14/05 2013

Kochsalz-Konsum und obstruktive Schlafapnoe

Erhöhter Kochsalz-Konsum hängt mit dem Schweregrad der obstruktiven Schlafapnoe bei Patienten mit schlecht behandelbarem Hochdruck zusammen

Obstruktive Schlafapnoe ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung von Bluthochdruck. Dies gilt insbesondere für Patienten mit Therapie resistentem Hochdruck und Herz- Kreislauf Erkrankungen. In einer Studie an 97 Patienten wurde die 24 Stunden-Urin- Ausscheidung an Kochsalz und dem Hormon Aldosteron gemessen. Die Kochsalzspiegel und der Aldosteron-Spiegel standen in einem signifikanten Zusammenhang mit der Häufigkeit der Apnoen und Hypopnoen. Der Schweregrad der Schlafapnoe wurde demnach durch Salzkonsum beeinflusst

Die Autoren weisen darauf hin, dass diese Ergebnisse gut mit der Beobachtung übereinstimmen, dass der Flüssigkeitsgehalt des Körpers, der durch den Salzgehalt mitbestimmt wird, bei obstruktiver Schlafapnoe erhöht ist. In der Nacht verschiebt sich Flüssigkeit aus den Beinen in den oberen Teil des Körpers, so dass sich auch die oberen Atemwege verengen. Zu diesem Konzept passt, dass durch die Einnahme von Aldosteron Antagonisten (dem Gegenspieler von Aldactone) der Schweregrad der Schlafapnoe verringert werden kann.

Fazit: Die praktische Konsequenz aus diesen Ergebnissen kann darin gesehen werden, dass speziell in dieser Patientengruppe eine Verminderung des Kochsalzkonsums zu einer Reduktion des Schweregrades der obstruktiven Schlafapnoe führt. 

Prof. Karl-Heinz Rühle

(Pimenta E, Stowasser M, Gordon RD, Harding SM, Batlouni M, Zhang B, Oparil S, Calhoun DA. Increased dietary sodium is related to severity of obstructive sleep apnea in patients with resistant hypertension and hyperaldosteronism. Chest. 2013 Apr;143(4):978-83.)

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