Schlaflexikon


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Einträge 1 bis 18 von 18

N:
Nachtangst
Nachtesser-Syndrom
Nachtwandeln
Nap
Narkolepsie
Narkomanie
Narkosemittel
nBiPAP
nCPAP
Neurotransmitter
Nickerchen
Niedrigdosisabhängigkeit
Nikotin
Non-REM-Narkolepsie
Non-REM-Schlaf
Non-REM-Traum
Noradrenalin
Nykturie
 
Nachtangst
Pavor nocturnus oder Nachtschreck; vor allem bei Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren des nachts auftretendes Phänomen. Die Kinder schrecken etwa eine bis drei Stunden nach dem Einschlafen mit lautem Schreien aus dem Schlaf auf, sitzen oft senkrecht im Bett, sind nicht ansprechbar, aber sehr erregt und wirken überaus ängstlich. Sie lassen sich auch durch ihre Eltern nicht beruhigen, erkennen diese in der Regel gar nicht. Zu den weiteren Symptomen zählen eine erhöhte Herzfrequenz, beschleunigte Atmung, Verwirrtheit sowie Schweißausbrüche und sich wiederholende Bewegungsabläufe. Am folgenden Tag oder auch nachts, wenn das Kind wieder ansprechbar ist, kann es sich nicht an den Vorfall erinnern.
Die Nachtangst ist in aller Regel harmlos und tritt meistens auch nur wenige Male auf. In den meisten Fällen ist sie unbedenklich, allerdings muss abgeklärt werden, ob nicht vielleicht eine spezielle Form der Epilepsie vorliegen könnte, deren Symptome der Nachtangst ähneln. Ausgelöst werden kann die Nachtangst durch Stresssituationen am Tag, egal ob positiver (z.B. Geburtstagsfeier) oder negativer Art. Eine Behandlung ist im Allgemeinen nicht nötig. Bei sehr häufig wiederkehrenden Nachtangstepisoden sollte jedoch auf alle Fälle der Arzt zurate gezogen werden, der die Nachtangst eventuell medikamentös behandeln kann. Möglicherweise ist auch eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt. Mit dem Älterwerden verschwindet die Nachtangst normalerweise. Erwachsene, die noch darunter leiden, sollten sich in jedem Fall ärztlich behandeln lassen.