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Refluxösophagitis – keine
Bagatellerkrankung
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Ausgewählte Artikel
Heft 4/2007
Refluxösophagitis – keine
Bagatellerkrankung
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von Simone Harland
Die meisten Menschen haben es irgendwann
in ihrem Leben wenigstens einmal kennen gelernt: Sodbrennen,
das brennende, schmerzende Gefühl hinter dem Brustbein.
Ausgelöst wird es durch in die Speiseröhre
aufsteigende Magensäure, die die empfindliche Schleimhaut
angreift. Leider gibt es mehr und mehr Menschen in Deutschland
– man schätzt 15 bis 25% der Bevölkerung
–, die dauerhaft unter Sodbrennen leiden und denen es zum
Teil den Schlaf raubt.
Anhaltendes Sodbrennen, das durch eine
Schwäche des Muskels am Übergang zum Magen
ausgelöst wird, bezeichnet man auch als Refluxkrankheit.
Ist als Folge des Sodbrennens die Speiseröhrenschleimhaut
geschädigt, dann spricht man von einer
Refluxösophagitis, ist sie gar im unteren Teil
umgewandelt, von einem Barrett-Ösophagus, der als Vorstufe
von Krebs gilt. Allerdings kann ein Brennen hinterm Brustbein
auch Indiz für eine koronare Herzkrankheit sein, zudem
können psychische Belastungen zeitweise Sodbrennen
hervorrufen, ohne dass eine Refluxkrankheit vorliegt. Im
zweiten Fall muss das Sodbrennen zeitweilig jedoch ebenfalls
behandelt werden.
Probleme im Liegen und beim Schlafen
Bei anderen Beschwerden ist es häufig
so, dass man sie während des Liegens oder im Schlaf nicht
mehr spürt bzw. dass sie weniger lästig sind. Beim
Sodbrennen bzw. Reflux ist das jedoch ganz anders. Im Liegen
verstärken sich die Beschwerden, weil die Magensäure
besser in die Speiseröhre zurückfließen kann.
Viele Refluxgeplagte wachen morgens auf und finden auf ihrem
Kopfkissen Spuren dieses Rücklaufs, manchmal sogar
Mageninhalt. Unter Umständen kann die Verengung der
Speiseröhre durch Speisereste sogar die Entstehung von
Schlafapnoe, also von krankhaften, lang anhaltenden
Atemaussetzern während des Schlafs, begünstigen. Zu
den weiteren Beschwerden können Übelkeit,
Aufstoßen, manchmal auch Erbrechen und in einigen
Fällen auch eine Rachen- oder Kehlkopfentzündung
sowie Heiserkeit oder eine chronische Entzündung der
Bronchien gehören. Auch Karies tritt als Folge des
Refluxes hin und wieder auf.
Keine Angst vor der Magenspiegelung!
Die Diagnose, dass Sodbrennen bzw. ein
Reflux vorliegt, wird oft zunächst durch die
Probeverordnung von Medikamenten gestellt. Meist verschreibt
der Arzt gegen die Beschwerden zunächst ein Antazidum, ein
Medikament, das die Magensäure bindet. Allerdings ist die
Wirkung oft nicht ausreichend, weshalb viele Ärzte ihren
Patienten anschließend versuchsweise einen
Protonenpumpeninhibitor (PPI), also ein die
Magensäureproduktion hemmendes Medikament, mitgeben. Diese
helfen stets gegen Sodbrennen und Reflux.
PPI dürfen über eine
längere Zeit nur gegeben werden, wenn sich der Patient
zuvor einer Speiseröhren- und Magenspiegelung unterzieht.
Vor einer solchen Untersuchung fürchten sich viele. Das
„Schlauchschlucken“, wie es umgangssprachlich
genannt wird, ist ja auch nicht gerade angenehm. Patienten, die
sich zu sehr fürchten, erhalten jedoch eine
Minianästhesie, während derer die Untersuchung
durchgeführt wird. Angst braucht also keiner mehr davor zu
haben.
Die verschiedenen Säulen der
Behandlung
Natürlich wird jeder Arzt seinem
Patienten Medikamente gegen das Sodbrennen verschreiben, jedoch
wird er zudem auf verschiedene Verhaltensänderungen
pochen, die dazu beitragen, dass das Sodbrennen und die damit
einhergehenden Beschwerden sich verringern. So sollten alle
Sodbrennengeplagten nachts auf keinen Fall flach im Bett
liegen, sondern das Kopfteil ihres Bettes erhöhen, z.B.
indem sie den Lattenrost dort anheben oder mehrere Kissen
verwenden. Auf diese Weise kann die Magensäure bzw. der
Mageninhalt besser in den Magen zurückfließen und
der Schlaf wird nicht länger stark gestört. Für
Schlafapnoiker, deren Krankheit durch Sodbrennen verursacht
wird, ist die Hochlage des Oberkörpers ein absolutes Muss!
Es gibt einige Nahrungs- und Genussmittel,
die Sodbrennen auslösen bzw. verstärken können.
Dazu gehören Kaffee, Schokolade, scharf gewürzte
sowie fettreiche Speisen. Den Verzehr bzw. Genuss dieser
Lebensmittel sollte man entweder einstellen oder
einschränken. Auch Übergewicht kann zu Sodbrennen
beitragen, ebenso zu enge Hosen oder Röcke, die den
Unterleib abschnüren. Eine Gewichtsabnahme ist daher
sinnvoll, genauso das Tragen lockerer Kleidung.
Auch bestimmte Medikamente können das
Sodbrennen fördern. Dazu gehören u.a.
Kalziumantagonisten, das bei Asthma oft eingesetzte Theophyllin
sowie Nitropräparate bei der koronaren Herzkrankheit.
Diese Präparate können jedoch oft nicht einfach
abgesetzt werden.
Als Medikamente der Wahl gelten beim
Reflux die PPI, die Patienten zum Teil lebenslang nehmen
müssen. Während sie beim Reflux ohne
Veränderungen der Speiseröhre genommen werden
können, wenn es notwendig ist – also wenn die
Beschwerden einsetzen –, ist die Dauereinnahme bei einer
Speiseröhrenentzündung unerlässlich, damit diese
sich nicht verschlimmert. Auch bei Personen, die große
Probleme mit Sodbrennen während des Schlafes haben,
empfiehlt sich die Dauereinnahme. Die Nebenwirkungen halten
sich in Grenzen. In einigen Fällen können z.B.
Müdigkeit, Schwindelgefühle, Kopf- oder
Bauchschmerzen auftreten.
Patienten, die nicht gewillt sind,
lebenslang PPI zu schlucken, etwa weil sie noch sehr jung sind,
oder Patienten mit nächtlichem Auswurf bzw. einem
Barrett-Ösophagus wird oft zu einer Refluxoperation
geraten, der Fundoplikatio, die unter den chirurgischen
Therapien als die beste gilt.
Endoskopische Behandlungsverfahren in der
Erprobung
Eine größere Anzahl anderer
Therapieformen zur Behebung des Refluxes wurden oder werden
noch getestet. Beispielsweise gibt es verschiedene
endoskopische, ambulant durchgeführte
Behandlungsmöglichkeiten, z.B. das so genannte
Bard®EndoCinch-Verfahren. Hierbei bildet der Chirurg
mithilfe eines Endoskops und mittels zwei Nähten im Magen
eine Gewebefalte, die das Rückfließen von
Mageninhalt in die Speiseröhre verhindern soll. Diese
Methode ist Studien zufolge jedoch bislang nicht sehr wirksam.
Man vermutet, dass sich die Nähte zu rasch lösen.
Zudem wird nicht die gesamte Magenwand erfasst.
Eine weitere Methode der endoskopischen
Gewebefaltenbildung im Magen ist das so genannte
Plicator-Verfahren. Dabei wird mit einem speziellen
Endoskop, dem Plicator, am Übergang zwischen der
Speiseröhre und dem Magen die Magenwand zu einer Falte
umgeklappt und mit Nähten befestigt, so dass die
Säure im Magen bleibt. Diese Methode scheint ersten
Studien zufolge effektiver zu sein und den behandelten
Patienten Nutzen zu bringen. Allerdings gehen die Mediziner
bisher davon aus, dass sie den herkömmlichen Eingriff
nicht verdrängen wird.
Neue Behandlungstechniken
Daneben gab es Mitte 2007 noch weitere
Behandlungsverfahren, die jedoch alle nicht sehr effektiv, zum
Teil sogar gefährlich waren. Letzteres gilt für die
so genannte Biopolymerinjektion, bei der in den
Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen eine
aushärtende Substanz eingespritzt wird, die den Muskel
stärken soll. Dies führte in einigen Fällen
jedoch zu schweren Nebenwirkungen, weshalb die dazu verwandten
Substanzen vom Markt genommen wurden.
Bei der Implantationstherapie
(Gatekeeper) werden Hydrogelstäbchen in den Bereich
zwischen Speiseröhre und Magen eingesetzt, die sich
ausdehnen, wenn sie feucht werden. Aber auch dieses Verfahren
hat sich als nicht sehr wirksam gezeigt.
Die Radiofrequenzapplikation
(Stretta), bei der ein Katheter in die Speiseröhre
vorgeschoben wird, der Radiowellen aussendet, welche die
Temperatur im Bereich des Übergangs der Speiseröhre
zum Magen an bestimmten Stellen gezielt stark erhöhen,
zeigte bislang ebenfalls nur eine geringe Wirksamkeit in der
Refluxbehandlung. Entzündungsreaktionen als Folge des
Verfahrens sollen eine Verdickung bewirken, die den
Rückfluss von Mageninhalt aufhält.
An eine Operation denkt man normalerweise
als letzte Möglichkeit, um einen Reflux in den Griff zu
bekommen. Es gibt nun Chirurgen, die alles operieren, was sich
ihnen bietet, selbst wenn sie wenig Erfahrung haben. Eine
Refluxoperation ist jedoch eine delikate Sache, bei der man
eine Menge falsch machen kann. Es lohnt sich, den richtigen,
das heißt: den erfahrenen Chirurgen auszuwählen. Wir
sprachen mit einem ausgewiesenen Könner auf dem Gebiet der
chirurgischen Refluxbehandlung, Prof. Dr. med. Thomas
Zimmermann aus Reutlingen.
Herr Prof. Zimmermann, was versteht man
unter einer Refluxkrankheit?
Als Refluxkrankheit oder auch
Refluxösophagitis bezeichnen wir eine Schwäche des
Muskels, der den Magen zur Speiseröhre hin
verschließt. Als Folge steigt Magensäure in die
Speiseröhre auf, was zu einer Verätzung oder Reizung
der Speiseröhre und damit meist eben auch zu einer
Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) führt.
Normalerweise öffnet sich der Muskel zwischen
Speiseröhre und Magen nur, wenn man etwas isst oder einen
Schluck trinkt. Kurz darauf schließt er sich wieder.
Dieser Vorgang läuft automatisch ab; willentlich
lässt sich der Muskel am Mageneingang nicht beeinflussen.
Das hat seinen Sinn, denn die Magenschleimhaut bildet die
Magensäure, eine verdünnte Salzsäurelösung,
die hilft, die Speisen zu zersetzen. Während die
Magenschleimhaut mit einer Schicht überzogen ist, die sie
vor der Säure schützt, findet sich in der
Speiseröhre nur eine sehr zarte Schleimhaut. Hält der
Muskel am Mageneingang nun nicht mehr dicht, steigt der mit
Säure vermengte Speisebrei in die falsche Richtung, also
in die Speiseröhre hoch. Die Folge: Sodbrennen, zum Teil
steigen Nahrungsbestandteile und Säure bis in den Rachen,
ja sogar in den Mund auf. Vor allem im Schlaf steigt der
Speisebrei nach oben.
Diskutiert wird, dass sogar Teile des
Mageninhalts in die Lunge laufen könnten, wodurch Asthma
hervorgerufen werden kann. Nicht wenige
Hals-Nasen-Ohren-Ärzte sind der Ansicht, dass das
Aufsteigen des Speisebreis den Kehlkopf reizen könne, was
unter Umständen langfristig zu Kehlkopfkrebs führt.
Neben den Beschwerden Sodbrennen und Massenreflux – dem
Problem, dass die Speisen ständig bis in den Mund steigen
und sogar das Bett durch Speisereste verunreinigt wird –
kann es über die Jahre zu einer Verätzung der
Speiseröhre und letztlich sogar zum Speiseröhrenkrebs
kommen.
Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis
Speiseröhrenkrebs entsteht?
Bei chronischem Verlauf der
Refluxkrankheit dauert dies etwa 20 Jahre. Nicht alle
Patienten, die unter Sodbrennen leiden, entwickeln auch ein
Karzinom. Und es gibt auch andere Formen des
Speiseröhrenkrebses, die nicht säurebedingt sind.
Doch alle Menschen mit Speiseröhrenkrebs litten unter
Sodbrennen. Deshalb ist die konsequente Behandlung von
Sodbrennen und Refluxkrankheit so wichtig. Sind bereits
Veränderungen der Speiseröhre festzustellen,
müssen diese in regelmäßigen Abständen
kontrolliert werden.
Sodbrennen hat sich ja mittlerweile zur
Volkskrankheit entwickelt. Liegt das vielleicht an der
Ernährung bzw. sind vor allem Menschen mit
Übergewicht betroffen?
Man sagt zwar, dass adipöse Menschen
häufiger unter der Refluxkrankheit leiden, aber es gibt
auch eine nicht unerhebliche Zahl junger, schlanker Menschen,
die davon betroffen sind. Man kann das also nicht
pauschalisieren.
Wie wird die Refluxkrankheit
behandelt?
Sodbrennen wird zunächst
medikamentös behandelt. Die wirksamsten Medikamente sind
die so genannten Protonenpumpenblocker (PPI), die die
Magensäurebildung weitgehend unterbinden. Sie helfen jedem
Patienten mit Sodbrennen. Ist dies nicht der Fall, stimmt die
Dosis nicht.
Tritt Sodbrennen als Folge von Stress oder
Ernährungsproblemen auf, muss der Patient in der Regel nur
kurzzeitig Medikamente nehmen. Jemand mit einer Refluxkrankheit
hingegen müsste diese Präparate lebenslang nach
Bedarf einnehmen. Deshalb wenden sich viele Patienten an uns
mit der Bitte um eine Operation.
Wann wird operiert?
Die Indikation für eine Operation ist
vor allem ein starker Leidensdruck des Patienten. Die Operation
ist eine Alternative zur langjährigen
Medikamenteneinnahme. Das Gleiche gilt für die
Patientengruppe, die als Folge der Einnahme von PPI zwar nicht
länger unter Sodbrennen leidet, bei der aber die anderen
Symptome wie Auswurf weiterhin auftreten. Weiterhin gibt es
seltene Indikationen für die Operation, z.B. eine
Verlagerung des Magens in den Brustkorb.
Welche Untersuchungen sind vor der
Operation erforderlich?
Wichtig ist zunächst eine
Magenspiegelung, bei der eventuelle Verätzungen an der
Speiseröhre festgestellt werden können und bei der
andere Erkrankungen der Speiseröhre oder des Magens
ausgeschlossen werden. Finden wir keine Verätzungen in der
Speiseröhre, heißt dies jedoch nicht, dass keine
Refluxkrankheit vorliegt. In einem solchen Fall führen wir
eine pH-Metrie durch, mit der wir den Säure-Rückfluss
in die Speiseröhre objektivieren können.
Schließlich wird bei der Manometrie die Funktion des
Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen
getestet.
Was ist eine pH-Metrie und Manometrie und
wie laufen diese Untersuchungen ab?
Der Patient muss bei der pH-Metrie einen
Schlauch mit einem Messgerät schlucken, wobei der Schlauch
mit rund einem Millimeter Durchmesser dünn wie eine
Bleistiftmine ist. Dieser Schlauch muss über einen
Zeitraum von 24 Stunden in der Speiseröhre und im Magen
verweilen; Essen und Trinken ist möglich. Das
Messgerät misst während der gesamten Zeit die
Magensäuremengen im Magen und in der Speiseröhre. Auf
diese Weise kann man feststellen, ob ein Reflux vorliegt,
obwohl die Speiseröhre nicht entzündet ist. Bei der
Manometrie wird ebenfalls ein sehr dünner Schlauch zur
Druckmessung geschluckt, um seltene Bewegungsstörungen in
der Speiseröhre vor einer Operation auszuschließen.
Die pH-Metrie und Manometrie führen wir nicht bei jedem
Patienten durch, sondern nur dann, wenn wir nicht sicher sind,
ob wir den Patienten operieren müssen.
Ist die Operation sinnvoll?
Die Refluxoperation (Fundoplikatio) ist
ein Eingriff, dessen Wirksamkeit seit 50 Jahren getestet wurde.
Zahlreiche Studien belegen den Nutzen einer Operation.
Heutzutage werden Refluxoperationen in aller Regel
minimalinvasiv durchgeführt. Man bezeichnet diese
Operationsform auch als Schlüssellochchirurgie, da nur
kleine Schnitte ins Gewebe notwendig sind, um die Instrumente
in den Körper einzuführen. Die Patienten kommen
morgens zur Operation und nach fünf Tagen können sie
im Allgemeinen entlassen werden.
Wie verläuft die Operation?
Vor dem eigentlichen Eingriff nehmen wir
eine Ösophagus-Manometrie vor. Mit dieser Untersuchung
kann festgestellt werden, ob eine Funktionsstörung des
Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen
vorliegt. Jeder 50. bis 100. Patient leidet nämlich unter
einer Störung der Speiseröhrenfunktion und nicht
unter einer Schließmuskelinsuffizienz. Würde man
diese Patienten operieren, wäre das ein Kunstfehler. Bei
der Manometrie wird ein dünner Schlauch mit
Messgeräten in Speiseröhre und Magen eingeführt,
mit dem man den vorherrschenden Druck beim Schlucken
feststellen kann. Für den Eingriff schaffen wir fünf
kleine Zugänge zum Operationsgebiet. Anschließend
ziehen wir den oberen Abschnitt des Magens, den Magengrund oder
-fundus, über das untere Ende der Speiseröhre, so
dass eine Manschette gebildet wird, die nach dem Zuziehen das
Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre
verhindern soll. Es gibt hierbei verschiedene Techniken: Bei
der einen bildet der Chirurg eine 360°-Manschette, also
eine Manschette, die die Speiseröhre komplett
umschließt. Andere Chirurgen legen eine
270°-Manschette an. Wir selbst bevorzugen diese
270°-Manschette „nach Toupet“, da wir den
Eindruck haben, dass hierdurch das seltene Problem bei einer
360°-Manschette, nicht mehr „rülpsen“ zu
können, zu vermeiden ist. Die Operation selbst dauert eine
gute Stunde.
Prof. Dr. Thomas Zimmermann ist Facharzt
für Chirurgie, Viszeral- und Thoraxchirurgie,
Chefarzt der Abteilung Allgemeine Chirurgie des Klinikums am Steinenberg in Reutlingen und geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Klinik. |
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