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Schlafmittelintoxikation 
Schlafmittelvergiftung; körperlicher Zustand nach Überdosierung von Schlafmitteln bzw. nach der Einnahme größerer Mengen Schlafmittel in Kombination mit anderen Stoffen (z.B. Alkohol), der in den Tod münden kann. Nach der Einnahme einer Überdosis Schlafmittel kann u.a. das Atemzentrum versagen, so dass die Atmung ausfällt. Auch das Herz kann versagen. Die Akuttherapie besteht u.a. darin, das Schlafmittel und eventuelle andere Stoffe aus dem Körper zu entfernen, z.B. durch Auslösen von Erbrechen, oft auch in der Beatmung und dem Versuch, die Körperfunktionen zu stabilisieren.

Schlafprotokoll 
Aufzeichnung des subjektiv empfunden Schlafverhaltens einer Person sowie der während des Schlafs mit Hilfe von Geräten und Beobachtungen ermittelten Ergebnisse.

Schlafqualität 
Subjektiv empfundene Güte des Schlafs, was sowohl Länge als auch Erholung und die Zeit umfasst, die zum Einschlafen notwendig ist. Die so empfundene Schlafqualität kann sich durchaus von der objektiv messbaren Schlafqualität unterscheiden, die sich ebenfalls aus der Schlafdauer, der Einschlafzeit sowie der Erholung, aber auch dem REM-Anteil am Gesamtschlaf zusammensetzt.

Einschränkung des Schlafs; mögliches Mittel zur Behandlung von Schlafstörungen. Menschen, die Probleme mit dem Durchschlafen haben, wird manchmal empfohlen, eine maximale Zeitdauer festzulegen, die sie im Bett verbringen dürfen. Diese liegt jedoch deutlich unter der Zeit liegt, die sie zu schlafen wünschen, z.B. anfangs bei nur vier Stunden. Wird diese Schlafdauer als erholsam empfunden und kommt es nicht zu weiteren Schlafstörungen, kann die im Bett verbrachte Zeit schrittweise verlängert werden, bis die gewünschte Schlafdauer erreicht und der Betroffene mit der Qualität seines Schlafs zufrieden ist.

Schläfrigkeit 
Messbare Stärke des inneren Zwangs sich zur Ruhe zu begeben und einzuschlafen. Die Schläfrigkeit lässt sich messen, indem getestet wird, wie stark ein Reiz sein muss, um die Versuchsperson wach zu halten. Dabei gilt die Faustformel: Je stärker der Reiz, umso größer die Schläfrigkeit.

Für das Schlafstadium Non-REM 2 charakteristische Wellenmuster im Elektroenzephalogramm (EEG). Es handelt sich um Wellenfolge mit einer Frequenz von zwölf bis 14 Hertz, die rd. eine bis zwei Sekunden dauert.

Der Schlaf lässt sich anhand von charakteristischen Wellenmustern im Elektroenzephalogramm (EEG) in verschiedene Stadien einteilen, die sich grob in den Nicht-Traumschlaf ohne rasche Augenbewegungen (Non-REM-Schlaf) sowie den Traumschlaf mit raschen Augenbewegungen unter den Lidern (REM-Schlaf) unterteilen lassen. Der Non-REM-Schlaf lässt sich hinsichtlich der Schlaftiefe nochmals in vier Stadien unterteilen.
Das Stadium Non-REM 1 (auch als NREM 1 bezeichnet) ist durch das Auftreten von Theta-Wellen gekennzeichnet; man bezeichnet es auch als sehr leichten Schlaf, aus dem der Schlafende leicht aufgeweckt werden kann. Im Stadium Non-REM 2 (NREM 2) herrschen ebenfalls Theta-Wellen vor; es sind jedoch auch Schlafspindeln zu entdecken. Bei dieser Schlafphase handelt es sich ebenfalls noch um recht leichten Schlaf. Im Stadium Non-REM 3 (NREM 3)treten im EEG hauptsächlich Delta-Wellen und so genannte K-Komplexe auf. Jetzt ist der Schlaf schon recht tief; es ist ein stärkerer Reiz erforderlich, um den Schlafenden zu wecken. Das Schlafstadium Non-REM 4 (NREM 4) wird auch als Tiefschlaf bezeichnet. Charakteristisch für diese Schlafphase sind ebenfalls Delta-Wellen. Der REM-Schlaf ist durch das Auftreten von Beta-Wellen und rasche Augenbewegungen (engl.; rapid eye movement = REM) gekennzeichnet.
Während des Nachtschlafs durchläuft jeder Schläfer mehrmals die verschiedenen Schlafstadien nacheinander. Die vier Non-REM-Stadien bauen aufeinander auf; der REM-Schlaf folgt ihnen. Ein solcher „Durchlauf“ wird auch als Schlafzyklus bezeichnet und dauert rd. 90 Minuten. Im Laufe der Nacht nimmt die Dauer der Tiefschlafphase Non-REM 4 ab; gegen Ende wird sie meist überhaupt nicht mehr erreicht. Dafür nimmt die Dauer des REM-Schlafs gegen Morgen zu.
Bei Säuglingen ist der REM-Schlaf die vorherrschende Schlafphase; ältere Menschen treten oft nur kurzzeitig, manchmal gar nicht mehr in den Tiefschlaf ein.
Schlafstörungen 
Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten. Dazu zählen in erster Linie Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnien), aber auch Atemstörungen im Schlaf (z.B. die Schlaf-Apnoe), Störungen des Schlaf-wach-Rhythmus, flapsig ausgedrückt bedeutet das, die Nacht zum Tag und den Tag zur Nacht zu machen, die so genannten Parasomnien wie das Schlafwandeln und der Nachtschreck, übermäßige Schläfrigkeit, die durch Störungen des zentralen Nervensystems hervorgerufen werden (Hypersomnien) sowie Bewegungsstörungen im Schlaf.
Schlafstörungen kommen sehr häufig vor; rd. ein Drittel aller Deutschen klagen hin und wieder über Schlafprobleme, zehn Prozent leiden unter chronischen, das heißt über einen längeren Zeitraum (wenigstens sechs Monate) bestehenden Schlafstörungen. Mit zunehmenden Alter haben immer mehr Menschen Probleme mit dem Schlafen; Frauen sind insbesondere in und nach den Wechseljahren häufiger betroffen.
Die Ein- und Durchschlafstörungen unterscheidet man hinsichtlich ihrer Ursache. Von einer organischen Schlafstörung ist die Rede, wenn ihr eine körperliche Erkrankung zugrunde liegt, z.B. eine Schilddrüsenerkrankung oder eine Krankheit, die mit heftigen Schmerzen einhergeht. Als psychiatrische Schlafstörungen bezeichnet man die Insomnien, die im Zuge von schweren psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, aber auch Essstörungen auftreten. Genauso können seelische Belastungen und Stress zu einer Schlafstörung führen. In einigen Fällen findet sich auch eine erbliche Veranlagung für Schlafstörungen. Daneben gibt es Schlafstörungen, die durch Alkohol, Medikamente oder andere Substanzen ausgelöst werden, und solche, die als Folge eines bestimmten Verhaltens (z.B. Sport direkt vor dem Schlafengehen) auftreten. Einflüsse aus der Umwelt (z.B. Lärm) können den Schlaf ebenfalls empfindlich stören. Während einer Schwangerschaft sowie während der Stillzeit und der Menstruation leiden viele Frauen ebenfalls unter Schlafstörungen. Bei den so genannten primären Schlafstörungen lässt sich hingegen keine Ursache mehr finden. Sie mögen zwar infolge einer Krankheit bzw. einer organischen oder psychischen Störung/Belastung erstmals aufgetreten sein, haben sich jedoch nach und nach verselbständigt.
Die Diagnose einer Schlafstörung und ihrer Ursachen erfolgt im Allgemeinen erst einmal durch die Aufnahme der Krankengeschichte, dann wird der Patient darum gebeten, ein Schlaftagebuch zu führen, in dem er sein Verhalten rund um den Schlaf und Zeit und Dauer der Schlafstörung beschreibt. Eine körperliche Untersuchung wird der Arzt ebenfalls durchführen. Bei chronischen Schlafstörungen ist vielfach eine Einweisung ins Schlaflabor notwendig.
Die Behandlung der Schlafstörung ist abhängig von der Ursache. Bei leichten Schlafstörungen, die durch Umwelteinflüsse, bestimmte Substanzen oder eigene Verhaltensweisen hervorgerufen wurden, hilft oft bereits eine Verbesserung bzw. Veränderung der Schlafhygiene. In vielen Fällen kann auch eine Schlafrestriktion zum Erfolg führen. Das Erlernen einer Entspannungsmethode (Yoga, autogenes Training, Muskelrelaxation nach Jacobson) kann dazu beitragen, zum besseren Schlaf zu finden. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann insbesondere bei chronischen primären Schlafstörungen gute Erfolge bringen. Vorübergehend können auch Schlafmittel verordnet werden. Sie sollten jedoch nur über einen vergleichsweise kurzen Zeitraum genommen werden, damit keine Abhängigkeit entsteht.

Vom Patienten täglich zu führendes Protokoll, in dem das Auftreten und die Dauer von Schlafstörungen dokumentiert wird. Auch alles, was den Schlaf beeinträchtigen könnte (Verhaltensweisen, Nahrungsmittel, Getränke, Zigaretten, körperliche/seelische Belastungen) sollte in dem Schlaftagebuch notiert werden, um die Ursache einer Schlafstörung zu ermitteln und eine geeignete Therapie einleiten zu können.

Schlaftiefe 
Die Tiefe des Schlafs ist abhängig davon, wie stark ein Reiz sein muss, um den Schlafenden aufzuwecken. Bei den „leichten“ Schlafstadien Non-REM 1 und 2 sind oft nur geringe Reize (z.B. Gespräch in Zimmerlautstärke, leichte Berührung) notwendig, befindet sich eine Person jedoch im Tiefschlaf (Stadium Non-REM 4) werden stärkere Reize (Wachrütteln, mehrfaches Ansprechen) benötigt. Das Problem liegt hierbei jedoch darin, dass verschiedene Menschen aus den unterschiedlichen Schlafstadien mit verschiedenen Reizen geweckt werden können – die Schlaftiefe jedoch bei allen gleich sein kann. Deshalb stellen die meisten Wissenschaftler die Schlaftiefe mittlerweile sowohl mittels des Elektroenzephalogramms, als auch mit der Beurteilung der Herzfrequenz sowie mittels des Verhaltens des Schlafenden auf einen vorher definierten Reiz hin fest.

Schlaftrunkenheit 
In der Regel kurzzeitiges Verhalten nach dem Aufwachen, das durch mangelnde Fähigkeit zur sozialen Interaktion sowie zur Durchführung bestimmter Handlungen gekennzeichnet ist. Der Betroffene befindet sich sozusagen noch im „Halbschlaf“, steht aber schon auf, kann sich noch nicht richtig orientieren und führt deshalb möglicherweise mehr oder weniger mechanisch die immer gleichen Handlungsabläufe wie jeden Morgen durch.

Schlafumgebung 
Schlafzimmer, Bett, Matratze, Lattenrost, Zimmertemperatur, Bettnachbarn und alles andere, was den Schlaf in irgendeiner Form beeinflussen kann, zählen zur Schlafumgebung. Für einen erholsamen Schlaf ist es wichtig, dass die Schlafumgebung möglichst ruhig und eventuell auch abgedunkelt ist, dass Bett, Matratze und Lattenrost auf die individuellen Bedürfnisse des Schläfers zugeschnitten sind und die Zimmertemperatur zwischen 16 und 18 °C liegt.

Wechsel zwischen Schlafen und Wachen. Schulkinder und Erwachsene haben ihren Schlaf-wach-Rhythmus im Allgemeinen weitgehend an den Wechsel von Tag und Nacht angepasst, das heißt, sie sind tagsüber, wenn es hell ist, wach und schlafen des nachts. Säuglinge hingegen durchlaufen während der 24 Stunden eines Tages eine Reihe von Schlaf- und Wachphasen, die zunächst nicht an den Tag-Nacht-Rhythmus angepasst sind. Nach einiger Zeit passen sie sich an und schlafen als Kleinkinder eventuell nur noch mittags und nachts. Der Mittagsschlaf fällt bei Schulkindern und im Erwachsenenalter oft weg, erst in höherem Alter halten viele Menschen mittags wieder ein Nickerchen.
Von einem gestörten Schlaf-wach-Rhythmus spricht man, wenn ein Mensch vorwiegend tagsüber schläft und nachts wach ist (so genannte Tag-Nacht-Umkehr). Während die Tag-Nacht-Umkehr bei Schichtarbeitern sogar erwünscht ist, tritt sie vor allem bei Demenzpatienten als Folge ihrer Krankheit auf, was zu großen Problemen für die Pflegenden führen kann.




Somnambulismus, Lunatismus, Mondsucht; Verrichten von Tätigkeiten während des Schlafs ohne zu erwachen – angefangen vom Aufsetzen im Bett, bis hin zum Gehen und der Durchführung von Handlungen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Schlafwandeln findet nur in den Tiefschlafphasen statt, nicht während des REM-Schlafs, in dem der Muskeltonus herabgesetzt ist. Schlafwandeln wird von der Medizin als Störung des Aufwachmechanismus beurteilt. Bei Kindern, die häufiger vom Schlafwandeln betroffen sind, als Erwachsene, ist oft eine Unreife des zentralen Nervensystems ursächlich für das Phänomen. Meistens hört das Schlafwandeln deshalb auch während bzw. nach der Pubertät auf. Zu den Auslösern gehören oft seelische Belastungen oder anderweitiger Stress, oft auch Fieber oder Außenreize, z.B. Licht (Vollmond, Straßenlaterne oder Ähnliches). Tritt das Schlafwandeln im Erwachsenenalter noch häufiger auf, kann ihm auch eine Persönlichkeitsstörung zugrunde liegen. Eine erbliche Veranlagung für das Schlafwandeln konnte ebenfalls nachgewiesen werden.
Schlafwandler lassen sich nur schwer aufwecken; direkt während des Schlafwandelns sollte man dies auch besser unterlassen, da es die Betroffenen irritieren könnte. An das eigentliche Schlafwandeln besteht nach dem Aufwachen keine Erinnerung.
Eine Behandlung ist meistens nicht notwendig, es sei denn, dass sich die schlafwandlerischen Episoden stark häufen oder im Erwachsenenalter noch auftreten. Unter Umständen kann eine Psychotherapie hilfreich sein, z.B. wenn seelischer Stress als Ursache für das Schlafwandeln ausgemacht wurde. Bei Erwachsenen werden auch Medikamente (u.a. Antidepressiva, Benzodiazepine) eingesetzt.

Geräusch, das im Schlaf durch Schwingungen des Zäpfchens und des weichen Gaumens hervorgerufen wird, wenn es sich um das „normale“, nicht krankhafte Schnarchen handelt. Beim obstruktiven Schnarchen, das häufig mit einer Schlaf-Apnoe einhergeht, sind Verengungen im Nasen-Rachen-Raum die Ursache. Bei Kindern ruft häufig eine Vergrößerung der Rachenmandel Schnarchen hervor.
Bei Kindern sollte stets nach der Ursache des Schnarchens gesucht werden; bei Erwachsenen ist eine ärztliche Untersuchung im Allgemeinen dann nötig, wenn es zu Atemaussetzern während des Schlafs kommt und/oder der Partner sehr durch das Schnarchen im Schlaf gestört wird. Häufig ist Übergewicht oder der abendliche Konsum von Alkohol die Ursache für das Schnarchen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das nicht krankhafte Schnarchen abzustellen, z.B. durch Veränderung der Liegeposition (Erhöhung des Kopfes, Seit- oder Bauchlage), durch Gewichtsabnahme oder den Verzicht auf Alkohol vor dem Schlafen. Falls sich das Schnarchen nicht gibt, können getrennte Schlafzimmer für den Schnarcher und seinen Partner notwendig sein. In manchen Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff, z.B. eine UPPP, das Schnarchen beheben.

Gravidität. Aufgrund der hormonellen Umstellungen während der Schwangerschaft ändert sich das Schlafverhalten. In den ersten drei Monaten fühlen sich die meisten Frauen müder als sonst und schlafen auch mehr. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel klingt die Müdigkeit ab, im dritten Schwangerschaftsdrittel fällt es vielen Frauen, nicht zuletzt aufgrund des wachsenden Bauchumfangs und zunehmendem nächtlichen Harndrang, nachts durchgängig zu schlafen.

Schwitzen 
Nachtschweiß; nächtliches starkes Schwitzen kann ein Symptom für verschiedene Krankheiten sein, u.a. ruft die Schlaf-Apnoe nicht selten nächtliche Schweißausbrüche hervor.

Sedativa 
Beruhigungsmittel; unter dieser Bezeichnung werden die so genannten Tranquilizer, aber auch Schlafmittel zusammengefasst. Sie haben eine dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem und tragen zur Entspannung von Körper und Geist bei. Allerdings kann der andauernde Gebrauch vieler Sedativa zur Abhängigkeit führen.

Umgangssprachliche Bezeichnung für sehr kurze Schlafepisoden, die meistens tagsüber stattfinden. Der Sekundenschlaf tritt oft in unpassenden Momenten und vor allem ungewollt auf und kann z.B. die Folge einer Schlaf-Apnoe mit zahlreichen nächtlichen Atemaussetzern und den damit verbundenen Weckreaktionen des Körpers sein.

SEM 
(engl.; slow eye movement; langsame Augenbewegung); langsame Augenbewegungen im Wachzustand, mit denen man die Geschehnisse, die sich rundherum abspielen, verfolgt. Auch im ersten Non-REM-Schlafstadium sind sie festzustellen.

Senile Bettflucht Bettflucht im Alter

SIDS 
(engl.; sudden infant death syndrome; plötzlicher Kindstod), auch Krippentod; Tod eines Säuglings oder Kleinkindes aus bislang nicht vollständig geklärten Gründen und ohne erkennbare Ursache während des Schlafs. Vom SIDS sind vor allem Kinder im ersten Lebensjahr (insbesondere in den ersten sechs Lebensmonaten) betroffen; er ist die häufigste Todesursache in dieser Zeit. Die Wissenschaftler vermuten, dass Kinder, die am SIDS gestorben sind, einerseits eine noch unreife Regulation verschiedener körperlicher Steuerungsmechanismen (Atmung, Blutdruck, Körpertemperatur, Herzfrequenz) aufwiesen und diese Regulation durch an sich harmlose Faktoren (z.B. vorausgegangene Atemwegserkrankungen, Fieber) weiter gestört wurde. Hinzu kommen vermutlich noch weitere Risikofaktoren wie Frühgeburt, Alkohol- oder Drogenkonsum der Mutter oder Rauchen in Gegenwart des Kindes, Überwärmung des Säuglings durch zu hohe Zimmertemperatur oder zu dicke Bettdecken. Da viele Babys, die am SIDS gestorben sind, in der Bauchlage aufgefunden wurden, wird empfohlen, Babys in der Rückenlage schlafen zu lassen, am besten in einem speziellen Babyschlafsack, so dass nicht die Gefahr besteht, dass das Kind unter die Bettdecke rutscht. Einen gewissen Schutz scheint auch das Schlafen im Schlafzimmer der Eltern, allerdings im eigenen Bettchen zu geben.

Serotonin 
Neurotransmitter, der u.a. an der Regulation des Blutdrucks beteiligt ist und umgangssprachlich auch als Glückshormon bezeichnet wird. Es hat zudem eine leicht dämpfende Wirkung.

Sexsomnia 
Zu den Parasomnien zählende Schlafstörung, während derer die Betroffenen an sich selbst sexuelle Handlungen während des Schlafs vornehmen bzw. sogar in der Lage sind, mit anderen den Geschlechtsverkehr auszuüben. Nach dem Aufwachen sind sich die Betroffenen ihrer Handlungen nicht bewusst. Zwingen die von Sexsomnia betroffenen Personen ihren Bettnachbarn zum Geschlechtsverkehr, ist es schwierig, die Störung von einer Vergewaltigung abzugrenzen.

Somnambulismus Schlafwandeln

Somniloquie 
Sprechen im Schlaf; zu den Parasomnien gehörendes, häufig anzutreffendes Phänomen. Die Betroffenen wissen nach dem Erwachen nicht, dass sie im Schlaf gesprochen haben. Die Somniloquie kommt vor allem während des Non-REM-Schlafs auf und zwar dann, wenn die Person – unbewusst – kurzzeitig erwacht. Aber auch im REM-Schlaf ist das Sprechen möglich. Oft sind es keine vollständigen Sätze, die der Schlafende von sich gibt, sondern nur einzelne, für einen Zuhörer unverständliche Wörter oder Lautäußerungen. Eine Behandlung ist im Allgemeinen nicht nötig, es sei denn, es liegt der Somniloquie eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung zugrunde.

Somnopolygraphie Polysomnographie

Sport 
Körperliche Betätigung ist zwar einerseits ein gutes Mittel, um Stress abzubauen, sich zu entspannen und damit einen erholsamen Schlaf zu fördern, andererseits kann Sport direkt vor dem Schlafengehen jedoch auch zu Schlafstörungen führen. Etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte man daher keinen Sport mehr treiben.

Stoffwechsel 
Gesamtheit aller Prozesse, die nötig sind, dem Körper Energie zuzuführen und seine Bestandteile auf- und abzubauen bzw. zu verändern und damit die Lebensfunktionen des Organismus aufrechtzuerhalten. Während des Schlafs ist der Stoffwechsel weiterhin aktiv, allerdings laufen andere bzw. gegenüber dem Wachzustand veränderte Prozesse ab. So wird z.B. vorwiegend während des Schlafs das Wachstumshormon ausgeschüttet, das u.a. bei der Erneuerung von Körperzellen eine Funktion innehat.

Störungen des zirkadianen Rhythmus
Probleme, sich mit dem eigenen Schlaf-wach-Rhythmus an den Tagesrhythmus anzupassen. Diese Probleme äußern sich in Schlafstörungen und kommen z.B. bei Schichtarbeit vor, beim Jet-lag, der durch Langstreckenflüge bedingt ist, aber auch bei Krankheiten wie Depression oder Demenz. Liegt den Rhythmusstörungen eine Krankheit zugrunde, muss die Krankheit behandelt werden.

Stress 
Starke seelische oder körperliche Belastung bzw. Reaktion auf eine Gefahrensituation, auf die der Körper mit der Ausschüttung verschiedener Hormone reagiert, welche den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Durch die Stressreaktion wird der Organismus zu körperlichen Höchstleistungen befähigt; er soll auf diese Weise in die Lage versetzt werden, angemessen auf die als bedrohlich empfundene Situation zu reagieren, z.B. mit Angriff oder Flucht. Werden die Stresshormone nicht ausreichend abgebaut (z.B. durch körperliche Aktivität oder Entspannung) bzw. ist eine Person andauernden Belastungen gleich welcher Art ausgesetzt, hat dies für den Körper negative Folgen, u.a. wird z.B. die Tätigkeit des Immunsystems eingeschränkt, der Betroffene wird anfälliger für Krankheiten. Zudem kommt es aufgrund der anhaltenden Stresssymptome häufig zu Schlafstörungen. Stress sollte daher möglicht immer sofort abgebaut werden, z.B. durch sportliche Aktivität oder gezielte Entspannung.

Stridor 
Pfeifendes Geräusch beim Ein- und/oder Ausatmen, das oft durch Atemwegs- oder Kehlkopferkrankungen hervorgerufen wird und auch im Schlaf auftreten kann.

Subvigilanz-Syndrom 
Chronische Erkrankung, bei der die Betroffenen sich tagsüber nicht richtig wach fühlen, obwohl sie nachts genug Schlaf bekommen haben.


Nächtlicher Zustand der Verwirrtheit, bei dem die Betroffen wach umher irren und u.a. nicht einordnen können, wo sie sich befinden. Das Syndrom tritt vor allem bei Demenzerkrankungen auf.

Synapse 
Kontaktstellen zwischen Nervenzellen bzw. Nervenzellen und anderen Zellen, an denen z.B. Neurotransmitter wirksam werden und ihre Informationen von einer an die andere Zelle weitergeben.