Schlaflexikon


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Schlafkrankheit
Die klassische Schlafkrankheit ist eine Erkrankung der Tropen, die Afrikanische Schlafkrankheit oder Afrikanische Trypanosomiasis. Daneben wird der Begriff für zwei weitere Erkrankungen gebraucht: für eine Form der Hirnentzündung, auch Enzephalitis lethargica oder Europäische Schlafkrankheit genannt, und für die Narkolepsie. Die Afrikanische Schlafkrankheit wird durch bestimmte Parasiten, die Trypanosomen, hervorgerufen, die durch den Stich der Tsetse-Fliege übertragen werden können. Die Erkrankung verläuft unbehandelt in drei Stadien: Im ersten Stadium kommt es zu erkältungsähnlichen Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit. Auch ein Hautausschlag und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Körper können auftreten. Im zweiten Stadium mehrere Monate nach der Infektion kommt es zu Verwirrtheit, Schlafproblemen sowie Koordinationsstörungen und Krampfanfällen. Im dritten Stadium schließlich verfällt der Erkrankte in eine Art schlafähnlichen Dämmerzustand, an dessen Ende der Tod steht. In den ersten zwei Stadien kann die Krankheit wirkungsvoll mit Medikamenten behandelt werden. Die Europäische Schlafkrankheit äußert sich u.a. durch Tagesschläfrigkeit, "Schlafzwang" sowie durch Trübungen des Bewusstseins. Die Erkrankung tritt heute jedoch kaum mehr auf.
Siehe auch:
Narkolepsie