10/12 2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein zu kurzer oder unerholsamer Schlaf kann krank machen. Zu diesem Thema hat der DGSM-Kongress, der dieses Jahr in Nürnberg stattfand, zahlreiche Erkenntnisse geliefert: Von Krebs bis hin zu Lebererkrankungen kann schlechter Schlaf so gut wie alle Leiden verschlimmern und eventuell auch verursachen.

Das Thema Telemedizin ist zurzeit in aller Munde. Gerade in der Schlafmedizin ließe sich damit einiges bewirken – insbesondere in der Therapie der schlafbezogenen Atemstörungen, denn die Gerätedaten liefern viele Informationen, die man auf sinnvolle Weise nutzen könnte. Freilich gibt es auch noch jede Menge Probleme: Datenschutz, Vergütung, die Frage nach den Zuständigkeiten von Ärzten und Homecare-Providern. In Nürnberg diskutierten die Schlafmediziner darüber, was man mit den Daten anfangen könnte – und ob die Telemedizin schon reif für die Praxis ist.

Schon seit Jahren sind übermäßige Flüssigkeitsansammlungen im Körper als wichtiger Faktor, der zur Entstehung einer obstruktiven Schlafapnoe beitragen kann, im Gespräch. Eine neue Übersichtsarbeit stellt die wichtigsten Gründe für solche Wasseransammlungen zusammen und erklärt, was man dagegen tun kann. Wir stellen Ihnen diese Arbeit vor.

Es ist nicht neu, dass die CPAP-Therapie bei vielen Patienten unbeliebt ist. Und so informieren wir Sie regelmäßig über alternative Behandlungsmöglichkeiten für eine obstruktive Schlafapnoe: Unterkieferprotrusionsschienen, Rückenlageverhinderungswesten, Schlafpositionstrainer und natürlich diverse operative Eingriffe, von denen in letzter Zeit vor allem der Zungenschrittmacher von sich reden gemacht hat. Für diese Ausgabe des Schlafmagazins sprachen wir mit dem HNO-Arzt PD Dr. Clemens Heiser, Leiter des Schlaflabors am Klinikum rechts der Isar in München, über chirurgische Verfahren und andere Behandlungsmethoden bei nächtlichen Atemaussetzern. 

Die Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte kürzlich das Ergebnis einer Studie, in der der Übeltäter der rätselhaften Krankheit Narkolepsie identifiziert wird. Das hat große Auswirkungen auf die Diagnose und die Therapie der seltenen Schlafkrankheit. Auch dazu finden Sie hier einen Beitrag.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre

Ihre

Dr. Magda Antonic

Das Schlafmagazin 4-2018
Foto: © SantaLiza/shutterstock.com

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