|
Pavor nocturnus oder Nachtschreck;
vor allem bei Kindern im Alter von vier bis zwölf
Jahren des nachts auftretendes Phänomen. Die
Kinder schrecken etwa eine bis drei Stunden nach dem
Einschlafen mit lautem Schreien aus dem Schlaf auf,
sitzen oft senkrecht im Bett, sind nicht ansprechbar,
aber sehr erregt und wirken überaus
ängstlich. Sie lassen sich auch durch ihre Eltern
nicht beruhigen, erkennen diese in der Regel gar nicht.
Zu den weiteren Symptomen zählen eine erhöhte
Herzfrequenz, beschleunigte Atmung, Verwirrtheit sowie
Schweißausbrüche und sich wiederholende
Bewegungsabläufe. Am folgenden Tag oder auch
nachts, wenn das Kind wieder ansprechbar ist, kann es
sich nicht an den Vorfall erinnern.
Die Nachtangst ist in aller Regel
harmlos und tritt meistens auch nur wenige Male auf. In
den meisten Fällen ist sie unbedenklich,
allerdings muss abgeklärt werden, ob nicht
vielleicht eine spezielle Form der Epilepsie vorliegen
könnte, deren Symptome der Nachtangst ähneln.
Ausgelöst werden kann die Nachtangst durch
Stresssituationen am Tag, egal ob positiver (z.B.
Geburtstagsfeier) oder negativer Art. Eine Behandlung
ist im Allgemeinen nicht nötig. Bei sehr
häufig wiederkehrenden Nachtangstepisoden sollte
jedoch auf alle Fälle der Arzt zurate gezogen
werden, der die Nachtangst eventuell medikamentös
behandeln kann. Möglicherweise ist auch eine
psychotherapeutische Behandlung angezeigt. Mit dem
Älterwerden verschwindet die Nachtangst
normalerweise. Erwachsene, die noch darunter leiden,
sollten sich in jedem Fall ärztlich behandeln
lassen.
Nachtesser-Syndrom
Nächtlicher Drang, Nahrung zu
sich zu nehmen, aus dem Grund, weil sie Hunger
verspüren. Im Gegensatz zu Essstörungen wie
der Bulimie kommt es nicht zu Heißhungerattacken,
Nachtesser essen nur so viel, bis ihr Hunger gestillt
ist. Allerdings gibt es Menschen, die nachts mehrfach
aufgrund von Hunger aufwachen. Ihr Schlaf ist
verständlicherweise nicht sehr erholsam, weshalb
man beim Nachtesser-Syndrom auch von einer Schlafstörung spricht.
Tagsüber essen die Menschen,
die unter dem Nachtesser-Syndrom leiden, hingegen oft
zu wenig. Das Frühstück lassen sie vielfach
aus, weil sie von ihren nächtlichen Mahlzeiten
noch gesättigt sind. Da sie nachts gerne
Süßes und Fettreiches zu sich nehmen, leiden
viele Betroffene unter Übergewicht. Die Ursachen
für das Nachtesser-Syndrom sind noch nicht
vollständig geklärt. Man vermutet, dass
sowohl Stress als
auch ein gestörter Schlaf-wach-Rhythmus an dieser
Störung beteiligt sein könnten.
Krankheit, die u.a. durch
übermäßige Tagesschläfrigkeit,
einem plötzlichen Verlust der Muskelspannung
(Kataplexie), Schlaflähmung und kurz vor dem
Einschlafen auftretende Halluzinationen (so genannte hypnagoge Halluzinationen)
gekennzeichnet ist. Bei der Narkolepsie ist zudem in
aller Regel der Nachtschlaf gestört.
Die Tagesschläfrigkeit macht
sich auch durch Schlafattacken bemerkbar; die
Betroffenen schlafen in ausgesprochen unpassenden, oft
sogar gefährlichen Situationen (z.B. beim
Autofahren) ein. Kennzeichnend für die Kataplexie
sind extrem „weiche“ Knie, das Einsacken
des Körpers oder sogar Stürze infolge eines
Verlustes des Muskeltonus. Bei der Schlaflähmung
ist der Körper beim Aufwachen zeitweilig
völlig bewegungsunfähig. Die Betroffenen
können oft zeitweise nicht richtig sprechen.
Die Ursachen der Narkolepsie sind
bislang nicht bekannt; vermutet wird, dass eine
Störung des Schlaf-wach-Rhythmus vorliegt, die
möglicherweise genetisch bedingt ist.
Diagnostiziert wird die Narkolepsie in der Regel im Schlaflabor durch
Schlafmediziner.
Die Behandlung besteht in der Gabe
von Medikamenten, die die Tagesschläfrigkeit
reduzieren. Auch die Symptome von Kataplexie und
Schlaflähmung können durch Medikamente
verringert werden. Daneben sollten die Betroffenen
geregelte Schlaf- und Aufstehzeiten einhalten, sich
tagsüber ein- bis zweimal ein Nickerchen
gönnen und Situationen, in denen eine erhöhte
Unfallgefahr durch die Tagesschläfrigkeit bestehen
könnte, ganz bewusst auf eine Zeit legen, zu der
sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht
einschlafen.
Narkomanie
Abhängigkeit von Medikamenten, die das Einschlafen
oder Durchschlafen fördern bzw. beruhigend wirken.
|
|
(engl.; nasal continous positive
airways pressure; nasale, kontinuierliche
Überdruckatmung); Behandlung der Schlaf-Apnoe
mit Hilfe eines Geräts zur Überdruckatmung. Der Patient trägt nachts eine an das
nCPAP-Gerät angeschlossene Atemmaske, über
die Luft mit erhöhtem Druck in die Atemwege
geblasen wird, so dass diese offen gehalten werden und
es nicht zu Atemaussetzern kommt. Die nCPAP-Geräte
arbeiten mit einem ständig gleich bleibendem
Überdruck, unabhängig davon, ob der Patient
gerade ein- oder ausatmet.
Substanzen, die Informationen
zwischen Nervenzellen weiterleiten. Es gibt eine Reihe
von Neurotransmittern, die an der Steuerung des
Schlaf-wach-Rhythmus beteiligt sind, u.a. die biogenen
Amine (Amine,
biogene), zu denen die Stoffe Dopamin, Adrenalin und
Noradrenalin zählen sowie die zu den
Aminosäuren zählende GABA.
Niedrigdosisabhängigkeit
Bereits bei der therapeutisch
verordneten Einnahme geringer Mengen von
Benzodiazepinen, die zu den Beruhigungsmitteln (Tranquilizer)
zählen, kann es zu einer Abhängigkeit mit den für sie charakteristischen Entzugserscheinungen bei Absetzen der Medikamente
kommen. Auch das Wiederauftreten der Symptome, gegen
die die Benzodiazepine verordnet wurden, kann dazu
führen, dass eine weitere Verordnung
gewünscht wird.
Nikotin
Vorrangig in der Tabakpflanze und
damit auch in allen Tabakprodukten vorkommendes
Alkaloid, das in geringen Dosen (wie z.B. in Zigaretten
enthalten) eine anregende Wirkung besitzt. Kurzzeitig
steigert es die Aufmerksamkeit sowie die
Merkfähigkeit und die Konzentration. In
größeren Mengen wirkt es tödlich; die
Aufnahme eines Milligramms pro Kilogramm
Körpergewicht führt zum Tod. Zudem handelt es
sich beim Nikotin um einen Stoff, der rasch zur Abhängigkeit führt – ein Grund, warum
Raucher so schlecht mit dem Rauchen aufhören
können.
Auch NREM-Schlaf (engl.;
Non-rapid-eye-movement-Schlaf; Schlaf ohne rasche
Augenbewegungen); Schlafstadien,
die sich vom REM-Schlaf
darin unterscheiden, dass die raschen Augenbewegungen
unter den Augenlidern fehlen und dass mit dem EEG andere Frequenzen als im REM-Schlaf
gemessen werden. Man unterscheidet vier
Non-REM-Schlafstadien: das Stadium Non-REM 1, das auch
als Einschlafstadium bezeichnet werden kann, das
Stadium Non-REM 2, das sich durch sehr leichten Schlaf
auszeichnet, aus dem der Schlafende leicht geweckt
werden kann, das Stadium Non-REM 3, in dem der
Schlafende schon fester schläft, und das Stadium
Non-REM 4, den so genannten Tiefschlaf.
Non-REM-Narkolepsie
Idiopathische ZNS-Hypersomnie;
Krankheit des zentralen Nervensystems (also vor allem
des Gehirns), bei der die Betroffenen nachts oft
länger als der Durchschnitt der Bevölkerung
schläft, gleichzeitig aber dennoch unter starker
Tagesschläfrigkeit leidet und aus diesem Grund
tagsüber oft noch längere Schlafphasen
einlegen, die in der Regel vorwiegend aus Non-REM-Schlaf bestehen. Im Gegensatz zur Narkolepsie werden Patienten mit der
Non-REM-Narkolepsie tagsüber nicht vom Schlaf
überfallen, sondern sind schlicht müde und
müssen deshalb auch einen Schlaf von längerer
Dauer einlegen.
Die Ursachen für die
Erkrankung sind noch nicht vollständig
geklärt; eine erbliche Veranlagung wird in vielen
Fällen angenommen, nicht selten geht der Krankheit
auch eine Virusinfektion voraus. Die Behandlung besteht
in der Gabe von Medikamenten, z.B. dem unter das
Betäubungsmittelgesetz fallenden, aufputschend
wirkenden Methylphenidat, aber auch in der Einhaltung
fester Schlafenszeiten. Wichtig für Personen mit
Non-REM-Narkolepsie ist zudem, dass sie sich
tagsüber Zeiten schaffen, in denen sie schlafen
können.
Non-REM-Traum
Normalerweise träumt man nur
während des REM-Schlafs,
nicht selten berichten jedoch Menschen nach dem
Aufwachen aus den zwei tiefsten Phasen des Non-REM-Schlafs von kurzen, oft angsterfüllten
Erinnerungen, die jedoch von den Wenigsten als Traum
bezeichnet werden würden.
Noradrenalin
Zu den Katecholaminen
zählender Überträgerstoff zwischen den
Nervenzellen (Neurotransmitter). Das Noradrenalin hat eine anregende Funktion
und spielt eine Rolle im Schlaf-wach-Rhythmus, so hemmt
es, kommt es in höherer Konzentration im
Körper vor, den REM-Schlaf.
Nykturie
Vermehrter Drang, nachts Wasser zu
lassen. Zu den Ursachen für eine Nykturie
zählen u.a. eine Herzschwäche
(Herzinsuffizienz), aber auch eine gutartige
Prostatavergrößerung. Durch die Nykturie
wird der Nachtschlaf unterbrochen, infolge dessen ist
der Schlaf weniger erholsam.
|