhellende Medikamente, die vor allem zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Neben ihrer positiven Wirkung auf die Stimmung können sie – je nach Wirkstoff – antriebssteigernd oder beruhigend wirken. Auch tragen sie dazu bei, Ängste zu lösen. Es gibt eine Reihe verschiedener Mittel; zu ihnen zählen u.a. die trizyklischen und die tetrazyklischen Antidepressiva, die in den Stoffwechsel verschiedener Neurotransmitter eingreifen, die selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), die im Gehirn Rezeptoren für den Neurotransmitter Serotonin besetzen und damit seine Wirkung hemmen, und die MAO-Hemmer, welche, wie ihr Name schon sagt, die Wirkung des Enzyms Monooxidase einschränken, das Neurotransmitter abbaut, wodurch die Konzentration dieser Stoffe im Nervensystem sich steigert. Auch pflanzliche Mittel wie Johanniskraut werden zur Behandlung leichter Depressionen eingesetzt.
Gemein haben fast alle Antidepressiva, dass sie erst ein paar Wochen eingenommen werden müssen, bevor sie ihre Wirkung richtig entfalten. Zu den Nebenwirkungen der Medikamente gehören u.a. Schlafstörungen, Übelkeit, Störungen des Magen-Darm-Trakts sowie Erregungszustände und die Zu- oder Abnahme von Körpergewicht. Beruhigend wirkende Antidepressiva sollten jedoch dazu beitragen, dass Schlafstörungen, die im Rahmen von Depressionen häufig sind, abklingen. Ist dies nicht der Fall, können zeitweise auch Tranquilizer neben dem Antidepressivum verordnet werden. Solche beruhigenden Antidepressiva kommen in einigen Fällen auch zur Behandlung von Schlafstörungen zum Einsatz, selbst wenn der Patient nicht depressiv ist.

Antidiuretisches Hormon ADH

Anxiolyse
Lösung von Angstzuständen, in der Regel mit Hilfe von Arzneiwirkstoffen wie
Tranquilizern oder Antidepressiva.

Anxiolytikum
(angstlösende Medikamente)
Tranquilizer

Apnoe Schlaf-Apnoe

Arousal 
Im Elektroenzephalogramm (EEG) feststellbarer plötzlicher Übergang von einem tieferen Schlafstadium in ein leichteres bzw. in den Wachzustand.

Arousal-Epilepsie
Auch Aufwachepilepsie; Anfallserkrankung, bei der die durch elektrische Entladungen der Nervenzellen im Gehirn verursachten muskulären Krampfanfälle oder Absencen (kurzes Wegtreten des Bewusstseins) vorwiegend beim Wechsel vom Schlaf in den Wachzustand auftreten.

Arousal-Störungen
Störungen des Schlafs, die beim Übergang von einem tieferen Schlafstadium in ein leichteres auftreten. Zu ihnen gehören u.a. das
Schlafwandeln und der Nachtschreck.

Chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der sich die Atemwege anfallsartig verengen und zu Atemnot führen können. In den letzten Stunden des Schlafs sind Asthmatiker besonders gefährdet, einen Anfall zu erleiden, da sich in dieser Zeit der Widerstand in den Atemwegen verringert, was zu einer Verengung der Atemwege führt. Dies kann für unbehandelte Asthmatiker besonders gefährlich sein, da im Schlaf normale körperliche Mechanismen wie das Husten oder die Ausschüttung des „Alarmstoffs“ Adrenalin verringert sind. Ein solcher Asthmaanfall kann daher durchaus tödlich verlaufen. Moderne Medikamente verhindern das jedoch in der Regel. Aber auch, wenn die nächtliche Verengung der Atemwege keine solch dramatischen Folgen hat, kann sie den Schlaf beim Asthma bronchiale doch erheblich stören. So wachen viele Asthmatiker aufgrund der erschwerten Atmung nachts häufiger auf, ohne es wirklich zu merken. Der Schlaf ist daher oft nicht besonders erholsam. Um diese Schlafstörungen zu beheben, muss die Grunderkrankung ausreichend behandelt sein.

Ataraktika Tranquilizer

Ataraxie 
Zustand innerer Ruhe und Ausgeglichenheit und damit beste Voraussetzung für einen gesunden, erholsamen Schlaf.

Ataxie 
Bewegungsunsicherheit, deren Ursache z.B. ein gestörter Gleichgewichtssinn des Innenohrs, Nervenprobleme oder übermäßiger Alkohol- bzw. Rauschmittelkonsum sein kann.

Atemmuskulatur 
Hauptsächlich sind es die Muskeln im Brustkorb und Bauchraum (u.a. das Zwerchfell), die dafür zuständig sind, das Luftvolumen der Lunge zu regulieren, indem sie durch Zusammenziehen Luft und damit Sauerstoff in den Brustkorb pumpen und durch Erschlaffen die verbrauchte Luft wieder herauslassen. Im Schlaf ist die Muskelspannung erniedrigt, wodurch etwas geringere, aber beim Gesunden ausreichende Mengen Sauerstoff zu den Körperzellen transportiert werden.

Atemstillstand Schlaf-Apnoe

Den Schlaf nachhaltig stören vor allem die so genannten chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen (Abkürzung COPD für engl. chronic obstructive pulmonary disease) wie die chronische Bronchitis und das Lungenemphysem. Beide Krankheiten gehen mit einer nicht rückgängig zu machenden Verengung der Atemwege einher und sind häufige Todesursache in den Industrienationen. Als Folge des Sauerstoffmangels im arteriellen, also dem die Körperzellen mit Sauerstoff versorgendem Blut (Hypoxie) sowie des ebenfalls erhöhten Kohlendioxidgehalts des Blutes kommt es immer wieder zu Weckreaktionen des Körpers (Schlaf-Apnoe). Diese führen dazu, dass die Tief- und REM-Schlafphasen verkürzt sind. Der Schlaf ist nicht länger erholsam, es tritt eine verstärkte Tagesmüdigkeit auf. Als Therapie kommen Medikamente infrage, die die Bronchien erweitern, aber auch eine Sauerstofftherapie ist oft die Behandlung der Wahl.
Andere, harmlose Atemwegserkrankungen wie Husten oder Schnupfen können den Schlaf selbstverständlich über einen gewissen Zeitraum ebenfalls negativ beeinflussen, jedoch sind die durch sie verursachten Schlafstörungen in der Regel nur von kurzfristiger Dauer.

Atemzugvolumen 
Menge der eingeatmeten Luft während eines Atemzuges.

Atmungsantrieb 
Die Atmung des Menschen wird vom Atemzentrum im Gehirn gesteuert und läuft völlig unwillkürlich ab. Während der Nacht ist der Atmungsantrieb weniger stark, jedoch beim Gesunden völlig ausreichend, um den Organismus des Schlafenden mit genügend Sauerstoff zu versorgen.

Atmungsfrequenz 
Die Zahl der Atemzüge pro Minute. Ein gesunder Erwachsener atmet im Ruhezustand etwa 20 Mal in der Minute, bei körperlicher Anstrengung entsprechend öfter, damit der Körper mit einer ausreichenden Menge Sauerstoff versorgt wird. Während des Schlafs ist die Atemfrequenz kaum verringert, allerdings wird die Atmung vor dem REM-Schlaf unruhiger.

Aufwachen 
Wechsel vom Schlaf in den wachen Zustand.