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Atemtherapiegerät kaputt – zahlt die Versicherung?  

Alles kann einmal kaputtgehen. Ein Atemtherapiegerät kann vom Nachttisch auf den Boden rutschen. Der Luftbefeuchter ist noch voll Wasser, und man hebt das Gerät hoch und steckt es in die Tasche: Das Wasser läuft in das Gerät. Aus.

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Medizinische News

 

Schlaf: Allzu viel ist ungesund

Neue Studien bestätigen es: Wir brauchen zwar genügend Schlaf – allzu viel sollte es aber auch nicht sein. Der amerikanische Kardiologe Franco Cappuccio analysierte die Daten von über einer Million Menschen, die über längere Zeit hinweg ein Tagebuch über ihr Schlafverhalten und ihr Befinden geführt hatten. Fazit: Bei den Kurzschläfern (weniger als sechs Stunden Schlaf pro Tag) war die Anzahl der Todesfälle um 12 % höher als in der mittleren Gruppe (sechs bis acht Stunden Schlaf). Die Langschläfer (über acht Stunden Schlaf) kamen allerdings noch schlechter weg: Bei ihnen war die Sterblichkeit um 30 % erhöht. In einer anderen Studie wurden Daten zu Schlafdauer und Schlafgewohnheiten von knapp 1000 Menschen im Alter von 42 und 81 Jahren ausgewertet. Das beunruhigende Ergebnis: Die Langschläfer hatten im Vergleich zu Normal- und Kurzschläfern ein deutlich höheres Schlaganfallrisiko. Das bedeutet allerdings nicht, dass zu langer Schlaf an sich krank macht: Es könnte auch sein, dass der lange Schlaf lediglich ein Symptom einer bereits bestehenden oder sich anbahnenden Krankheit (beispielsweise einer Depression oder Herz-Kreislauf-Erkrankung) ist.

Ruth Alexander: Why a long night’s sleep may be bad for you.
Yue Leng et al.: Sleep duration and risk of fatal and nonfatal stroke. Neurology, February 25, 2015

 

Schon eine einzige durchgemachte Nacht kann unsere Gene verändern

Das fand ein schwedisches Forscherteam heraus. Für seine Studie lud es 15 Studenten für zwei Nächte ins Schlaflabor ein und ließ sie in der ersten Nacht acht Stunden lang schlafen, während sie in der zweiten Nacht wachbleiben mussten. Die Blut- und Zellproben, die die Wissenschaftler vor und nach der durchgemachten Nacht entnahmen, brachten Erschreckendes an den Tag: Bestimmte Gene, die für die Steuerung unserer inneren Uhr eine wichtige Rolle spielen, hatten sich bereits nach dieser einen Nacht in ihrer Aktivität und Struktur verändert. Freilich weiß man noch nicht genau, ob es sich dabei um einen länger anhaltenden oder lediglich um einen kurzfristigen Effekt handelt, der sich durch ein paar erholsame Nächte wieder rückgängig machen lässt. Um dies zu untersuchen, sind weitere Studien erforderlich. Dennoch zeigt das Ergebnis dieser Untersuchung wieder einmal, wie wichtig ausreichender Schlaf ist – und dass man daran auch schon in jungen Jahren denken sollte!

Jonathan Cedernaes, et al. Acute Sleep Loss Induces Tissue-Specific Epigenetic and Transcriptional Alterations to Circadian Clock Genes in Men. JCEM

 

Studienaufruf

Teilnehmer/-innen gesucht:
Studie zu internetbasierter Selbsthilfe bei Schlafstörungen

Im Rahmen einer Studie der Universität Bern und dem Inselspital Bern wird die Wirksamkeit eines internetbasierten Selbsthilfeprogramms für Menschen, die unter Schlafproblemen leiden, untersucht. Im Programm werden Sie während acht Wochen selbständig am Computer verschiedene Module zum Thema Schlaf bearbeiten. Dabei werden Sie während der Studiendauer von einem Psychologen/-in „online“ begleitet. 

Wir sind auf der Suche nach Interessenten/-innen, die gerne an der Studie teilnehmen möchten. Mehr Informationen zur Studie finden Sie unter: www.online-therapy.ch/isleep