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das schlafmagazin
KONGRESS 2009
Ein Vergnügen, das nichts kostet

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Günther Steinmetz,
München
Auch vor Tabuthemen hat das Schlafmagazin noch nie Halt gemacht. Und eines der wichtigsten Tabuthemen, die (wenn auch nur indirekt) den Schlaf betreffen, ist sicherlich die Impotenz oder, wissenschaftlich ausgedrückt, die ãerektile DysfunktionÒ - d.h. die Unfähigkeit, auf natürlichem Weg eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion bekommen.
Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von Prostataoperationen über Diabetes bis hin zu Gefäßerkrankungen. Auch eine unbehandelte obstruktive Schlafapnoe kann zur Entstehung von Potenzproblemen beitragen. Viele betroffene Männer fühlen sich als Versager, schweigen das Problem tot und verzichten lieber auf eine befriedigende Partnerschaft, statt das Problem konstruktiv anzugehen.
Genau das, so meint unser Referent Günther Steinmetz, sollte man nicht tun. Denn schließlich ist Sexualität ein Vergnügen, für das man nichts zahlen muss und das keinerlei Nebenwirkungen hat. Zweitens gibt es heute viele Möglichkeiten, trotz Potenzstörungen eine glückliche, lustvolle Beziehung zu führen. Dazu bedarf es freilich zunächst mal einer kompetenten Beratung durch einen Arzt. Von den Mittelchen, die viele Männer sich in so einer Situation heimlich aus dem Internet beschaffen, ist unbedingt abzuraten, denn in der Regel kosten sie nur Geld, ohne etwas Positives zu bewirken - und außerdem weiß man oft nicht, was drin ist, und gerade bei Arzneimitteln, die man sich per Internet aus dem Ausland beschafft, ist man vor unangenehmen Überraschungen oder gar gefährlichen Nebenwirkungen nicht gefeit.
Zum Arzt sollte man(n) mit Potenzstörungen schon deshalb gehen, weil solche Probleme erstes Warnsignal einer Gefäßerkrankung sein können, die unbehandelt vielleicht irgendwann zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führt. Denn von Durchblutungsstörungen aufgrund einer Arteriosklerose sind die kleinen Blutgefäße im Penis natürlich am allerehesten betroffen.
Man muss also den Mut finden, über das Problem zu reden - nicht nur mit dem Arzt, sondern natürlich auch mit der Partnerin. Hat man diese Hürde erst einmal gemeistert, stehen so viele Lösungsmöglichkeiten offen, dass garantiert für jedes betroffene Paar etwas Passendes dabei ist. Und noch ein tröstendes Wort hat Günther Steinmetz (der das Problem aus eigener Erfahrung kennt) für Männer in dieser sicherlich nicht einfachen Situation: ãEin Mann mit erektiler Dysfunktion kann ein guter Liebhaber seinÒ, sagt er. Das Potenzproblem kann sogar dazu führen, dass der Mann sich mehr Gedanken macht und anfängt, mit seiner Partnerin über ihre sexuellen Wünsche und Vorlieben zu reden. Und das hat bisher noch keiner Beziehung geschadet.
 


das schlafmagazin: Kongress 2009