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Panik 
Zustand größter Angst, in dem kaum noch vernünftige, das heißt willentlich gesteuerte Reaktionen möglich sind. Menschen in Panik bangen in der Regel um ihr Leben, unabhängig davon, ob es wirklich einen Grund dafür gibt oder nicht. Sie reagieren auf die Panik instinktgesteuert entweder mit Flucht, Kampf oder einer inneren wie auch äußeren Lähmung. Menschen, die unter einer Angst- oder einer Panikstörung leiden, können auf äußere bzw. innere Reize, die in der Realität nicht bedrohlich sind, mit so genannten Panikattacken reagieren. Das heißt sie leiden plötzlich unter fürchterlicher Angst und ihr Körper reagiert mit Zittern, Schweißausbrüchen, Herzrasen und Taubheitsgefühlen. Eine solche Panikstörung kann unter Umständen auch zu Schlafstörungen führen. Sie wird im Allgemeinen mit einer Verhaltenstherapie sowie mit Angst lösenden Medikamenten (Anxiolytika) sowie Antidepressiva behandelt.

Paradoxer Schlaf
Synonym für den REM-Schlaf

Störungen, die beim Erwachen, beim Wechsel der Schlafstadien oder beim teilweisen Erwachen vorkommen und den Schlaf stören bzw. unterbrechen. Bei den Parasomnien ist das zentrale Nervensystem aktiviert, was sich z.B. durch Bewegungen oder in einer Aktivierung des vegetativen, also nicht willentlich steuerbaren Nervensystems bemerkbar macht. Parasomnien führen nicht zu Ein- oder Durchschlafstörungen, auch bleibt der Schlaf nach wie vor erholsam – Tagesmüdigkeit infolge von Parasomnien tritt somit nicht auf.
Zu den Parasomnien zählen u.a. das Schlafwandeln, der Nachtschreck, Schlaftrunkenheit beim Erwachen, Zuckungen beim Einschlafen, der Bruxismus, Albträume, die Jactatio capitis nocturna (nächtliches Kopfwackeln), aber auch das Sprechen im Schlaf. Leider gehört auch der plötzliche Kindstod (SIDS) zu den Parasomnien.
Charakteristisch für fast alle Parasomnien ist, dass sie vorwiegend im Kindesalter auftreten und sich im Erwachsenenalter meistens geben.

Parkinson-Syndrom 
Auch Parkinson’sche Krankheit, Parkinson-Krankheit, Morbus Parkinson oder Paralysis agitans; allmählich fortschreitende Nervenerkrankung, die sich vor allem durch Muskelstarre und Muskelzittern sowie Bewegungsarmut und schließlich Bewegungslosigkeit auszeichnet. Ursache ist das Verschwinden von Nervenzellen, die den Neurotransmitter Dopamin herstellen, was letztlich dazu führt, dass zu wenig Dopamin produziert wird, das umgangssprachlich auch als Glückshormon bezeichnet wird und die Motorik aktivierend beeinflusst. Das Parkinson-Syndrom zieht meist auch eine Reihe von Schlafstörungen nach sich, u.a. sind die Träume verändert, die Bewegungen im Schlaf ändern sich, es kommt zu Ein- und Durchschlafstörungen und zu vermehrter Tagesschläfrigkeit. Zu den Ursachen hierfür gehört eine gestörte Schlaf-wach-Steuerung.
Die Behandlung der Krankheit erfolgt bislang symptomatisch; das fehlende Dopamin wird entweder durch eine Vorstufe, das so genannte L-Dopa, oder Dopaminagonisten ersetzt. Das Voranschreiten der Krankheit wird dadurch zwar gebremst, aber nicht völlig aufgehalten. Die mit dem Parkinsom-Syndrom einhergehenden Schlafstörungen können zudem medikamentös abgemildert werden.

Pavor nocturnus Nachtangst

Auch nächtlicher Myoklonus; in regelmäßigen Abständen stattfindende Bewegungen der Gliedmaßen, insbesondere der Beine, die unwillkürlich während des Non-REM-Schlafs stattfinden. Der große Zeh wird wiederholt gestreckt, auch die Fußgelenke beugen sich dabei häufig, genauso die Knie und die Hüfte. Diese Bewegungen erfolgen in einem bestimmten Abstand, oft handelt es sich dabei um Intervalle von etwa einer halben Minute; in jedem Fall müssen sie wenigstens in einer Stunde des Schlafs fünfmal vorkommen, um als periodische Bewegungen der Gliedmaßen bezeichnet werden zu können. Die Bewegungen können in jedem Non-REM-Schlafstadium vorkommen und führen nicht selten zu kurzen, von den Patienten nicht festgestellten Weckreaktionen. Auch wenn die Betroffenen die Bewegungen nicht registrieren, fühlen sie sich am Tag doch häufig müde, schlafen z. T. sogar aufgrund von Übermüdung kurzzeitig ein. Das Restlegs-Legs-Syndrom geht nicht selten mit den periodischen Bewegungen einher.
Mit zunehmendem Alter häuft sich das Phänomen der periodischen Bewegungen der Gliedmaßen im Schlaf. Kommt es im Alter von 30 bis 50 nur bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung vor, sind es bei den Personen über 50 bereits 25%, bei den über 65-Jährigen sogar mehr als 40%. Man schätzt, dass ca. 15% aller Personen, die unter Schlafstörungen leiden, von dem Phänomen betroffen sind. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Eine erbliche Veranlagung wird in einem Teil der Fälle angenommen, aber genauso können Alkoholmissbrauch, Krankheiten der Nieren, Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen sowie die Einnahme bestimmter Medikamente das Auftreten der periodischen Bewegungen der Gliedmaßen begünstigen. Eine Diagnose erfolgt in der Regel im Schlaflabor.
Unter Umständen kann die Einnahme von Dopamin-Agonisten oder L-Dopa die Bewegungen reduzieren; wichtig ist jedoch vor allem, einige Regeln vor dem Schlafengehen einzuhalten. So sollte man täglich, auch am Wochenende, zur etwa gleichen Zeit aufstehen. Etwa sechs Stunden vor dem Schlafengehen sollte man auf Alkohol und Koffein verzichten. Kurz vor dem Schlafen sollte man nicht rauchen. Zudem sollte man nur ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.

Penis-Plethysmographie; Aufzeichnung des Auftretens von Erektionen. In der Regel im Schlaf durchgeführte Untersuchung, bei der ein Gerät, der so genannte Plethysmograph Umfang und Steife des Penis misst. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob eine erektile Dysfunktion eine körperliche Ursache hat.

Phasische Aktivierungen Aktivierungen, phasische

Phobie 
Fortdauernde, unbegründete Angst vor eigentlich harmlosen Gegenständen, Situationen, Tätigkeiten bzw. Personen. Bei einer Phobie versucht die betroffene Person den Angstauslöser zu vermeiden, z.B. wird bei einer Spinnenphobie versucht, keine Fotos von Spinnen oder Spinnen selbst anzuschauen. Die Phobie kann sich zu einer Angststörung entwickeln, wenn die Betroffenen so weit gehen, dass sie ihre Lebensführung als Folge der Angst zum Teil stark einschränken, z.B. aus Angst vor Krankheitserregern oder vor Menschen nicht mehr aus dem Haus gehen. Infolge der Angststörung kann es auch zu Schlafstörungen kommen. Bei Begegnungen mit dem Angstauslöser kommt es oft zu Panikattacken (Panik). Spätestens, wenn das Leben durch die Phobie eingeschränkt wird, ist eine Behandlung unerlässlich. Sie besteht in der Regel in einer Verhaltenstherapie, bei der die Betroffenen lernen, sich ihren Ängsten zu stellen und mit ihnen umzugehen, sowie in der Gabe von Angst lösenden Medikamenten, oft auch von Antidepressiva.


Photoperiode 
Die Zeit, in der es während einer Hell-Dunkel-Periode Licht gibt, z.B. die des Sonnenlichts während des Tag/Nacht-Rhythmus.

Pickwick-Syndrom
Obesitas-Hypoventilationssyndrom; Fettsucht (Adipositas), gepaart mit einem immensen Schlafbedürfnis. Zu den Folgen des Übergewichts zählt u.a. die Einengung der oberen Atemwege, wodurch es nachts vermehrt zu Atemaussetzern (Schlaf-Apnoe) kommt. Als Folge der Schlaf-Apnoe wiederum kommt es zu einer übermäßigen Tagesschläfrigkeit und – auch in unangemessenen Situationen – zum kurzzeitigen Einnicken.

Plazeboeffekt 
Positive Wirkung auf eine Krankheit oder einen körperlichen Zustand, der durch ein Scheinmedikament, also ein Medikament ohne Wirkung, ausgelöst wird. Allein der Glaube an die Wirkung eines Medikaments kann somit eine Besserung von Symptomen auslösen.

Plötzlicher Kindstod SIDS

Eigentlich Somnopolygraphie; Aufzeichnung verschiedener Signale des menschlichen Körpers während des Schlafs, z.B. der Hirnströme mit dem EEG, der Augenbewegungen mit dem EOG und der Herztätigkeit mit dem EKG.

Power Nap
(engl.; im übertragenen Sinne kräftigendes Nickerchen), auch Superschlaf; kurzes Nickerchen zur Steigerung von Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, das am besten während des Mittagstiefs gehalten wird. Ein solcher, leistungssteigernder Kurzschlaf sollte maximal 25 Minuten dauern, da sonst die Tiefschlafphase beginnt und man nach dem Aufwachen noch matter als zuvor ist. Studien haben erwiesen, dass mit Hilfe eines solchen kurzen Schlafs das Abfallen der Leistungsfähigkeit am Nachmittag wirkungsvoll verhindert werden kann.

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
Entspannungsmethode, bei der die verschiedenen Muskeln des Körpers nacheinander eine Weile angespannt, danach wieder entspannt werden. Die progressive Muskelrelaxation kann dazu beitragen, einen Zustand körperlicher und seelischer Ruhe zu erreichen, der sich positiv auf das Ein- und Durchschlafen auswirkt. Bei seelischen Belastungen ist es sehr zu empfehlen, Stress mit Hilfe einer solchen Entspannungsmethode abzubauen, um einen erholsamen Schlaf zu fördern.

Prolaktin 
Laktrotropes Hormon, Laktotropin; Hormon, das von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet und vor allem nachts ausgeschüttet wird. Es ist u.a. für die Milchbildung in den Brustdrüsen während der Stillzeit zuständig. Erhöhte Prolaktinwerte im Blut hemmen bei der Frau den Eisprung, beim Mann sind sie anscheinend an der Entstehung von Erektionsstörungen mitbeteiligt, zudem sorgen sie vermutlich für längere Tiefschlafphasen.

Prostaglandine 
Oberbegriff für eine Reihe von Gewebshormonen, die von den meisten Organen aus einem Stoff namens Arichodonsäure hergestellt werden. Sie sind u.a. an der Blutgerinnung mitbeteiligt, kommen im Sperma vor und spielen eine Rolle bei entzündlichen Prozessen. In Labortests hatten verschiedene Prostaglandine eine unterschiedliche Wirkung auf die Schlafarchitektur: Prostaglandin-D2 beispielsweise erhöhte die Dauer der Non-REM-Schlafphasen.

Psychomotorik 
Ineinandergreifen von Bewegungsabläufen und seelischem Erleben bzw. seelischen Zuständen. Die Psychomotorik geht davon aus, dass sich die seelische Entwicklung in den Bewegungen niederschlägt und jeder Mensch, abhängig von seinem seelischen Zustand und Temperament ganz eigene Bewegungsmuster entwickelt. Krankheiten des zentralen Nervensystems können die Psychomotorik nachhaltig stören, Schlafprobleme haben vermutlich jedoch nur einen geringen Einfluss auf sie.

Psychopharmaka 
Medikamente, die den psychischen Zustand eines Menschen sowie sein Erleben beeinflussen können. Psychopharmaka werden zur Behandlung psychischer Störungen, z.B. von Depressionen, Panikstörungen (Panik), eingesetzt. Zu ihnen zählen u.a. Antidepressiva, Anxyolitika (Angst lösende Medikamente) und Tranquilizer, aber auch Schlafmittel gehören in gewissem Maße zu den Psychopharmaka.

Psychose 
Oberbegriff für schwere seelische Störungen, die zu einem zeitweiligen Verlust des Gefühls für die Realität führen bzw. mit ihm einhergehen. Zu ihnen gehören u.a. die Schizophrenie, aber auch manisch-depressive Erkrankungen. Mit einer Psychose gehen im Allgemeinen Wahnvorstellungen sowie Halluzinationen einher. Auch Schlafstörungen sind bei Psychosen sehr häufig: Vermehrte Müdigkeit sowie Ein- oder Durchschlafprobleme gehören oft zu den Symptomen einer Psychose.

Psychostimulanzien 
Psychotonika, Stimulanzien; Stoffe, die eine anregende Wirkung auf Körper und Psyche ausüben. Sie sorgen zumindest zeitweise für einen Anstieg der geistigen Wachheit, für eine erhöhte Aufmerksamkeit und größere Konzentrationsfähigkeit. Zu den Psychostimulanzien werden u.a. Amphetamine, aber auch Stoffe wie das Koffein gerechnet.

Psychotherapie 
Oberbegriff für Verfahren, mit denen psychische Krankheiten und Störungen, aber auch Verhaltensauffälligkeiten und subjektive Leidenszustände behandelt werden können. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Behandlungsverfahren, u.a. die Gesprächspsychotherapie, die Verhaltenstherapie sowie psychoanalytische Verfahren. Mit ihrer Hilfe wird z.B. versucht, die Ursache für die Störung zu finden und zu beheben oder Einstellungen zu ändern, damit es zu einer anderen Wahrnehmung des Erlebten kommt. Verläuft die Psychotherapie erfolgreich, können damit auch Begleiterscheinungen der Störung, z.B. Schlafstörungen, behandelt werden.

Pupille 
Öffnung der Iris des Auges, durch die das Licht zu den Sehnerven gelangt. Die Größe der Pupille wird durch den Lichteinfall gesteuert, bei sehr hellem Licht verengt sie sich, bei schlechten Lichtverhältnissen vergrößert sie sich. In den Non-REM-Schlafstadien verengt sie sich ebenfalls; am kleinsten ist die Pupille im Tiefschlaf. Im REM-Schlaf vergrößert sich ihr Durchmesser wieder ein wenig.
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Rapid eye movement REM

Stoffe, die nach ihrer Einnahme zu einem veränderten Bewusstseinszustand führen (z.B. Alkohol, Drogen wie Heroin, aber auch bestimmte Medikamente). Der Gebrauch von Rauschmitteln kann zu einer Abhängigkeit von ihnen führen.

RDI 
Abkürzung für respiratory disturbance index (engl.; Atemstörungsindex); Wert, der die Zahl der Atemaussetzer und der Atemzüge mit einer Minderversorgung mit Sauerstoff pro Stunde des Schlafs angibt.

Reaktionsfähigkeit 
Die Fähigkeit auf einen Reiz schnell und angemessen zu reagieren. Je müder eine Person ist, umso langsamer reagiert sie auf Außenreize. Auch Medikamente, z.B. Tranquilizer, können die Reaktionsfähigkeit negativ beeinflussen.

Rebound-Effekt 
Phänomen, dass es nach Absetzen eines Medikaments oder einer anderen Wirksubstanz zu einem verschlimmerten Auftreten eines oder mehrerer mit Hilfe des Stoffs behandelten Symptome kommt, z.B. zu Schlafstörungen nach Absetzen bestimmter Schlafmittel. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um Entzugserscheinungen.

Rebound-Insomnie 
Schlafstörungen, die nach dem Absetzen eines Schlafmittels auftreten und oft als stärker empfunden werden als vor der Einnahme des Medikaments.

Refluxkrankheit 
Erkrankung, bei der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Bei anhaltendem Rückfluss des sauren Mageninhalts wird die empfindliche Wand der Speiseröhre geschädigt und es kann zu Entzündungen, Geschwüren und nach einigen Jahren auch zu einer Umbildung des Speiseröhrengewebes und nachfolgend zu Speiseröhrenkrebs kommen. Grund ist in der Regel ein unzureichender Verschluss des Magens zur Speiseröhre hin, wobei dieser wiederum verschiedene Ursachen haben kann, z.B. einen Zwerchfellbruch (Hiatushernie). Auch Menschen mit Schlaf-Apnoe sind häufiger von der Refluxkrankheit betroffen, da es im Schlaf bei ihnen oft zu starken Druckschwankungen in der Speiseröhre kommt. Zu den Symptomen einer Refluxkrankheit gehört vor allem (starkes) Sodbrennen, insbesondere im Liegen und damit auch im Schlaf kann es auch zu einem Rückfluss von Mageninhalt bis in den Mund kommen. Durch letzteres Symptom verengen sich die Atemwege oft noch mehr, wodurch sich eine Schlaf-Apnoe verschlimmern kann. Übelkeit und Erbrechen gehen ebenfalls zum Teil mit einer Refluxkrankheit einher. Behandelt wird die Refluxkrankheit zunächst medikamentös, am sinnvollsten mit so genannten Protonenpumpenblockern (PPI). Ist die Compliance schlecht, werden die Medikamente nicht gut vertragen oder handelt es sich noch um recht junge Patienten, kommt auch eine Operation infrage, mit der der Mageneingang künstlich eingeengt wird, um einen weiteren Rückfluss von Mageninhalt zu vermeiden.

REM 
(engl.; rapid eye movement; schnelle Augenbewegung); rasche Augenbewegungen, die während des Wachens und des REM-Schlaf (in diesem Fall unter geschlossenen Augenlidern) festgestellt werden können. Gemessen werden die Augenbewegungen mit Hilfe der Elektrookulographie. Die Ursache für die Augenbewegungen im REM-Schlaf ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass der Schlafende die Traumbilder, die einzig im REM-Schlaf auftreten, mit seinen Augen verfolgt, andere gehen davon aus, dass die Augenbewegungen allein durch eine Enthemmung bestimmter die Augenmotorik steuernder Nerven verursacht werden.

REM-Latenz 
Zeitspanne zwischen Einschlafen und dem ersten Einsetzen des REM-Schlafs, wobei dieser Traumschlaf eine gewisse Zeit dauern muss, um wirklich als REM-Schlafstadium bezeichnet werden zu können.

REM-Quote 
Anteil des REM-Schlafs an der Gesamtschlafsdauer. Bei Erwachsenen liegt der Anteil bei etwa einem Viertel (rd. zwei Stunden), bei kleinen Kindern höher. Säuglinge etwa verbringen rd. neun Stunden ihres Schlafs im REM-Schlaf. Durch bestimmte Krankheiten oder auch durch die Einnahme verschiedener Medikamente kann die REM-Quote verringert sein.

Paradoxer Schlaf; Schlafstadium, das sich durch rasche Augenbewegungen, durch einen extrem schlaffen Muskeltonus, in dessen Folge der Körper praktisch unbeweglich ist, und durch spezielle EEG-Muster auszeichnet.
Oft wird der REM-Schlaf auch als Traumschlaf bezeichnet, denn während dieses Schlafstadiums träumt der Schlafende hauptsächlich. Traumepisoden, die im Non-REM-Schlaf vorkommen, werden von den Schlafenden im Allgemeinen nicht als Traum gewertet. Nicht selten sind die Träume des REM-Schlafs auch nach dem Aufwachen noch im Gedächtnis, insbesondere Albträume. Zum Ende der Schlafenszeit werden die REM-Schlafphasen häufiger und länger.
REM-Schlaf kommt bei allen Säugetieren vor; seine Funktion ist noch nicht vollständig geklärt, vermutet wird aber, dass dieses Schlafstadium für Lernprozesse von Bedeutung ist. Möglicherweise verarbeitet der Schlafende im REM-Schlaf auch die auf ihn während des Tages eingeströmten Sinneseindrücke. Dass der REM-Schlaf eine größere Bedeutung besitzen muss, zeigt sich darin, dass sich bei Versuchspersonen der REM-Schlaf nach Entzug der REM-Schlafphasen in den darauffolgenden Nächten verlängerte.
Für den schlaffen Muskeltonus während des REM-Schlafs gibt es übrigens eine recht einfache Erklärung: Es handelt sich um einen Schutz des Körpers vor zu heftigen Bewegungen, die unter Umständen durch die Träume ausgelöst werden können.








REM-Traum 
Während des REM-Schlafs erlebtes „Kopfkino“. Zwar gibt es auch während des Non-REM-Schlafs kurze Traumepisoden, doch werden die von den Schlafenden nicht als wirklicher Traum wahrgenommen. Einzig die REM-Träume werden als Träume gewertet, die zum Teil auch nach dem Aufwachen noch im Gedächtnis sind. Auch wenn man keine Erinnerung daran hat, geträumt zu haben, kommen während des REM-Schlafs Träume vor.

Resorption 
Aufnahme eines Wirkstoffes (z.B. eines Arzneimittelwirkstoffs) durch den Organismus.

Responder 
Patient, der auf eine bestimmte Behandlung, gleich ob medikamentöser oder anderer Art, anspricht. Daneben gibt es die Non-Responder, die auf die Therapie nicht reagieren.

(engl.; Syndrom der ruhelosen Beine), RLS; Missempfindungen in den Beinen im Ruhezustand, die zu einem nahezu unwiderstehlichen Bewegungsdrang führen, da dieser die Empfindungen lindert. Auch unwillkürliche Bewegungen kommen als Folge der Gefühlsstörung vor. Da die Symptome insbesondere im Bett auftreten, kommt es zu zum Teil massiven Schlafstörungen – sowohl das Ein- als auch das Durchschlafen ist oft problematisch. Das RLS äußert sich in einem heftigen Kribbeln, Ziehen oder auch zu Schmerzen. Durch Bewegung und Anspannung der Muskeln verschwinden diese Gefühle in der Regel sofort, kehren aber auch rasch zurück, wenn die Betroffenen sich erneut im Ruhezustand befinden. Hauptsächlich treten die Missempfindungen nachts auf. Abzugrenzen ist das RLS von den periodischen Bewegungen der Gliedmaßen, die im Schlaf auftreten.
Die Ursachen für das RLS sind noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass in einem Teil der Fälle eine erbliche Veranlagung besteht, bei anderen Personen trat das RLS erstmals während oder nach einer Schwangerschaft, als Folge von Erkrankungen, z.B. Arthritis oder Krankheiten des Nervensystems, oder im Anschluss an die Einnahme bestimmter Medikamente (u.a. Antidepressiva) erstmals auf.
Die Behandlung besteht, falls möglich, in der Beseitigung des Auslösers. Wurde das RLS durch Arzneimittel hervorgerufen, ist dies ziemlich einfach. Kann kein Auslöser gefunden bzw. kann er nicht beseitigt werden, besteht die Behandlung meist in der Gabe von Medikamenten, denn der Leidensdruck der Patienten ist ziemlich groß, zumal sie durch den gestörten Nachtschlaf tagsüber häufig müde sind. Zu den Arzneimitteln, die eingesetzt werden, gehören das L-Dopa und Dopaminagonisten. Aber auch die Gabe von Opioden kann in schweren Fällen des RLS angezeigt sein. In Erprobung ist eine Therapie mit intravenösen Eisenpräparaten, die in Studien bereits Erfolge zeigte.

Retrognathie 
Fehlstellung des Kiefers, bei der der Unterkiefer nach hinten verlagert ist. Als Folge einer solchen oder anderen Kieferfehlstellung kann es zu Wirbelsäulenbeschwerden und Rückenschmerzen kommen, die den Nachtschlaf massiv stören können. Die Behandlung besteht oft in der Anfertigung einer Aufbissschiene, welche die Kieferfehlstellung korrigiert. Dadurch werden meist auch die Schlafstörungen beseitigt. Unter Umständen kann eine Kieferfehlstellung auch zu einer Schlaf-Apnoe führen. Wird diese beseitigt (in einigen Fällen auch durch Operation), bekommen die Betroffenen nachts wieder Luft.

Rett-Syndrom 
Erkrankung des Gehirns, die durch schwere Entwicklungsstörungen gekennzeichnet ist und fast ausschließlich Mädchen betrifft. Nach der Geburt entwickeln sich die Betroffenen zunächst normal, aber etwa ab dem sechsten Lebensmonat sind die ersten Anzeichen der Krankheit zu erkennen: Es kommt zu einem Entwicklungsstillstand, ab etwa dem zweiten Lebensjahr zu einem Entwicklungsrückgang – bereits erlernte Fähigkeiten werden wieder verlernt. Das Rett-Syndrom äußert sich weiterhin mit epileptischen Anfällen, immer gleiche Handbewegungen, oft sind auch Symptome des Autismus zu erkennen, d. h. das Kind zieht sich in sich zurück, nimmt keinen normalen Kontakt mit der Umwelt auf. Zudem kommen oft Atemaussetzer im Wachzustand und Schlafstörungen (das Kind erwacht nachts häufiger) vor.
Hervorgerufen wird das Rett-Syndrom durch Veränderungen des Erbguts, die angeboren sind. Eine Heilung des Rett-Syndroms gibt es nicht, die Betroffenen sind ihr Leben lang auf die Hilfe anderer angewiesen. Physiotherapie, Ergotherapie und andere Behandlungsmethoden können jedoch dazu beitragen, dass die Betroffenen Entwicklungsfortschritte machen.

Zellen oder Zellbestandteile, die als Empfänger eines oder mehrerer chemischer, physikalischer oder biologischer Reize dienen, diese aufnehmen und in für die jeweilige Empfängerzelle oder das jeweilige Empfängerorgan verständliche Informationen umwandeln. Auf diese Weise werden im Körper die verschiedensten Prozesse in Gang gebracht, z.B. besetzen auch Arzneimittelwirkstoffe bestimmte Rezeptoren im Körper und lösen damit den erwünschten Vorgang (z.B. Schmerzlinderung) aus.
Im Körper unterscheidet man u.a. Chemorezeptoren, die für chemische Stoffe (z.B. auch Hormone) empfänglich sind, Barorezeptoren, die auf Druck reagieren, Photorezeptoren, die für Lichteinflüsse empfänglich sind, oder Schmerzrezeptoren, die auf schmerzauslösende Reize reagieren.

Rhythmus, biologischer Biologischer Rhythmus

Rhythmus, zirkadianer Zirkadianer Rhythmus


Rückenschule für das Bett
Viele Menschen leiden aufgrund von Rückenproblemen, die durch falsches Liegen hervorgerufen werden, unter Schlafstörungen. Der Rücken sollte nachts weitgehend entlastet werden. In der Bauchlage jedoch fallen die meisten Menschen ins Hohlkreuz. Bauchschläfer sollten sich daher ein kleines Kissen unter den Bauch legen, das dieses Problem verhindert. Wer gerne auf dem Rücken schläft, muss darauf achten, ein nicht zu dickes Kopfkissen zu verwenden, um Wirbelsäulenprobleme zu vermeiden. Ein zusätzliches kleines Kissen unter den Knien sorgt dafür, dass man auch in der Rückenlage nicht ins Hohlkreuz fällt. Am entlastendsten für den Rücken ist die Seitenlage mit angewinkelten Knien. Auch hier gilt: Das Kissen darf nicht zu dick sein.