Schlaflexikon


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Einträge 1 bis 28 von 28

B:
Baldrian
Barbiturate
Basaltemperatur
Basic rest activity cycle
Bauchlage
Benzodiazepine
Beruhigungsmittel
Beta-Rezeptorenblocker
Beta-Wellen
Betäubungsmittel
Bett
Bettdecke
Bettflucht im Alter
Bettnässen
Bettzeit
Bewusstlosigkeit
Bewusstseinsstörungen
Biofeedback
Biogene Amine
Biologische Uhr
Biologischer Rhythmus
Bioverfügbarkeit
BiPAP
Blutgasanalyse
Bluthochdruck
Brachialga paraesthetica nocturna
Bruxismus
Burning-feet-Syndrom
 
Bettnässen
Enuresis nocturna; nächtliches, unwillkürliches Wasserlassen. Von Bettnässen spricht man jedoch erst ab dem Alter von fünf Jahren und wenn ein Kind mindestens zweimal innerhalb eines Monats über einen Zeitraum von drei Monaten nachts das Wasser nicht halten kann. Bei älteren Kindern (ab sechs, sieben Jahren) ist die Diagnose Bettnässen dann gegeben, wenn sie einmal monatlich einnässen und das über wenigstens drei Monate. Allerdings ist das Bettnässen nach dem fünften Lebensjahr nichts Ungewöhnliches: Noch jedes zehnte Kind im Alter von sieben Jahren ist davon betroffen, sogar bei etwa zwei Prozent der Jugendlichen kommt es noch vor. Die Mediziner unterscheiden zwischen der so genannten primären Enuresis, was bedeutet, dass ein Kind noch nie über einen längeren Zeitraum nachts trocken war, und der sekundären Enuresis, die nach wenigstens sechs Monaten des nächtlichen Trockenseins auftritt. Während die Ursache der primären Enuresis oft in einer Entwicklungsverzögerung zu finden ist, sind es bei der sekundären Enuresis oft psychische Probleme (seelische Belastungen), die dazu führen, dass ein Kind nachts wieder einnässt. Zu den Ursachen der primären Enuresis zählen u.a. eine unzureichende Produktion des Hormons ADH, das die Menge des hergestellten Urins steuert oder ein sehr tiefer Schlaf. Die Behandlung des Bettnässens richtet sich nach seiner Ursache. Manchmal helfen Medikamente, in anderen Fällen eine so genannte Klingelhose, die das Kind weckt, wenn die ersten Tropfen Urin in ihr landen. In jedem Fall sollten Eltern möglichst ruhig bleiben und dem Kind keine Vorwürfe machen. Bei einer Verzögerung der Entwicklung kann auch die weitere Verwendung von Windeln sowohl den Leidensdruck des Kindes, das sich oft für sein "Versagen" schämt, als auch den der Eltern, die nachts das Bett neu beziehen müssen, mindern.