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Schlafmittelintoxikation
Schlafmittelvergiftung;
körperlicher Zustand nach Überdosierung von Schlafmitteln
bzw. nach der Einnahme größerer Mengen
Schlafmittel in Kombination mit anderen Stoffen (z.B. Alkohol), der
in den Tod münden kann. Nach der Einnahme einer
Überdosis Schlafmittel kann u.a. das Atemzentrum
versagen, so dass die Atmung ausfällt. Auch das
Herz kann versagen. Die Akuttherapie besteht u.a.
darin, das Schlafmittel und eventuelle andere Stoffe
aus dem Körper zu entfernen, z.B. durch
Auslösen von Erbrechen, oft auch in der Beatmung
und dem Versuch, die Körperfunktionen zu
stabilisieren.
Schlafprotokoll
Aufzeichnung des subjektiv
empfunden Schlafverhaltens einer Person sowie der
während des Schlafs mit Hilfe von Geräten und
Beobachtungen ermittelten Ergebnisse.
Schlafqualität
Subjektiv empfundene Güte des
Schlafs, was sowohl Länge als auch Erholung und
die Zeit umfasst, die zum Einschlafen notwendig ist.
Die so empfundene Schlafqualität kann sich
durchaus von der objektiv messbaren Schlafqualität
unterscheiden, die sich ebenfalls aus der Schlafdauer,
der Einschlafzeit sowie der Erholung, aber auch dem
REM-Anteil am Gesamtschlaf zusammensetzt.
Einschränkung des Schlafs;
mögliches Mittel zur Behandlung von Schlafstörungen. Menschen, die Probleme mit dem
Durchschlafen haben, wird manchmal empfohlen, eine
maximale Zeitdauer festzulegen, die sie im Bett
verbringen dürfen. Diese liegt jedoch deutlich
unter der Zeit liegt, die sie zu schlafen
wünschen, z.B. anfangs bei nur vier Stunden. Wird
diese Schlafdauer als
erholsam empfunden und kommt es nicht zu weiteren
Schlafstörungen, kann die im Bett verbrachte Zeit
schrittweise verlängert werden, bis die
gewünschte Schlafdauer erreicht und der Betroffene
mit der Qualität seines Schlafs zufrieden ist.
Schläfrigkeit
Messbare Stärke des inneren
Zwangs sich zur Ruhe zu begeben und einzuschlafen. Die
Schläfrigkeit lässt sich messen, indem
getestet wird, wie stark ein Reiz sein muss, um die
Versuchsperson wach zu halten. Dabei gilt die
Faustformel: Je stärker der Reiz, umso
größer die Schläfrigkeit.
Für das Schlafstadium Non-REM 2
charakteristische Wellenmuster im Elektroenzephalogramm
(EEG). Es handelt sich um Wellenfolge mit einer
Frequenz von zwölf bis 14 Hertz, die rd. eine bis
zwei Sekunden dauert.
Der Schlaf lässt sich anhand
von charakteristischen Wellenmustern im
Elektroenzephalogramm (EEG) in verschiedene Stadien
einteilen, die sich grob in den Nicht-Traumschlaf ohne
rasche Augenbewegungen (Non-REM-Schlaf) sowie den Traumschlaf mit raschen
Augenbewegungen unter den Lidern (REM-Schlaf)
unterteilen lassen. Der Non-REM-Schlaf lässt sich
hinsichtlich der Schlaftiefe nochmals in vier Stadien
unterteilen.
Das Stadium Non-REM 1 (auch als
NREM 1 bezeichnet) ist durch das Auftreten von Theta-Wellen
gekennzeichnet; man bezeichnet es auch als sehr
leichten Schlaf, aus dem der Schlafende leicht
aufgeweckt werden kann. Im Stadium Non-REM 2 (NREM 2)
herrschen ebenfalls Theta-Wellen vor; es sind jedoch
auch Schlafspindeln zu entdecken. Bei dieser Schlafphase
handelt es sich ebenfalls noch um recht leichten
Schlaf. Im Stadium Non-REM 3 (NREM 3)treten im EEG
hauptsächlich Delta-Wellen
und so genannte K-Komplexe auf. Jetzt ist der Schlaf
schon recht tief; es ist ein stärkerer Reiz
erforderlich, um den Schlafenden zu wecken. Das
Schlafstadium Non-REM 4 (NREM 4) wird auch als
Tiefschlaf bezeichnet. Charakteristisch für diese
Schlafphase sind ebenfalls Delta-Wellen. Der REM-Schlaf
ist durch das Auftreten von Beta-Wellen und
rasche Augenbewegungen (engl.; rapid eye movement =
REM) gekennzeichnet.
Während des Nachtschlafs
durchläuft jeder Schläfer mehrmals die
verschiedenen Schlafstadien nacheinander. Die vier
Non-REM-Stadien bauen aufeinander auf; der REM-Schlaf
folgt ihnen. Ein solcher „Durchlauf“ wird
auch als Schlafzyklus bezeichnet und dauert rd. 90
Minuten. Im Laufe der Nacht nimmt die Dauer der
Tiefschlafphase Non-REM 4 ab; gegen Ende wird sie meist
überhaupt nicht mehr erreicht. Dafür nimmt
die Dauer des REM-Schlafs gegen Morgen zu.
Bei Säuglingen ist der
REM-Schlaf die vorherrschende Schlafphase; ältere
Menschen treten oft nur kurzzeitig, manchmal gar nicht
mehr in den Tiefschlaf ein.
Schlafstörungen
Abweichungen vom gesunden
Schlafverhalten. Dazu zählen in erster Linie Ein-
und Durchschlafstörungen (Insomnien), aber auch
Atemstörungen im Schlaf (z.B. die Schlaf-Apnoe),
Störungen des Schlaf-wach-Rhythmus, flapsig
ausgedrückt bedeutet das, die Nacht zum Tag und
den Tag zur Nacht zu machen, die so genannten Parasomnien
wie das Schlafwandeln und der Nachtschreck,
übermäßige Schläfrigkeit, die
durch Störungen des zentralen Nervensystems
hervorgerufen werden (Hypersomnien) sowie
Bewegungsstörungen im Schlaf.
Schlafstörungen kommen sehr
häufig vor; rd. ein Drittel aller Deutschen klagen
hin und wieder über Schlafprobleme, zehn Prozent
leiden unter chronischen, das heißt über
einen längeren Zeitraum (wenigstens sechs Monate)
bestehenden Schlafstörungen. Mit zunehmenden Alter
haben immer mehr Menschen Probleme mit dem Schlafen;
Frauen sind insbesondere in und nach den Wechseljahren
häufiger betroffen.
Die Ein- und
Durchschlafstörungen unterscheidet man
hinsichtlich ihrer Ursache. Von einer organischen
Schlafstörung ist die Rede, wenn ihr eine
körperliche Erkrankung zugrunde liegt, z.B. eine
Schilddrüsenerkrankung oder eine Krankheit, die
mit heftigen Schmerzen einhergeht. Als psychiatrische
Schlafstörungen bezeichnet man die Insomnien, die
im Zuge von schweren psychischen Erkrankungen wie Depressionen,
Angststörungen, aber auch Essstörungen
auftreten. Genauso können seelische Belastungen
und Stress zu einer Schlafstörung führen.
In einigen Fällen findet sich auch eine erbliche
Veranlagung für Schlafstörungen. Daneben gibt
es Schlafstörungen, die durch Alkohol,
Medikamente oder andere Substanzen ausgelöst
werden, und solche, die als Folge eines bestimmten
Verhaltens (z.B. Sport direkt vor dem Schlafengehen)
auftreten. Einflüsse aus der Umwelt (z.B.
Lärm) können den Schlaf ebenfalls empfindlich
stören. Während einer Schwangerschaft sowie während der Stillzeit
und der Menstruation leiden viele Frauen ebenfalls
unter Schlafstörungen. Bei den so genannten
primären Schlafstörungen lässt sich
hingegen keine Ursache mehr finden. Sie mögen zwar
infolge einer Krankheit bzw. einer organischen oder
psychischen Störung/Belastung erstmals aufgetreten
sein, haben sich jedoch nach und nach
verselbständigt.
Die Diagnose einer
Schlafstörung und ihrer Ursachen erfolgt im
Allgemeinen erst einmal durch die Aufnahme der
Krankengeschichte, dann wird der Patient darum gebeten,
ein Schlaftagebuch zu führen, in dem er sein
Verhalten rund um den Schlaf und Zeit und Dauer der
Schlafstörung beschreibt. Eine körperliche
Untersuchung wird der Arzt ebenfalls durchführen.
Bei chronischen Schlafstörungen ist vielfach eine
Einweisung ins Schlaflabor notwendig.
Die Behandlung der
Schlafstörung ist abhängig von der Ursache.
Bei leichten Schlafstörungen, die durch
Umwelteinflüsse, bestimmte Substanzen oder eigene
Verhaltensweisen hervorgerufen wurden, hilft oft
bereits eine Verbesserung bzw. Veränderung der Schlafhygiene.
In vielen Fällen kann auch eine Schlafrestriktion zum Erfolg führen. Das Erlernen einer
Entspannungsmethode (Yoga, autogenes Training,
Muskelrelaxation nach Jacobson) kann dazu beitragen,
zum besseren Schlaf zu finden. Eine kognitive
Verhaltenstherapie kann insbesondere bei chronischen
primären Schlafstörungen gute Erfolge
bringen. Vorübergehend können auch Schlafmittel
verordnet werden. Sie sollten jedoch nur über
einen vergleichsweise kurzen Zeitraum genommen werden,
damit keine Abhängigkeit entsteht.
Vom Patienten täglich zu
führendes Protokoll, in dem das Auftreten und die
Dauer von Schlafstörungen dokumentiert wird. Auch alles, was
den Schlaf beeinträchtigen könnte
(Verhaltensweisen, Nahrungsmittel, Getränke,
Zigaretten, körperliche/seelische Belastungen)
sollte in dem Schlaftagebuch notiert werden, um die
Ursache einer Schlafstörung zu ermitteln und eine
geeignete Therapie einleiten zu können.
Schlaftiefe
Die Tiefe des Schlafs ist
abhängig davon, wie stark ein Reiz sein muss, um
den Schlafenden aufzuwecken. Bei den
„leichten“ Schlafstadien Non-REM 1 und 2 sind oft nur geringe Reize
(z.B. Gespräch in Zimmerlautstärke, leichte
Berührung) notwendig, befindet sich eine Person
jedoch im Tiefschlaf (Stadium Non-REM 4) werden
stärkere Reize (Wachrütteln, mehrfaches
Ansprechen) benötigt. Das Problem liegt hierbei
jedoch darin, dass verschiedene Menschen aus den
unterschiedlichen Schlafstadien mit verschiedenen
Reizen geweckt werden können – die
Schlaftiefe jedoch bei allen gleich sein kann. Deshalb
stellen die meisten Wissenschaftler die Schlaftiefe
mittlerweile sowohl mittels des Elektroenzephalogramms,
als auch mit der Beurteilung der Herzfrequenz sowie
mittels des Verhaltens des Schlafenden auf einen vorher
definierten Reiz hin fest.
Schlaftrunkenheit
In der Regel kurzzeitiges Verhalten
nach dem Aufwachen, das durch mangelnde Fähigkeit
zur sozialen Interaktion sowie zur Durchführung
bestimmter Handlungen gekennzeichnet ist. Der
Betroffene befindet sich sozusagen noch im
„Halbschlaf“, steht aber schon auf, kann
sich noch nicht richtig orientieren und führt
deshalb möglicherweise mehr oder weniger
mechanisch die immer gleichen Handlungsabläufe wie
jeden Morgen durch.
Schlafumgebung
Schlafzimmer, Bett, Matratze, Lattenrost,
Zimmertemperatur, Bettnachbarn und alles andere, was
den Schlaf in irgendeiner Form beeinflussen kann,
zählen zur Schlafumgebung. Für einen
erholsamen Schlaf ist es wichtig, dass die
Schlafumgebung möglichst ruhig und eventuell auch
abgedunkelt ist, dass Bett, Matratze und Lattenrost auf
die individuellen Bedürfnisse des Schläfers
zugeschnitten sind und die Zimmertemperatur zwischen 16
und 18 °C liegt.
Wechsel zwischen Schlafen und
Wachen. Schulkinder und Erwachsene haben ihren
Schlaf-wach-Rhythmus im Allgemeinen weitgehend an den
Wechsel von Tag und Nacht angepasst, das heißt,
sie sind tagsüber, wenn es hell ist, wach und
schlafen des nachts. Säuglinge hingegen
durchlaufen während der 24 Stunden eines Tages
eine Reihe von Schlaf- und Wachphasen, die
zunächst nicht an den Tag-Nacht-Rhythmus angepasst
sind. Nach einiger Zeit passen sie sich an und schlafen
als Kleinkinder eventuell nur noch mittags und nachts.
Der Mittagsschlaf fällt bei Schulkindern und im
Erwachsenenalter oft weg, erst in höherem Alter
halten viele Menschen mittags wieder ein Nickerchen.
Von einem gestörten
Schlaf-wach-Rhythmus spricht man, wenn ein Mensch
vorwiegend tagsüber schläft und nachts wach
ist (so genannte Tag-Nacht-Umkehr). Während die
Tag-Nacht-Umkehr bei Schichtarbeitern sogar
erwünscht ist, tritt sie vor allem bei
Demenzpatienten als Folge ihrer Krankheit auf, was zu
großen Problemen für die Pflegenden
führen kann.
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Somnambulismus, Lunatismus,
Mondsucht; Verrichten von Tätigkeiten während
des Schlafs ohne zu erwachen – angefangen vom
Aufsetzen im Bett, bis hin zum Gehen und der
Durchführung von Handlungen, ohne sich dessen
bewusst zu sein. Schlafwandeln findet nur in den
Tiefschlafphasen statt, nicht während des REM-Schlafs,
in dem der Muskeltonus herabgesetzt ist. Schlafwandeln
wird von der Medizin als Störung des
Aufwachmechanismus beurteilt. Bei Kindern, die
häufiger vom Schlafwandeln betroffen sind, als
Erwachsene, ist oft eine Unreife des zentralen
Nervensystems ursächlich für das
Phänomen. Meistens hört das Schlafwandeln
deshalb auch während bzw. nach der Pubertät
auf. Zu den Auslösern gehören oft seelische
Belastungen oder anderweitiger Stress, oft auch Fieber oder Außenreize,
z.B. Licht (Vollmond, Straßenlaterne oder
Ähnliches). Tritt das Schlafwandeln im
Erwachsenenalter noch häufiger auf, kann ihm auch
eine Persönlichkeitsstörung zugrunde liegen.
Eine erbliche Veranlagung für das Schlafwandeln
konnte ebenfalls nachgewiesen werden.
Schlafwandler lassen sich nur
schwer aufwecken; direkt während des
Schlafwandelns sollte man dies auch besser unterlassen,
da es die Betroffenen irritieren könnte. An das
eigentliche Schlafwandeln besteht nach dem Aufwachen
keine Erinnerung.
Eine Behandlung ist meistens nicht
notwendig, es sei denn, dass sich die
schlafwandlerischen Episoden stark häufen oder im
Erwachsenenalter noch auftreten. Unter Umständen
kann eine Psychotherapie hilfreich sein, z.B. wenn
seelischer Stress als Ursache für das
Schlafwandeln ausgemacht wurde. Bei Erwachsenen werden
auch Medikamente (u.a. Antidepressiva,
Benzodiazepine) eingesetzt.
Geräusch, das im Schlaf durch
Schwingungen des Zäpfchens und des weichen Gaumens
hervorgerufen wird, wenn es sich um das
„normale“, nicht krankhafte Schnarchen
handelt. Beim obstruktiven Schnarchen, das häufig
mit einer Schlaf-Apnoe einhergeht,
sind Verengungen im Nasen-Rachen-Raum die Ursache. Bei
Kindern ruft häufig eine Vergrößerung
der Rachenmandel Schnarchen hervor.
Bei Kindern sollte stets nach der
Ursache des Schnarchens gesucht werden; bei Erwachsenen
ist eine ärztliche Untersuchung im Allgemeinen
dann nötig, wenn es zu Atemaussetzern während
des Schlafs kommt und/oder der Partner sehr durch das
Schnarchen im Schlaf gestört wird. Häufig ist
Übergewicht oder der abendliche Konsum von Alkohol die
Ursache für das Schnarchen.
Es gibt verschiedene
Möglichkeiten, das nicht krankhafte Schnarchen
abzustellen, z.B. durch Veränderung der
Liegeposition (Erhöhung des Kopfes, Seit- oder
Bauchlage), durch Gewichtsabnahme oder den Verzicht auf
Alkohol vor dem Schlafen. Falls sich das Schnarchen
nicht gibt, können getrennte Schlafzimmer für
den Schnarcher und seinen Partner notwendig sein. In
manchen Fällen kann auch ein chirurgischer
Eingriff, z.B. eine UPPP, das Schnarchen beheben.
Gravidität. Aufgrund der
hormonellen Umstellungen während der
Schwangerschaft ändert sich das Schlafverhalten.
In den ersten drei Monaten fühlen sich die meisten
Frauen müder als sonst und schlafen auch mehr. Im
zweiten Schwangerschaftsdrittel klingt die
Müdigkeit ab, im dritten Schwangerschaftsdrittel
fällt es vielen Frauen, nicht zuletzt aufgrund des
wachsenden Bauchumfangs und zunehmendem
nächtlichen Harndrang, nachts durchgängig zu
schlafen.
Schwitzen
Nachtschweiß;
nächtliches starkes Schwitzen kann ein Symptom
für verschiedene Krankheiten sein, u.a. ruft die Schlaf-Apnoe nicht
selten nächtliche Schweißausbrüche
hervor.
Sedativa
Beruhigungsmittel; unter dieser
Bezeichnung werden die so genannten Tranquilizer,
aber auch Schlafmittel
zusammengefasst. Sie haben eine dämpfende Wirkung
auf das zentrale Nervensystem und tragen zur
Entspannung von Körper und Geist bei. Allerdings
kann der andauernde Gebrauch vieler Sedativa zur Abhängigkeit führen.
Umgangssprachliche Bezeichnung
für sehr kurze Schlafepisoden, die meistens
tagsüber stattfinden. Der Sekundenschlaf tritt oft
in unpassenden Momenten und vor allem ungewollt auf und
kann z.B. die Folge einer Schlaf-Apnoe mit
zahlreichen nächtlichen Atemaussetzern und den
damit verbundenen Weckreaktionen des Körpers sein.
SEM
(engl.; slow eye movement; langsame
Augenbewegung); langsame Augenbewegungen im
Wachzustand, mit denen man die Geschehnisse, die sich
rundherum abspielen, verfolgt. Auch im ersten Non-REM-Schlafstadium sind sie festzustellen.
(engl.; sudden infant death
syndrome; plötzlicher Kindstod), auch Krippentod;
Tod eines Säuglings oder Kleinkindes aus bislang
nicht vollständig geklärten Gründen und
ohne erkennbare Ursache während des Schlafs. Vom
SIDS sind vor allem Kinder im ersten Lebensjahr
(insbesondere in den ersten sechs Lebensmonaten)
betroffen; er ist die häufigste Todesursache in
dieser Zeit. Die Wissenschaftler vermuten, dass Kinder,
die am SIDS gestorben sind, einerseits eine noch
unreife Regulation verschiedener körperlicher
Steuerungsmechanismen (Atmung, Blutdruck,
Körpertemperatur, Herzfrequenz) aufwiesen und
diese Regulation durch an sich harmlose Faktoren (z.B.
vorausgegangene Atemwegserkrankungen, Fieber) weiter gestört wurde. Hinzu
kommen vermutlich noch weitere Risikofaktoren wie
Frühgeburt, Alkohol- oder Drogenkonsum der Mutter oder
Rauchen in Gegenwart des Kindes, Überwärmung
des Säuglings durch zu hohe Zimmertemperatur oder
zu dicke Bettdecken. Da viele Babys, die am SIDS
gestorben sind, in der Bauchlage aufgefunden wurden,
wird empfohlen, Babys in der Rückenlage schlafen
zu lassen, am besten in einem speziellen
Babyschlafsack, so dass nicht die Gefahr besteht, dass
das Kind unter die Bettdecke rutscht. Einen gewissen
Schutz scheint auch das Schlafen im Schlafzimmer der
Eltern, allerdings im eigenen Bettchen zu geben.
Serotonin
Neurotransmitter, der u.a. an der Regulation des Blutdrucks
beteiligt ist und umgangssprachlich auch als
Glückshormon bezeichnet wird. Es hat zudem eine
leicht dämpfende Wirkung.
Sexsomnia
Zu den Parasomnien zählende
Schlafstörung, während derer die Betroffenen
an sich selbst sexuelle Handlungen während des
Schlafs vornehmen bzw. sogar in der Lage sind, mit
anderen den Geschlechtsverkehr auszuüben. Nach dem
Aufwachen sind sich die Betroffenen ihrer Handlungen
nicht bewusst. Zwingen die von Sexsomnia betroffenen
Personen ihren Bettnachbarn zum Geschlechtsverkehr, ist
es schwierig, die Störung von einer Vergewaltigung
abzugrenzen.
Somniloquie
Sprechen im Schlaf; zu den Parasomnien
gehörendes, häufig anzutreffendes
Phänomen. Die Betroffenen wissen nach dem Erwachen
nicht, dass sie im Schlaf gesprochen haben. Die
Somniloquie kommt vor allem während des Non-REM-Schlafs auf und zwar dann, wenn die Person –
unbewusst – kurzzeitig erwacht. Aber auch im REM-Schlaf ist
das Sprechen möglich. Oft sind es keine
vollständigen Sätze, die der Schlafende von
sich gibt, sondern nur einzelne, für einen
Zuhörer unverständliche Wörter oder
Lautäußerungen. Eine Behandlung ist im
Allgemeinen nicht nötig, es sei denn, es liegt der
Somniloquie eine behandlungsbedürftige
Grunderkrankung zugrunde.
Sport
Körperliche Betätigung
ist zwar einerseits ein gutes Mittel, um Stress
abzubauen, sich zu entspannen und damit einen
erholsamen Schlaf zu fördern, andererseits kann
Sport direkt vor dem Schlafengehen jedoch auch zu Schlafstörungen führen. Etwa zwei Stunden vor
dem Zubettgehen sollte man daher keinen Sport mehr
treiben.
Stoffwechsel
Gesamtheit aller Prozesse, die
nötig sind, dem Körper Energie
zuzuführen und seine Bestandteile auf- und
abzubauen bzw. zu verändern und damit die
Lebensfunktionen des Organismus aufrechtzuerhalten.
Während des Schlafs ist der Stoffwechsel weiterhin
aktiv, allerdings laufen andere bzw. gegenüber dem
Wachzustand veränderte Prozesse ab. So wird z.B.
vorwiegend während des Schlafs das Wachstumshormon ausgeschüttet, das u.a. bei der
Erneuerung von Körperzellen eine Funktion innehat.
Störungen des zirkadianen
Rhythmus
Probleme, sich mit dem eigenen
Schlaf-wach-Rhythmus an den Tagesrhythmus anzupassen.
Diese Probleme äußern sich in Schlafstörungen und kommen z.B. bei Schichtarbeit vor,
beim Jet-lag, der durch Langstreckenflüge
bedingt ist, aber auch bei Krankheiten wie Depression
oder Demenz. Liegt den Rhythmusstörungen eine
Krankheit zugrunde, muss die Krankheit behandelt
werden.
Starke seelische oder
körperliche Belastung bzw. Reaktion auf eine
Gefahrensituation, auf die der Körper mit der
Ausschüttung verschiedener Hormone reagiert,
welche den Körper in Alarmbereitschaft versetzen.
Durch die Stressreaktion wird der Organismus zu
körperlichen Höchstleistungen befähigt;
er soll auf diese Weise in die Lage versetzt werden,
angemessen auf die als bedrohlich empfundene Situation
zu reagieren, z.B. mit Angriff oder Flucht. Werden die
Stresshormone nicht ausreichend abgebaut (z.B. durch
körperliche Aktivität oder Entspannung) bzw.
ist eine Person andauernden Belastungen gleich welcher
Art ausgesetzt, hat dies für den Körper
negative Folgen, u.a. wird z.B. die Tätigkeit des Immunsystems
eingeschränkt, der Betroffene wird anfälliger
für Krankheiten. Zudem kommt es aufgrund der
anhaltenden Stresssymptome häufig zu Schlafstörungen. Stress sollte daher möglicht immer
sofort abgebaut werden, z.B. durch sportliche
Aktivität oder gezielte Entspannung.
Stridor
Pfeifendes Geräusch beim Ein-
und/oder Ausatmen, das oft durch Atemwegs- oder
Kehlkopferkrankungen hervorgerufen wird und auch im
Schlaf auftreten kann.
Subvigilanz-Syndrom
Chronische Erkrankung, bei der die
Betroffenen sich tagsüber nicht richtig wach
fühlen, obwohl sie nachts genug Schlaf bekommen
haben.
Nächtlicher Zustand der
Verwirrtheit, bei dem die Betroffen wach umher irren
und u.a. nicht einordnen können, wo sie sich
befinden. Das Syndrom tritt vor allem bei
Demenzerkrankungen auf.
Synapse
Kontaktstellen zwischen
Nervenzellen bzw. Nervenzellen und anderen Zellen, an
denen z.B. Neurotransmitter wirksam werden und ihre Informationen von
einer an die andere Zelle weitergeben.
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