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das schlafmagazin
KONGRESS 2009
Unterkieferprotrusionsschienen:
Öffnung der Atemwege auf allen Ebenen

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Dr. Susanne Schwarting,
Kiel
Zahnärztliche Therapie der Schlafapnoe
Über die Zusammenhänge zwischen Schlaf- und Zahnmedizin berichtete Frau Dr. Susanne Schwarting. Die Gründerin der Deutschen Gesellschaft Zahnärztliche Schlafmedizin (DGZS) war die erste, die sich um die Therapie der obstruktiven Schlafapnoe mit Unterkieferprotrusionsschienen gekümmert hat. Frau Dr. Schwarting betreibt eine Zahnarztpraxis in Kiel und ist seit 1997 auf ãSchnarchschienenÒ spezialisiert. Sie arbeitet interdisziplinär mit Pneumologen, Schlaflaboren und HNO-Ärzten zusammen und ist rund um den Globus unterwegs, um Zahnärzte - und natürlich auch Betroffene - über diesen noch relativ jungen Zweig der Zahnmedizin zu informieren.
Unterkieferprotrusionsschienen stellen heute eine anerkannte Behandlungsmöglichkeit für leicht- und mittelgradige Schlafapnoe dar und werden in den Leitlinien nationaler und internationaler schlafmedizinischer Fachgesellschaften empfohlen. Außerdem sind sie auch eine Lösung für Patienten mit schwergradiger Schlafapnoe, die mit CPAP-Therapie und Maske aus irgendwelchen Gründen nicht zurechtkommen. In ihrem Vortrag gab Frau Dr. Schwarting einen Überblick über moderne, individuell nach Gebissabdrücken angefertigte Zweischienensysteme, die sich durch hohe Effektivität und guten Tragekomfort auszeichnen.
Der Wirkmechanismus dieser Schienen ist eigentlich ganz einfach: ãBei Schlafapnoe verlegt die Zunge den Atemweg; das Gaumensegel erschlafft. Die Protrusionsschiene verlagert den Unterkiefer nach vorne und öffnet auf diese Weise die AtemwegeÒ, erklärt Frau Dr. Schwarting. ãDa Unterkiefer und Zunge miteinander zu einer Einheit verwachsen sind, kommt dadurch auch die Zunge nach vorne. Das Gaumensegel wird ebenfalls durch Muskeln nach vorn gezogen; und auch auf der Ebene des Kehldeckels findet eine Öffnung der Atemwege statt. Gleichzeitig wird durch diese Vorschubbewegung die Muskulatur tonisiert, d.h. sie wird straffer, und die Zunge fällt nicht mehr wie ein schlaffer Sack nach hinten.Ò
Die Anpassung der Schienen muss durch schlafmedizinisch fortgebildete Zahnmediziner erfolgen, die interdisziplinär mit den Schlaflaboren zusammenarbeiten. Adressen solcher Ärzte findet man auf der Internetseite der DGZS (www.dgzs.de).
 


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