Schlaflexikon


Suche

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XY Z


Volltextsuche: nur in Begriffsliste suchen




Einträge 1 bis 22 von 22

R:
Rapid eye movement
Rauschmittel
Rückenschule für das Bett
RDI
Reaktionsfähigkeit
Rebound-Effekt
Rebound-Insomnie
Refluxkrankheit
REM
REM-Latenz
REM-Quote
REM-Schlaf
REM-Traum
Resorption
Responder
Restless-Legs-Syndrom
Retrognathie
Rett-Syndrom
Rezeptoren
Rhythmus, biologischer
Rhythmus, zirkadianer
RLS
 
Restless-Legs-Syndrom
(engl.; Syndrom der ruhelosen Beine), RLS; Missempfindungen in den Beinen im Ruhezustand, die zu einem nahezu unwiderstehlichen Bewegungsdrang führen, da dieser die Empfindungen lindert. Auch unwillkürliche Bewegungen kommen als Folge der Gefühlsstörung vor. Da die Symptome insbesondere im Bett auftreten, kommt es zu zum Teil massiven Schlafstörungen - sowohl das Ein- als auch das Durchschlafen ist oft problematisch. Das RLS äußert sich in einem heftigen Kribbeln, Ziehen oder auch zu Schmerzen. Durch Bewegung und Anspannung der Muskeln verschwinden diese Gefühle in der Regel sofort, kehren aber auch rasch zurück, wenn die Betroffenen sich erneut im Ruhezustand befinden. Hauptsächlich treten die Missempfindungen nachts auf. Abzugrenzen ist das RLS von den periodischen Bewegungen der Gliedmaßen, die im Schlaf auftreten. Die Ursachen für das RLS sind noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass in einem Teil der Fälle eine erbliche Veranlagung besteht, bei anderen Personen trat das RLS erstmals während oder nach einer Schwangerschaft, als Folge von Erkrankungen, z.B. Arthritis oder Krankheiten des Nervensystems, oder im Anschluss an die Einnahme bestimmter Medikamente (u.a. Antidepressiva) erstmals auf. Die Behandlung besteht, falls möglich, in der Beseitigung des Auslösers. Wurde das RLS durch Arzneimittel hervorgerufen, ist dies ziemlich einfach. Kann kein Auslöser gefunden bzw. kann er nicht beseitigt werden, besteht die Behandlung meist in der Gabe von Medikamenten, denn der Leidensdruck der Patienten ist ziemlich groß, zumal sie durch den gestörten Nachtschlaf tagsüber häufig müde sind. Zu den Arzneimitteln, die eingesetzt werden, gehören das L-Dopa und Dopaminagonisten. Aber auch die Gabe von Opioden kann in schweren Fällen des RLS angezeigt sein. In Erprobung ist eine Therapie mit intravenösen Eisenpräparaten, die in Studien bereits Erfolge zeigte.
Siehe auch:
Schlafstörungen
Periodische Bewegungen der Gliedmaßen im Schlaf
Schwangerschaft
Antidepressiva