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Halbschlaf
Stadium zwischen Wachen und
Einschlafen. Das Bewusstsein beginnt im Halbschlaf
allmählich „wegzudämmern“,
allerdings führen äußere Reize leicht
dazu, dass die Person, die sich im Halbschlaf befindet,
schnell wieder erwacht.
Sinneswahrnehmung, ohne dass ein
entsprechender Reiz vorliegt, z.B. das Sehen von Dingen
oder das Hören von Tönen, die so nicht zu
sehen oder zu hören sind. Halluzinationen
können auch den Geschmacks-, den Geruchs- oder den
Tastsinn betreffen. Die Personen, die eine
Halluzination haben, nehmen diese als real wahr.
Halluzinationen können u.a. nach dem Gebrauch von
Halluzinogenen auftreten, aber auch nach lang
anhaltendem Schlafentzug oder bei verschiedenen
Erkrankungen (z.B. Psychosen).
Halluzinogene
Substanzen, die bei Einnahme die
Wahrnehmung verändern. So können sie z.B.
dazu führen, dass Bilder gesehen oder Töne
gehört werden, die so gar nicht vorhanden sind.
Die Gedächtnisleistung beeinflussen sie jedoch nur
in geringem Maße. Zu den Halluzinogenen
zählen u.a. LSD und Kokain.
Hang-over
In der Schlafmedizin morgendliche
Restwirkung von abends eingenommenen Schlafmitteln,
die sich u.a. in verzögerten Reaktionen und
anhaltender Müdigkeit bemerkbar macht.
Hauptschlafperiode
Am längsten dauernde
Schlafphase innerhalb von 24 Stunden. In der Regel ist
der Nachtschlaf die Hauptschlafperiode; bei
Schichtarbeitern oder bei Störungen des
Schlaf-wach-Rhythmus kann die Hauptschlafperiode jedoch
auch tagsüber stattfinden.
Hausstaubmilbe
Winziges Spinnentier, das sich von
abgestorbenen Hautschuppen des Menschen ernährt
und bevorzugt in Betten und Teppichen lebt. Der Kot der
Hausstaubmilbe ist mittlerweile nach Pollen
zweithäufigster Auslöser von allergischen
Reaktionen beim Menschen (z.B. von Heuschnupfen und
Hautirritationen). Die meisten Hausstaubmilben in einem
Haushalt finden sich in den Kopfkissen des Bettes.
Selbst bei peinlichster Hygiene
finden sich in Wohnungen und Betten Hausstaubmilben. Um
die Belastung mit dem Kot so gering wie möglich zu
halten, sollten Bettdecken und Kissen
regelmäßig gewaschen werden, am besten bei
90 °C. Das Schlafzimmer sollte zudem ausreichend
gelüftet werden, um möglichst viel Kot, der
sich als feiner Staub absetzt, nach draußen zu
transportieren. Der Fußboden im Schlafzimmer
sollte feucht gewischt bzw. häufig gesaugt werden,
Oberflächen, die feucht abgewischt werden
können, sollten regelmäßig auf diese
Weise gereinigt und vom Staub befreit werden.
Heavy snorer’s disease
(engl.; starke
Schnarcherkrankheit); Stadieneinteilung des durch eine
Verengung der Atemwege hervorgerufenen (obstruktiven) Schnarchens,
wobei der Schnarcher im Stadium 0 nur heftig schnarcht
und in Stadium I infolge längerer Atemaussetzer
des nachts Weckreaktionen des Körpers erfolgen und
der Schnarcher tagsüber aufgrund dessen müde
ist. In Stadium II schnarcht der Schläfer
kontinuierlich während der gesamten Schlafdauer,
die Tagesmüdigkeit tritt sehr deutlich zutage. In
Stadium III schließlich kommt es zu
Herzproblemen, meist zu einer Herzschwäche.
Heilschlafbehandlung
Längerer Schlaf, der durch Schlafmittel ausgelöst
wird und zur Therapie von Krankheiten dienen soll.
Diese Maßnahme wird heute kaum mehr
durchgeführt, da sie die einer Krankheit zugrunde
liegenden Probleme im Allgemeinen nicht löst.
Herzinsuffizienz
Herzschwäche; Unfähigkeit
des Herzens, ausreichend sauerstoffreiches Blut zu den
Körperzellen zu pumpen bzw. sauerstoffarmes Blut
aufzunehmen. Zu den Ursachen gehören u.a. Bluthochdruck,
der z.B. durch eine schwere Schlaf-Apnoe hervorgerufen
werden kann, die koronare Herzkrankheit sowie
Herzrhythmusstörungen. Wichtig ist es, wenn
möglich, die Ursache für die Herzinsuffizienz
zu beseitigen, z.B. eine Schlaf-Apnoe adäquat zu
behandeln. Eine bereits vorliegende Herzschwäche
ist jedoch nicht rückgängig zu machen, sie
kann höchstens symptomatisch weiterbehandelt
werden und man kann darauf achten, dass sie sich nicht
verschlimmert, denn schließlich kann sie zum Tod
führen.
Zu den oft eingeleiteten
therapeutischen Maßnahmen gehören u.a. die
Gabe von entwässernden Medikamenten, den so
genannten Diuretika und Präparate, die das Herz
stärken wie Digitalis. Auch der Verzicht auf Alkohol und
Zigaretten sowie, falls nötig, eine
Gewichtsreduktion sind empfehlenswert.
Herzrhythmusstörung
Oberbegriff für alle
Störungen der Herzfrequenz, unabhängig davon,
ob es sich dabei um eine Verlangsamung (Bradykardie),
eine Beschleunigung (Tachykardie) oder
Unregelmäßigkeiten (Arrhythmie) des
Herzschlags handelt.
Bei der Schlaf-Apnoe kommt
es während der nächtlichen Atemaussetzer oft
zu einer starken Bradykardie, die dazu führen
kann, dass der Körper nicht mehr ausreichend mit
sauerstoffreichem Blut versorgt wird. Erfolgt daraufhin
eine Weckreaktion des Körpers, beschleunigt sich
der Herzschlag urplötzlich; eine Tachykardie kann
die Folge sein, genauso aber Arrhythmien des
Herzschlags. Stellt der Arzt bei der Durchführung
eines Langzeit-Elektrokardiogramms (EKG), das über
einen Zeitraum von wenigstens 24 Stunden die
Herzfrequenz aufzeichnet, nächtliche
Herzrhythmusstörungen fest, liegt eine
Schlaf-Apnoe als Ursache nahe.
Hirnerkrankungen
Man unterscheidet u.a. zwischen
degenerativen (durch lang anhaltende Schädigungen
hervorgerufen) und vaskulären Erkrankungen des
Gehirns, deren Ursache in Veränderungen der das
Hirn versorgenden Blutgefäße liegt. Infolge
der degenerativen Hirnerkrankungen kommt es häufig
zu Veränderungen der Schlafarchitektur, so kann z.B. bei einigen Krankheiten der REM-Schlaf
völlig entfallen, bei anderen verkürzt er
sich. Auch die Tiefschlafphasen können sich
verringern. Bei den vaskulären Hirnerkrankungen
wie Schlaganfall sind häufig Schlafstörungen die Folge. Im Übrigen erhöht eine Schlaf-Apnoe das
Risiko für einen Schlaganfall oder überhaupt
Durchblutungsstörungen des Gehirns.
Hirntumoren
Eine Geschwulst im Bereich des
Gehirns, die gut- oder bösartig sein kann. Jeder
Hirntumor kann zu Schlafstörungen führen, z.B. sind Störungen der Schlafarchitektur häufig.
Histamin
Biogenes Amin,
das u.a. als Neurotransmitter im zentralen Nervensystem wirkt, vor allem
aber auch als Gewebshormon an Reaktionen des Immunsystems und
damit auch an allergischen Reaktionen beteiligt ist.
Nicht zuletzt ist Histamin für die Regulierung des
Schlaf-wach-Rhythmus von Bedeutung.
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Höhenagrypnie
Schlafstörungen, die durch den Aufenthalt in
großen Höhen verursacht werden. Die Ursache
liegt in der geringeren Sättigung der Luft mit
Sauerstoff. Nach einiger Zeit gewöhnt sich der
Körper jedoch an die geänderten
äußeren Bedingungen, falls sie nicht allzu
lebensfeindlich sind, womit sich auch die
Schlafstörungen geben.
Hopfen
Botanischer Name Humulus lupulus;
zu den Hanfgewächsen zählende Pflanze. Hopfen
gilt als beruhigend, entspannend und
schlaffördernd und wird deshalb auch in
pflanzlichen Beruhigungsmitteln gerne verwendet.
Hormone
Botenstoffe, die Informationen
zwischen Organen und Geweben übermitteln und somit
körperliche Reaktionen auslösen. Verschiedene
Hormone werden hauptsächlich während des
Schlafs ausgeschüttet, so z.B. das Wachstumshormon, das zudem den REM-Schlaf
fördert. Manche Hormone gelten als schlafmindern,
z.B. die so genannten Stresshormone, andere haben eine
Auswirkung auf die Schlafarchitektur. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin
beispielsweise sorgt für längere Tief-, und
kürzere REM-Schlafphasen. Aus diesem Grund kann
eine hormonelle Fehlfunktion auch Schlafstörungen hervorrufen.
Auch Wassertherapie; Oberbegriff
für alle Heilanwendungen, bei denen Wasser die
Hauptrolle spielt. Zu den hydrotherapeutischen
Maßnahmen zählen u.a. Bäder, das
Kneippsche Wassertreten, Wickel und Waschungen. Die
Hydrotherapie macht sich zunutze, dass der Reiz von
Wasser mit verschiedenen Temperaturen eine anregende
Wirkung auf das körpereigene Abwehrsystem hat und
es somit stärkt. Auf diese Weise sollen die
Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert
werden und dazu beitragen, Krankheiten zu heilen oder
vorzubeugen. Auch bei Schlafstörungen kann die Hydrotherapie helfen, z.B.
können Entspannungsbäder vor dem Zubettgehen
das Ein- und Durchschlafen fördern. Der Kreislauf
von Personen, die morgens nur schlecht aus dem Bett
kommen, kann durch kühle Waschungen oder
Wassertreten angeregt werden.
Hypersomnie
Schlafstörung, die sich durch
übermäßige Tagesmüdigkeit oder
plötzliches Einschlafen am Tage gekennzeichnet
ist. Die Ursache liegt nicht darin, begründet,
dass der Betroffene nachts zu wenig schläft. Eine
Hypersomnie kann ein Indiz für eine Schlaf-Apnoe
mit häufigen Atemaussetzern und nachfolgenden
Weckreaktionen des Körpers sein. Sie wird in der
Regel erst dann diagnostiziert, wenn sie über
einen längeren Zeitraum besteht. Problematisch ist
die Hypersomnie insbesondere deshalb, weil die
Betroffenen ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr
ausreichend nachgehen können und auch sonst in
ihrem Leben stark eingeschränkt sind, z.B. leidet
die Fahrtüchtigkeit verständlicherweise stark
unter dieser Störung.
Hyperthyreose
Schilddrüsenüberfunktion,
die sich u.a. durch Unruhe, manchmal auch mit Schlafstörungen äußern kann.
Fortsetzung von
Wachtraumerlebnissen, bei denen man kurzzeitig in ein
sehr flaches Schlafstadium (Non-REM-I-Stadium)
fällt und die oft mit einem Schrecken enden, der
zu einem sofortigen Ende des hypnagogen Erlebnisses und
somit zum Erwachen führt.
Hypnogen
Den Schlaf erzeugend.
Hypnophobie
Angststörung, bei der die
Betroffenen sich vor dem Schlaf fürchten und ihn
zu vermeiden suchen. Zu den Gründen für die
Angst, die die Betroffenen immer wieder angeben,
gehört die Tatsache, im Schlaf anderen oder einer
nicht greifbaren Bedrohung ausgeliefert zu sein, weil
sie während dieser Zeit keine bewusste Wahrnehmung
besitzen.
Hypnopomp
Zustand zwischen dem Schlafen und
dem Wachen, also ein kurzzeitiger Zustand, der mit dem
Erwachen einsetzt.
Hypnos
Name des griechischen Gottes des
Schlafs, dessen Bruder der Gott des Todes, Thanatos,
ist. Nicht umsonst spricht man hin und wieder davon,
dass der Schlaf der Bruder des Todes sei. In bildlichen
Darstellungen wird Hypnos mit
Schmetterlingsflügeln an der Schläfe gezeigt.
Hypnose
Zustand, in dem die Betroffenen
zutiefst entspannt sind und ihr Bewusstsein zeitweise
stark eingeengt ist. Die Aufmerksamkeit der Personen,
die sich in einer durch Hypnose hervorgerufenen Trance
befinden, ist auf einen bestimmten Punkt fokussiert;
während der Trance zeigen sich auf dem EEG hauptsächlich Alpha-Wellen.
Während der Trance kann die Person, die sie mit
hervorgerufen hat, der Hypnotiseur, dem Menschen, der
sich in Trance befindet, zuvor abgesprochene
Wahrnehmungen suggerieren, z.B. einen Ekel vor
Zigaretten, um ihm bei der Raucherentwöhnung zu
helfen. Auch gegen bestimmte körperliche Symptome
wie Migräne kann man mit Hilfe der Hypnose
versuchen vorzugehen. Zudem können in der Trance
verdrängte und vergessene Erlebnisse wachgerufen
werden.
Die Hypnose kann
erwiesenermaßen bei Depressionen,
Suchterkrankungen, aber auch bei Schlafstörungen hilfreich sein und andere Therapien
unterstützen. Allerdings muss der Patient der
Hypnose gegenüber positiv eingestellt sein.
Hypopnoe
Zustand, in dem das Atemzugvolumen
um rd. ein Drittel und die Kohlendioxidabatmung um den
gleichen Wert gegenüber einem vorher festgelegten
Ausgangszustand verringert ist. Im Schlaf treten solche
Phasen vor allem bei der Schlaf-Apnoe auf,
die Atmung ist aufgrund von Verengungen im
Hals-Rachen-Raum eingeschränkt, aber – im
Gegensatz zu Apnoephasen – noch vorhanden.
Hyposomnie Schlafstörung, bei
der die Betroffenen zwar nicht gut ein- oder
durchschlafen können, aber immer noch eine
gewisse, meist ausreichende Menge Schlaf bekommen.
Hypoxie
Mangel an Sauerstoff im
arteriellen, das heißt normalerweise
sauerstoffreichen Blut bzw. in den Körperzellen.
Im Rahmen einer Schlaf-Apnoe kann
es nachts häufiger zu einer Hypoxie kommen, die in
der Regel eine Weckreaktion hervorruft.
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