Schlaflexikon


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Einträge 1 bis 12 von 12

D:
Delayed sleep phase syndrome
Delta-Wellen
Demenz
Dendrin
Depression
Desorientiertheit
DGSM
Dopamin
Durchschlafstörungen
Dyskinesien
Dyspnoe
Dyssomnie
 
Depression
Zustand, der durch Niedergeschlagenheit oder Gefühlsleere gekennzeichnet ist und über einen gewissen Zeitraum anhält bzw. in Abständen auftritt. Zu den Symptomen einer Depression gehören u.a. Antriebslosigkeit, in der Regel niedergedrückte Stimmung bzw. Gefühllosigkeit sowie Schlafstörungen. Die meisten Betroffenen wachen früh morgens, fühlen sich zu diesem Zeitpunkt schlechter als im gesamten Tagesverlauf und können nicht wieder einschlafen. Allerdings bleiben trotz dieser Schlafprobleme viele depressive Personen längere Zeit im Bett, ganz einfach weil ihnen der Antrieb zum Aufstehen fehlt. Zu den weiteren Symptomen zählen zunehmende Gereiztheit, Schuldgefühle, eine Verlangsamung des Denkens sowie ein Mangel an Konzentrationsfähigkeit. Auch Appetitlosigkeit, gepaart mit Gewichtsabnahme oder aber eine Gewichtszunahme können mit einer Depression einhergehen. Es gibt verschiedene Formen der Depression: Bei der endogenen Depression ist keine Ursache zu finden, die neurotische Depression ist oft Folge einer oft bereits in der Kindheit oder frühen Jugend bestehenden Fehlentwicklung, sie kann aber auch nach länger andauernden belasten Ereignissen auftreten. Die reaktive Depression oder, wie sie heute meist genannt wird, depressive Reaktion beginnt nach einem nicht lange zurückliegenden belastenden Erlebnis, das nicht einfach verarbeitet werden konnte. Daneben gibt es noch die somatisierte bzw. larvierte oder maskierte Depression, die sich vor allem in körperlichen Symptomen wie Rücken- oder Kopfschmerzen und oft auch Schlafstörungen äußert. Bei der organischen Depression ist der Auslöser körperlicher Art; sie kann z.B. durch Schilddrüsenfehlfunktionen hervorgerufen werden. Die postpartale oder postnatale Depression kann nach der Geburt eines Kindes auftreten und die Mütter schwer belasten. Daneben gibt es noch die so genannte Winterdepression, die meist auf Lichtmangel zurückzuführen ist, sowie die pharmakogene Depression, die durch die Einnahme von Medikamenten hervorgerufen wird. Bei Depressionen ist das Zusammenspiel verschiedener Neurotransmitter im Gehirn gestört. Man vermutet, dass viele Depressionen ihre Ursache in einer genetischen Veranlagung haben. Die Behandlung von Depressionen besteht in der Regel in der Gabe von Medikamenten, den so genannten Antidepressiva, sowie oft auch in einer begleitenden Psychotherapie. Die Winterdepression wird meistens mit einer intensiven Lichttherapie behandelt.

Siehe auch:
Schlafstörungen
Neurotransmitter
Antidepressiva