Kongress des Schlafmagazins 2005

 

Somnus

Somnus 2005

Der Preis an den Selbsthilfegruppenleiter des Jahres wurde gleich viermal vergeben – um alle in der Selbsthilfebewegung Engagierten zu ermutigen und zu begeistern, damit sie in ihren Bemühungen nicht nachlassen. Aber auch, um ein Zeichen zu setzen: Denn dieser Preis soll auch etwas Verbindendes sein, soll Gräben und Differenzen (die es immer noch hier und da geben mag) überbrücken helfen, soll unterschiedliche Temperamente vereinen. 

Und so erhielt Rudolf Taugerbeck, der Chef des Landes-verbands Baden-Württemberg Schnarchen – Schlafapnoe e.V., den Preis für seine unermüdliche Basis- und Netzwerkarbeit in lokalen Selbsthilfegruppen, deren Zahl von Jahr zu Jahr wächst. Er interessiert Medien für das Thema und lenkt die Aufmerksamkeit psychologisch geschickt zuerst auf das Schnarchen – denn der Begriff „Schlafapnoe“ ist in der Öffentlichkeit leider nach wie vor noch nicht so geläufig. Außerdem sind auch nicht-krankhafte Schnarcher eine immens wichtige Zielgruppe und haben oft aus psychosozialen Gründen Hilfe nötig. Diese will Taugerbeck ebenfalls erreichen.

Der zweite Preisträger ist Hajo Schneider, Vorsitzender des Bundesverbandes Schlafapnoe Deutschland (BSD): ein politischer Profi und ein Kommunikationstalent, das zeigt, wie man durch Zusammengehen mit anderen Verbänden die Kräfte bündelt. 

Den dritten Preis erhielt Reinhard Müller, Bundessprecher des VdK, für sein unermüdliches Bemühen, die breite Öffentlichkeit ebenso wie Entscheidungsträger in Politik und Industrie immer wieder auf die Bedürfnisse der Patienten hinzuweisen. 

Der vierte „Somnus“ schließlich wurde Johann Häcker vom Bundesverband Schlafapnoe/Atemstillstand und Chronische Schlafstörungen e.V. für sein Lebenswerk als „Urgestein der Selbsthilfebewegung bei schlafbezogenen Atemstörungen“ verliehen. Auch die Rolle des Unbequemen aus Leidenschaft für Patientenbelange muss besetzt sein, und sie ist mit Häcker sicherlich ebenso emotional wie auch technisch-fachlich glänzend besetzt. Ohne Johann Häcker, dessen Anregungen und dessen Kritik hätte sich die CPAP-Technik nicht bis zum heutigen Stand entwickelt.

Einen „Somnus“ für technische Innovation erhielt die ResMed AG für das Screeninggerät microMESAM®, mit dem eine erste Schlafapnoe-Diagnose ebenso einfach wie kostengünstig ambulant möglich ist. 

Ebenfalls ein Preis ging an Prof. Jürgen Zulley als „Schlafmediziner des Jahres“, der als einer der Ersten die Zusammenhänge zwischen Schlaf und biologischen Rhythmen erforschte. Bemerkenswert an Zulleys Arbeit ist vor allem, wie glänzend er es versteht, der Öffentlichkeit wissenschaftliche Erkenntnisse über das Wesen des Schlafs in allgemein verständlicher, mitreißender Sprache zu vermitteln. 

Einen Sonderpreis erhielt Prof. Rainer Dierkesmann, Ärztlicher Leiter der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen, für sein persönliches Engagement und seinen wissenschaftlichen Rat, mit dem er die Patientenzeitschrift „das schlafmagazin“ von Anfang an begleitet  hat.                                        

WK

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