Schlaflexikon


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M:
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Melatonin
Von der Zirbeldrüse produziertes Hormon, das an der Steuerung des Schlaf-wach-Rhythmus beteiligt ist. Melatonin besitzt eine schlaffördernde Wirkung. Seine Ausschüttung wird durch den Wechsel von Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit, gesteuert. Wenn es hell wird, nimmt die Melatoninkonzentration im Blut ab, wird es dunkel erhöht sie sich. In der Winterzeit, in der es auch tagsüber dunkler ist, ist die Melatoninausschüttung auch am Tag höher, was zu Tagesmüdigkeit führen kann. Winterdepressionen werden ebenfalls durch erhöhte Melatoninblutspiegel mitverursacht. Eine zu hohe oder zu geringe Melatoninproduktion kann Schlafstörungen hervorrufen. Auch beim Jet-lag spielt die Melatoninausschüttung, die sich nicht so rasch anpassen kann, eine Rolle. In der Europäischen Union ist ab 2007 ein verschreibungspflichtiges Melatoninpräparat zugelassen, mit dem Schlafstörungen bei älteren Menschen behandelt werden können.
Siehe auch:
Schlafstörungen
Jet-lag