|
Ecstasy
Illegales Rauschmittel,
das zu den Amphetaminen
gezählt wird, eine aufputschende Wirkung besitzt
und Schlafstörungen nach sich ziehen kann. Ecstasy besitzt
ein hohes Suchtpotenzial. Seine Einnahme kann zu
bleibenden Nervenschäden sowie
Blutgerinnungsschäden führen, die den Tod
nach sich ziehen können.
Elektrodermographie; Aufzeichnung
des elektrischen Hautwiderstands in einem
Elektrodermatogramm, der mit Schlafbeginn stark
ansteigt und in den Non-REM-Schlafphasen seinen
Höhepunkt hat. Im REM-Schlaf nimmt
der Hautwiderstand ab.
Elektroenzephalographie; Messung
und Aufzeichnung der elektrischen Hirnströme in
Form von Kurven in einem Bild, dem
Elektroenzephalogramm. Zur Durchführung der EEG
werden am Kopf kleine Elektroden in einer bestimmten
Position befestigt, die die Hirnströme ableiten
und sichtbar machen.
Das Elektroenzephalogramm eines
Gesunden zeigt ein charakteristisches Bild mit
verschiedenen Wellen. Bei geschlossenen Augen sind vor
allem Alpha-Wellen
zu erkennen, Beta-Wellen
sind Kennzeichen für eine stärkere
Hirnaktivität und offene Augen. Während des
Schlafs sind Delta-Wellen
und Theta-Wellen vorherrschend, die im wachen Zustand auch
charakteristisch für bestimmte Krankheiten sind.
Einschlafdauer
Einschlaflatenz; Zeit zwischen dem
Hinlegen zum Schlafen und dem eigentlichen Einschlafen.
Das Einschlafen wird von der Schlafmedizin z.B. durch
das Auftreten für den Schlaf charakteristischer
Hirnströme im EEG diagnostiziert.
Maßnahmen nichtmedizinischer
Art, die das Einschlafen erleichtern sollen. Dazu
gehören z.B. immer gleiche Einschlafrituale, entspannende Bäder, der Genuss den
Schlaf fördernder Getränke (z.B. heiße
Milch mit Honig, bestimmte Kräutertees), eine
gewisse Ruhephase vor dem Schlafengehen (z.B. das Lesen
von nicht aufwühlenden Büchern),
Entspannungstechniken oder den Tag vor dem inneren Auge
noch einmal Revue passieren zu lassen.
Arzneiwirkstoffe, die
ausschließlich zum Einschlafen gedacht sind und
nur kurze Zeit wirken. Schlafmittel
Immer gleicher Ablauf zur
Beendigung des Tages und zum Einschlafen.
Einschlafrituale sind insbesondere für
Säuglinge sowie Kinder im Vorschul- und
Grundschulalter von großer Bedeutung, denn sie
geben Sicherheit und sorgen damit für ein
entspanntes Gefühl, das für das Einschlafen
sehr wichtig ist. Zu den Einschlafritualen für
Kinder zählen z.B. das Im-Arm-Halten, das
Aufziehen einer Spieluhr, das Erzählen einer
Geschichte oder das Vorlesen eines Buchs sowie der
Gute-Nacht-Kuss.
Auch Erwachsene können immer
gleiche Einschlafrituale die nötige Ruhe und
Sicherheit geben, die zum Einschlafen notwendig ist. Zu
den Einschlafritualen für Erwachsene zählen
z.B. das Lesen einiger Buchseiten im Bett oder das
Trinken eines bestimmten Getränks vor dem
Schlafengehen.
Einschlafstörungen
Über eine gewisse Zeit
anhaltende Schwierigkeiten, in den Schlaf zu finden.
Charakteristisch für Einschlafstörungen ist
zudem, dass die betroffene Person eigentlich müde
ist und schlafen möchte, das Einschlafen aber
nicht oder nur nach längerer Zeit gelingen will. Einschlafhilfen sowie Einschlafrituale können bei dieser Form der
Schlafstörung hilfreich sein, genauso der
Stressabbau durch Sport oder Entspannungsmethoden. Denn
oft sind es seelische Belastungen, die die Patienten
vom Einschlafen abhalten. Einschlafen gelingt in der
Regel jedoch nur in einem Zustand angenehmer
Entspanntheit. Notfalls können auch Einschlafmittel, die über einen kurzen Zeitraum
genommen werden, kurzfristig Abhilfe schaffen. Halten
die Einschlafstörungen trotz Einschlafhilfen und
der Ausschaltung belastender Faktoren oder
Tagesabläufe über einen längeren
Zeitraum an, sollte der Arzt aufgesucht werden.
Elektrokardiographie Messung und
Aufzeichnung der elektrischen Herzströme, die mit
auf der Haut aufgebrachten Elektroden abgeleitet werden
und vom Computer in ein Kurvenbild (Elektrokardiogramm)
übertragen werden. In der Schlafmedizin ist die
Durchführung der Elektrokardiographie zur
Bestimmung der Herzfrequenz während des Schlafs
sowie bei der Suche nach Ursachen von bestimmten Schlafstörungen erforderlich.
Elektroenzephalographie EEG
Elektroschlaf
Durch elektrische Impulse am Kopf
hervorgerufener Schlaf. Dieses Verfahren wird kaum noch
angewendet; es wurde zeitweilig zur Behandlung von Depressionen eingesetzt.
Elektrosmog
Bezeichnung für elektrische
und magnetische Felder sowie Funkwellen, die in der
Natur so nicht vorkommen und vom Menschen erzeugt
werden. Elektrosmog entsteht durch die Strahlung
elektronischer Geräte, durch Mobiltelefone und
Mobilfunkmasten sowie durch Mikrowellengeräte.
Umstritten ist bislang, ob diese elektromagnetischen
Felder den Zellen lebender Organismen, also auch dem
Menschen schaden können.
Um eventuelle Schäden
vorzubeugen, wird empfohlen, im Schlafzimmer die Anzahl
elektrischer Geräte zu minimieren und vor allem
auf das Telefon bzw. Handy neben dem Bett zu
verzichten. Fernseher und Radio sollten ausgeschaltet
werden und nicht im Standby-Betrieb laufen.
Elektromyographie Verfahren zur
Ableitung und Aufzeichnung der elektrischen
Aktivität eines Muskels, das zur Diagnose der
Ursache z.B. von Lähmungen sinnvoll ist. In der
Schlafmedizin wird mit der Elektromyographie die
Muskelspannung gemessen, die während mancher Schlafstadien höher
als während anderer ist. Außerdem
können mit ihrer Hilfe die Bewegungen im Schlaf
aufgezeichnet werden.
Entspannung
Lösen seelischer und
körperlicher Spannungen. Personen, die entspannt
sind, gelingt es leichter einzuschlafen, denn sie
befinden sich in einem Zustand der psychischen und
physischen Ruhe. Entspannung und Stressabbau kann man
auf verschiedenen Wegen erreichen, z.B. mit Hilfe
gezielter Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes
Training oder dem Verfahren der Muskelrelaxation, aber
auch mit Hilfe von Sport, der dabei hilft, Belastungen
aller Art zu bewältigen und die Stresshormone
abzubauen.
|
|
Absetzen eines Stoffes, von dem
eine Abhängigkeit besteht. Ein solcher Entzug kann mit
heftigen Reaktionen des Körpers einhergehen: mit
Schmerzen, starkem Verlangen nach der Substanz, von der
der Betroffene abhängig war, oder sogar mit einem
so genannten Delir oder Delirium, das mit
Wahnvorstellungen einhergehen und unter Umständen
sogar tödlich verlaufen kann.
Um die Gefahren eines Entzugs
möglich gering zu halten, sollte dieser bei
schweren Abhängigkeiten stets in einer Klinik
stattfinden. Bei manchen Substanzen ist es sinnvoll,
sie allmählich auszuschleichen anstatt sie abrupt
abzusetzen, um zu schwere Folgen für Körper
und Psyche zu vermeiden (Entwöhnung). Es gibt bei
verschiedenen abhängig machenden Stoffen auch die
Möglichkeit, diese zeitweise durch ein für
den Körper harmloseres Mittel zu ersetzen (z.B.
Methadon bei Heroinabhängigkeit), um die
schlimmsten Entzugserscheinungen zu lindern.
Elektrookulographie; Aufzeichnung
der Augenbewegungen mit Hilfe zweier Elektroden, die
entweder auf beiden Seiten neben einem Auge oder ober-
und unterhalb des Auges angebracht sind. Mit Hilfe der
Elektrookulographie können die Augenbewegungen
während des REM-Schlafs aufgezeichnet
und dieses Schlafstadium und seine Länge
während des Schlafs identifiziert werden.
Erektion
Aufrichten von Penis und Klitoris.
Eine Erektion erfolgt beim Menschen nicht nur durch
sexuelle Stimulation, sondern auch unwillkürlich
im Schlaf, normalerweise während des REM-Stadiums,
also im Traumschlaf. Zu den Auslösern gehören
vermutlich sexuelle Träume. Auch nächtliche
Samenergüsse beim Mann (Pollutionen) sind
völlig normal. Häufig besteht beim Mann kurz
nach dem Erwachen noch eine Erektion. Das Auftreten von
Erektionen während des Schlafs kann mit Hilfe
einer speziellen Untersuchung, der Phallographie, festgestellt werden.
Ermüdung
Allmähliches Nachlassen der
Leistungsfähigkeit, gepaart mit dem Gefühl,
bald Schlaf zu brauchen. Eine Ermüdung tritt z.B.
nach körperlicher oder geistiger Arbeit, nach
anderen Anstrengungen, aber auch bei seelischer
Belastung sowie Schlafmangel ein. Zu den Folgen der
Ermüdung zählen u.a. nachlassende
Konzentration, Probleme, Dinge im Gedächtnis zu
behalten, zunehmende Gereiztheit sowie das
gehäufte Auftreten von Fehlern bei
durchzuführenden Arbeiten. Wer sehr stark
ermüdet ist, sollte sich eine Ruhepause
gönnen. Selbst wenn diese nur kurze Zeit andauert,
kann sie doch dabei helfen, die Ermüdung zu
überwinden. Sinnvoll ist bei Ermüdung
selbstverständlich auch ein längerer Schlaf.
Die Einnahme aufputschender Medikamente hingegen ist
nicht zu empfehlen, da sie bei längerem Gebrauch
schnell zur Abhängigkeit führen können.
Erregung
Körperlicher und geistiger
Zustand der Aufgeregtheit, in dem viele
Körperfunktionen gesteigert sind, z.B. die
Aufmerksamkeit. In diesem Zustand fällt es schwer
einzuschlafen, denn meistens sind auch die
Stresshormone, die u.a. dafür sorgen, dass man
wach bleibt, sehr aktiv.
Geistiger und/oder
körperlicher Zustand, der durch starke
Beanspruchung hervorgerufen wird und meistens durch
Erholung, Ruhe und/oder Schlaf behoben werden kann. Im
Stadium der Erschöpfung ist ein Mensch kaum mehr
leistungsfähig. Hält die psychische
Erschöpfung über einen längeren Zeitraum
an und bessert sich auch nicht durch Schlaf, spricht
man oft von einem Burn-out-Syndrom, das
medikamentös und/oder mit Hilfe einer
Psychotherapie behandelt werden kann.
Erstickungsgefühle
Atemnot; manche Menschen erwachen
aus dem Schlaf und haben das Gefühl, keine Luft
mehr zu bekommen. Unter Umständen liegt diesem
Gefühl eine Schlaf-Apnoe zugrunde,
bei der es im Schlaf zu länger andauernden
Atemaussetzern kommen kann.
Erwachen
Übergang vom Schlaf in den
Wachzustand; im Elektroenzephalogramm feststellbar
durch die Veränderung der aufgezeichneten Wellen
– es kommen vermehrt Alpha- und Beta-Wellen vor.
Eine ganze Reihe von Menschen
erwacht nachts häufiger zu ähnlichen Zeiten,
zunächst oft ausgelöst durch einen immer
wiederkehrenden Außenreiz, z.B. das Schreien des
eigenen Babys. Dieses Erwachen kann sich nach einiger
Zeit verselbständigen und selbst dann weiter
auftreten, wenn der Außenreiz nicht länger
existiert. Ist es für die Betroffenen nicht
belastend, weil sie gleich wieder einschlafen, stellt
diese Durchschlafstörung keinen Grund zur
Behandlung dar. Können die Betroffenen jedoch
nicht gleich wieder einschlafen, liegen womöglich
geraume Zeit wach und empfinden die Situation als sehr
belastend, weil sie morgens nicht mehr ausgeruht sind,
kann eine medizinische Therapie sinnvoll sein.
Essen in der Nacht
Manche Menschen wachen nachts
regelmäßig mit großem Hunger auf und
sehen sich geradezu dazu gezwungen, nachts etwas zu
essen. Anschließend haben manche Probleme wieder
einzuschlafen. Wird der nächtliche Hunger als
störend empfunden, z.B. weil die
Schlafunterbrechungen dazu führen, dass man sich
morgens nie richtig ausgeschlafen fühlt, handelt
es sich um eine Durchschlafstörung. Hilfreich ist
es für die Betroffenen oft, kurz vor dem
Zubettgehen noch eine kleine Mahlzeit einzunehmen.
Abendtyp, Nachtmensch,
Morgenschläfer; Mensch, der Probleme hat, morgens
früh aufzustehen, und während der
Nachtstunden am aktivsten ist. Eine Eule kann z.B. am
besten nachts arbeiten, hat Schwierigkeiten, früh
ins Bett zu gehen und ist morgens nicht
leistungsfähig, was ihr zu Unrecht oft als
Faulheit ausgelegt wird. Der Grund für diesem dem
üblichen Leben entgegen stehenden Rhythmus liegt
darin, dass die innere Uhr dieser Menschen schlichtweg
anders „läuft“. Der
24-Stunden-Rhythmus wird zwar beibehalten, nur
unterscheiden sich die aktiven und inaktiven Phasen von
denen der meisten Menschen. Eulen sind genauso
leistungsfähig, allerdings zu anderen Zeiten.
In einigen Ländern können
Menschen mit diesem biologischen Rhythmus zu späteren Zeiten mit der Arbeit
beginnen als Frühaufsteher, die so genannten Lerchen.
|