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Baldrian
Botanischer Name Valeriana
officinalis; Pflanzen, deren Wurzel und
Wurzelausläufer zu medizinischen Zwecken
verarbeitet werden. Die meisten Baldrianpräparate
sind frei verkäuflich, es gibt jedoch auch
verschreibungspflichtige Medikamente, die Baldrian
enthalten. Baldrian besitzt eine beruhigende,
schlaffördernde Wirkung. Die Einnahme von
Baldrianpräparaten ist bei leichten Schlafstörungen wissenschaftlich untermauert durchaus
Erfolg versprechend.
Abkömmlinge der
Barbitursäure; wurden in Deutschland bis 1992 oft
als Schlafmittel verwendet, fallen ab diesem Zeitpunkt jedoch
unter das Betäubungsmittelgesetz und sind nicht
länger frei verkäuflich. Während moderne
Schlafmittel in der Regel den Schlaf nur
anstoßen, erzwingen die Barbiturate ihn
regelrecht, denn sie unterdrücken Erregungen in
allen erregbaren Geweben, u.a. auch im zentralen
Nervensystem. Allerdings ist die Gefahr einer
Überdosierung sehr hoch, was u.a. eine
Atemlähmung und damit ein Koma oder sogar den Tod
nach sich ziehen kann. Ein passendes Gegenmittel, das
einer Überdosierung entgegenwirkt, gibt es nicht.
Außerdem führen sie nach kurzzeitiger
Einnahme bereits zu starker Abhängigkeit. Heute werden bestimmte Barbiturate nur noch
zur Einleitung einer Narkose oder als Medikament bei
Epilepsie eingesetzt.
Basaltemperatur
Körpertemperatur, die sofort
nach dem Aufwachen (ohne vorheriges Aufstehen) entweder
im Mund oder im After gemessen wird.
Basic rest activity cycle
(Abkürzung BRAC; engl.:
basaler Ruhe-Aktivitäts-Zyklus); im Schlaf stets
wiederkehrende Phasen von etwa hundertminütiger
Dauer, die jeweils Non-REM-Schlafstadien und ein REM-Schlafstadium umfassen.
Bauchlage
Schlafposition auf dem Bauch; gilt
als Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod
(SIDS),
weshalb empfohlen wird, Säuglinge auf dem
Rücken schlafen zu lassen. Warum die Bauchlage
für Säuglinge gefährlich sein kann, ist
bislang noch nicht vollständig geklärt.
Möglicherweise wird die Nasenatmung behindert oder
der Körper wird in dieser Position zu leicht
überwärmt, vielleicht atmet der Säugling
jedoch auch vorwiegend die ausgeatmete, sauerstoffarme
Luft ein, was zu einer Mangelversorgung mit Sauerstoff
führen könnte, wobei die Weckreaktion des
Gehirns ausbleibt.
Betäubungsmittel
Anregende, zum Teil auch
beruhigende, in der Regel das Bewusstsein zeitweise
veränderte Substanzen, die zudem oft sehr schnell
zu einer Abhängigkeit führen. Viele dieser
Betäubungsmittel werden zu medizinischen Zwecken
eingesetzt. Den Umgang mit Betäubungsmittel, den
Besitz, die Weitergabe durch Mediziner regelt in
Deutschland das Betäubungsmittelgesetz.
Beta-Rezeptorenblocker
Auch Beta-Blocker oder Betablocker;
Gruppe von Wirkstoffen, die vor allem zur Behandlung
von Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt werden, da
sie die Wirkung der Stresshormone auf den Körper
hemmen. Sie besetzen die so genannten Beta-Rezeptoren
im Organismus, so dass die Stresshormone, die
normalerweise dort andocken, nicht länger ihre
Wirkung auf den Körper ausüben können,
was u.a. zur Folge hat, dass der Blutdruck gesenkt wird
und sich der Herzschlag verlangsamt.
Beta-Rezeptorenblocker dürfen nicht bei Asthma bronchiale oder chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Zu den Nebenwirkungen
mancher Beta-Rezeptorenblocker können u.a.
Einschlafprobleme sowie vermehrte Albträume und verringerte Tiefschlafphasen
zählen.
Mit dem Enzephalogramm messbare
Hirnströme im Frequenzbereich von 14 bis 30 Hertz.
Sie kommen vor allem im REM-Schlaf vor,
sind aber auch im wachen Zustand bei vielen Menschen
messbar.
Bett
Möbelstück, in dem man in
der Regel den Nachtschlaf verbringt oder auf dem man
sich ausruht. Ein Bett sollte immer im ruhigsten Raum
der Wohnung stehen, denn Lärm kann den Schlaf
empfindlich stören. Für welche Art Bett man
sich letztlich entscheidet, bleibt dem Geschmack des
Einzelnen überlassen. Bei der Wahl des Lattenrostes
und der Matratze sollte
man allerdings nicht allein auf modische Gesichtspunkte
achten.
Bettdecke
Textil, das im Bett zum Zudecken
des Körpers dient. Ob man Bettdecken mit einer
Füllung aus echten Federn oder aus synthetischen
oder natürlichen Fasern bevorzugt, ist jedem
selbst überlassen. Der Vorteil synthetischer und
aus natürlichen Fasern hergestellter Bettdecken
liegt darin, dass man sie in der Regel in der
Waschmaschine waschen und im Trockner trocknen kann,
während Bettdecken mit Federfüllung oft einer
speziellen Reinigung unterzogen werden müssen.
Dennoch sollte sich jeder für die Art von
Füllung entscheiden, die ihm am angenehmsten ist.
Betten aus synthetischen Fasern nehmen im Gegensatz zu
natürlichen Füllmaterialien wie Baumwolle
oder Federn den Schweiß des Schläfers nicht
auf, sondern lassen ihn entweichen. Unterschieden wird
zwischen Füllmaterial aus Hohlfasern, die im
Inneren luftgefüllte Kammern haben, welche die
Feuchtigkeit recht gut entweichen lassen,
Hochbauschfasern, die sich stark kräuseln, aber
nicht eine so gute Belüftung wie Hohlfasern
aufweisen, sowie Vollfasern, die sich weder bauschen
noch Luftkammern in ihrem Inneren aufweisen. Letztere
lassen die Feuchtigkeit nicht so gut durch und sind
vergleichsweise schwer.
Sowohl Bettdecken mit
natürlichen als auch solche mit synthetischen
Füllmaterialien können mit Chemikalien
behandelt sein, die für den Schläfer ungesund
sind. Am besten, man verlässt sich bei der Auswahl
auf einschlägige Testergebnisse.
Sinnvoll ist es, zwei Bettdecken zu
kaufen: eine leichtere für den Sommer und eine
dickere und wärmere für den Winter. Es gibt
jedoch auch zweilagige Bettdecken, bei denen die eine
Lage mit Klettverschluss oder Knöpfen abgenommen
werden kann. Für den Bezug empfiehlt sich im
Winter Flanell-, im Sommer kühlende
Baumwollbettwäsche bzw. ein anderes Material, das
entweder gut wärmt oder kühlt. Verzichten
sollte man auf eine Bettdecke nicht, denn dann besteht
die Gefahr der Auskühlung und als Folge
Muskelverspannungen. In regelmäßigen
Abständen sollte eine Bettdecke gewaschen oder
gereinigt werden, um sowohl den Nachtschweiß als
auch Hausstaubmilben zu entfernen.
Auch senile Bettflucht;
umgangssprachlicher Begriff für das Verlangen von
älteren Menschen, nachts aufzustehen, weil sie
nicht länger müde sind.
Enuresis nocturna;
nächtliches, unwillkürliches Wasserlassen.
Von Bettnässen spricht man jedoch erst ab dem
Alter von fünf Jahren und wenn ein Kind mindestens
zweimal innerhalb eines Monats über einen Zeitraum
von drei Monaten nachts das Wasser nicht halten kann.
Bei älteren Kindern (ab sechs, sieben Jahren) ist
die Diagnose Bettnässen dann gegeben, wenn sie
einmal monatlich einnässen und das über
wenigstens drei Monate. Allerdings ist das
Bettnässen nach dem fünften Lebensjahr nichts
Ungewöhnliches: Noch jedes zehnte Kind im Alter
von sieben Jahren ist davon betroffen, sogar bei etwa
zwei Prozent der Jugendlichen kommt es noch vor. Die
Mediziner unterscheiden zwischen der so genannten
primären Enuresis, was bedeutet, dass ein Kind
noch nie über einen längeren Zeitraum nachts
trocken war, und der sekundären Enuresis, die nach
wenigstens sechs Monaten des nächtlichen
Trockenseins auftritt. Während die Ursache der
primären Enuresis oft in einer
Entwicklungsverzögerung zu finden ist, sind es bei
der sekundären Enuresis oft psychische Probleme
(seelische Belastungen), die dazu führen, dass ein
Kind nachts wieder einnässt. Zu den Ursachen der
primären Enuresis zählen u.a. eine
unzureichende Produktion des Hormons ADH, das die Menge des hergestellten Urins
steuert oder ein sehr tiefer Schlaf. Die Behandlung des
Bettnässens richtet sich nach seiner Ursache.
Manchmal helfen Medikamente, in anderen Fällen
eine so genannte Klingelhose, die das Kind weckt, wenn
die ersten Tropfen Urin in ihr landen. In jedem Fall
sollten Eltern möglichst ruhig bleiben und dem
Kind keine Vorwürfe machen. Bei einer
Verzögerung der Entwicklung kann auch die weitere
Verwendung von Windeln sowohl den Leidensdruck des
Kindes, das sich oft für sein
„Versagen“ schämt, als auch den der
Eltern, die nachts das Bett neu beziehen müssen,
mindern.
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Schlafenszeit; die Uhrzeit, wann
eine Person ins Bett geht.
Schlafähnlicher Zustand, aus
dem kein normales Aufwecken möglich ist und in dem
die bewusstlose Person keine Kontrolle mehr über
die Vorgänge in seinem Körper hat. Auch im
Nachhinein kann sich der Bewusstlose nicht an diesen
Zustand erinnern.
Bewusstseinsstörungen
Einschränkung der
Fähigkeit, selbstbestimmt und willentlich
Entscheidungen zu treffen sowie seine Psyche und seinen
Körper zu kontrollieren. Zu den
Bewusstseinsstörungen zählen u.a. die
verschiedenen Stadien der Bewusstseinsverminderung.
Dazu gehören die Benommenheit, bei der das Denken
und Handeln verlangsamt ist, die Somnolenz, bei der
Schläfrigkeit und eine gewisse
Orientierungslosigkeit besteht, der Sopor oder Bewusstlosigkeit und das Koma, bei dem ein Aufwecken aus
dem Zustand der Bewusstlosigkeit auch durch
stärkste Reize nicht möglich ist. Zu den
Ursachen von Bewusstseinsstörungen gehören
u.a. Vergiftungszustände, hervorgerufen z.B. durch
eine Überdosis Medikamente oder Rauschmittel,
aber auch ein (vorübergehender) Sauerstoffmangel
des Gehirns sowie Verletzungen des Kopfes.
Biofeedback
(engl.; etwa Rückmeldung des
Körpers); Verfahren, mit dem einer Person
Funktionen seines Körpers bewusst gemacht werden,
die normalerweise unbewusst und unwillkürlich
ablaufen (z.B. Pulsfrequenz, Hirnströme). Auf
diese Weise kann die Person lernen, diese
körperlichen Prozesse zu registrieren und zu
beeinflussen. In vielen Fällen dient das
Biofeedback dazu, in einen entspannten Zustand zu
gelangen und dadurch z.B. besser einzuschlafen.
Biogene Amine Amine,
biogene
Sich regelmäßig
wiederholende Vorgänge bei lebenden Organismen.
Diese biologischen Rhythmen werden durch eine innere
Uhr gesteuert; die sich damit beschäftigende
Wissenschaft bezeichnet man als Chronobiologie. Zu den biologischen Rhythmen
zählen z.B. der Schlaf-Wach- oder
Tag-Nacht-Rhythmus, sich stets zu bestimmten
Tageszeiten wiederholende Hormonausschüttungen,
der weibliche Menstruationszyklus oder der
Jahresrhythmus.
Bioverfügbarkeit
Tempo und Ausmaß, mit welchen
ein Arzneiwirkstoff dem Körper zur Verfügung
steht, also von ihm in den Blutkreislauf aufgenommen
wird. Die Bioverfügbarkeit von Stoffen, die als
Injektion verabreicht werden, entspricht dabei
naturgemäß 100%; die von oral verabreichten
Wirksubstanzen, also Medikamenten, die geschluckt
werden, sowie anders aufgenommenen Stoffen wird mit der
Bioverfügbarkeit intravenös gegebener Stoffe
verglichen.
(Bi-level positive airways
pressure; engl.: Zweistufen-Überdruckatmung); Form
der Überdruckatmung, die u.a. zur Behandlung der Schlaf-Apnoe
eingesetzt wird. Bei der Überdruckatmung muss der
Patient eine Atemmaske tragen, welche über einen
Schlauch mit dem Überdruckatmungsgerät
verbunden ist. Diese sorgt durch einen erhöhten
Luftdruck bei der Einatmung dafür, dass die
einströmende Luft die Atemwege offen hält,
die sich bei Menschen mit Schlaf-Apnoe sonst leicht
verschließen. Bei der BiPAP ist der Luftdruck bei
der Einatmung höher als bei der Ausatmung. Dieser
Unterschied im Luftdruck ist entweder bereits
vorprogrammiert und auf die Intervalle der Atmung des
jeweiligen Patienten zugeschnitten oder aber die Atmung
selbst steuert den Luftdruck. BiPAP-Geräte sind
aufgrund der komplizierteren Technik teurer als eine
andere Form der Überdruckatmung, die so genannte nCPAP. Sie
werden deshalb nur dann eingesetzt, wenn Patienten mit
der nCPAP nicht klarkommen.
Da die Beatmung über die Nase
erfolgt, wird die BiPAP manchmal auch als nBiPAP
bezeichnet, wobei das n für nasale
Überdruckatmung steht.
Blutgasanalyse
Abkürzung BGA; Methode zur
Messung der Verteilung und des Gehalts von Sauerstoff
und Kohlendioxid im Blut, wobei zwischen dem
arteriellen (vom Herzen wegführenden,
sauerstoffreichen) und dem venösen (zum Herzen
hinführenden, sauerstoffarmen) Blut unterschieden.
Mit der BGA kann zudem der pH-Wert des Blutes, also
sein Säure- oder Basengehalt, ermittelt werden.
Mit Hilfe der Blutgasanalyse kann z.B. gemessen werden,
wie stark der Sauerstoffgehalt des Blutes bei den
Atemaussetzern bei Patienten mit einer Schlaf-Apnoe sinkt.
Hypertonie; Der Blutdruck, bei dem
laut der Weltgesundheitsorganisation WHO, der erste,
der systolische Wert, über 140 Millimeter
Quecksilbersäule (mmHg) und der zweite, der
diastolische Wert über 90 mmHg liegt.
Als Blutdruck bezeichnet man den
Druck, den das (arterielle) Blut auf die vom Herzen
wegführenden Blutgefäße, die Arterien,
während der Pumptätigkeit des Herzens
ausübt. Der systolische Druck ist der Druck, der
entsteht, wenn das Herz sich zusammenzieht
(kontrahiert), als diastolischen Druck bezeichnet man
den Blutdruck während der Erschlaffungsphase des
Herzens.
Zu den gesundheitlichen Folgen
dauerhaft erhöhten Blutdrucks zählt die
Verkalkung und Verengung der Arterien, die so genannte
Arteriosklerose, die wiederum als Hauptursache für
die koronare Herzkrankheit und damit für Angina pectoris und Herzinfarkt gilt. Auch für die
Entstehung anderer Herz-Kreislauferkrankungen wie
Schlaganfall und Nierenversagen stellen Bluthochdruck
und Arteriosklerose große Risikofaktoren dar.
Bei Personen, die unter Schlaf-Apnoe leiden,
steigt während der Atemaussetzer der Blutdruck an.
Ein Großteil von ihnen leidet unter
ständigem Bluthochdruck. Ungeklärt ist
bislang noch, ob die Apnoe die Ursache des
Bluthochdrucks ist.
Symptom des Karpaltunnelsyndroms,
der Einengung eines Nerven (Nervus medianus) in der
Handwurzel, die z.B. durch Überlastung der Hand
entstehen kann. Nachts können heftige Schmerzen
oder Missempfindungen wie heftiges Kribbeln auftreten,
die die Betroffenen am Ein- oder Durchschlafen hindern.
Zunächst besteht die Behandlung in einer Schonung
der Hand, bringt diese keine Abhilfe kann eine
Operation erforderlich sein, bei der die Einengung des
Nervs behoben wird.
Crutch-Phänomen;
nächtliches, unbewusstes Zähneknirschen und
Kieferzusammenpressen, das vor allem bei Kindern
auftritt, die mit unverarbeiteten seelischen
Belastungen zu kämpfen haben. Da sowohl Zähne
als auch Kiefergelenke bei diesem Phänomen Schaden
nehmen können, ist eine Behandlung sinnvoll. Es
muss, z.B. mit psychotherapeutischer Hilfe, versucht
werden, die Ursache des Bruxismus zu beseitigen. Ist
das nicht möglich, kann eine speziell von Zahnarzt
und Zahntechniker gefertigte Aufbissschiene Abhilfe
schaffen, die nachts eingesetzt wird.
Burning-feet-Syndrom
(engl.;
Brennendes-Fuß-Syndrom);
Sensibilitätsstörung der Nerven der
Fußsohle, die sich vor allem durch Brennen und
Kribbeln bemerkbar macht und zu Schlafstörungen führen kann. Die Ursache ist in der
Regel ein Mangel des Vitamins B12. Durch die Gabe des
Vitamins kann das Burning-feet-Syndrom in der Regel
behoben werden.
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