Atemtherapiegerät kaputt – zahlt die Versicherung?

Alles kann einmal kaputtgehen. Ein Atemtherapiegerät kann vom Nachttisch auf den Boden rutschen. Der Luftbefeuchter ist noch voll Wasser, und man hebt das Gerät hoch und steckt es in die Tasche: Das Wasser läuft in das Gerät. Aus.

Natürlich lässt sich manches reparieren, doch auch das kostet Geld. Oder das Gerät ist irreparabel beschädigt. Ein neues muss her. Doch wer zahlt für den Schaden?In der Regel gehören die Geräte dem Versorgungsunternehmen, das dem Patienten das Gerät liefert (quasi leiht) und in Stand hält. Dafür bezahlt die Krankenkasse dem Versorger eine monatliche oder jährliche Pauschale. Die drängende Frage ist jetzt, wer dem Besitzer des Geräts, der versorgenden Firma also, den Schaden ersetzt. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Nutzer des Geräts, der Patient, für den Schaden haftet. Die meisten nehmen das auf die leichte Schulter und meinen, dass dafür ihre Hausratversicherung  (wenn sie denn eine abgeschlossen haben) aufkommt. Dies ist ein Irrtum. Ein teurer Irrtum.

Die Hausratversicherung zahlt nur für Geräte, die dem Versicherungsnehmer gehören. Falls es sich um ein Leihgerät einer Versorgerfirma handelt, geht das die Hausratversicherung nichts an. Anders verhält es sich mit der Haftpflichtversicherung. Die zur Therapie geliehenen medizinischen Geräte sind oftmals in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert. Doch Vorsicht: Bedienungsfehler gehören nicht dazu! Nur der angerichtete Schaden, also das Herunterfallen des Gerätes. Doch auch hier ist wieder Vorsicht geboten. Nicht alle Versicherungsgesellschaften schließen geliehene Geräte in die Privathaftpflicht ein. Viele Versicherer verlangen möglicherweise einen geringfügigen Aufschlag pro Jahr. Das ist nicht viel, z. B. vier bis fünf Euro. In jedem Fall sollten Sie bei Ihrer Privathaftpflichtversicherung  nachfragen, ob Ihr Atemtherapiegerät unter den Versicherungsschutz fällt.  Die Antwort der Versicherung sollten Sie bitte schriftlich einfordern.  Falls nicht, sollten Sie Ihren Versicherungsschutz erweitern. Denn: Eine Panne ist schnell passiert, und der Versorger kann durchaus den Neuwert eines gleichwertigen Geräts in Rechnung stellen. Und das ist kein Pappenstiel.

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Dieter Sippel, Leiter der SHG „Markgräflerland“ Schlafapnoe – Atemstillstand

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