Schlaflexikon


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Einträge 1 bis 24 von 24

P:
Panik
Paradoxer Schlaf
Parasomnien
Parkinson-Syndrom
Pavor nocturnus
Periodische Bewegungen der Gliedmaßen im Schlaf
Phallographie
Phasische Aktivierungen
Phobie
Photoperiode
Pickwick-Syndrom
Plazeboeffekt
Plötzlicher Kindstod
Polysomnographie
Power Nap
Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
Prolaktin
Prostaglandine
Psychomotorik
Psychopharmaka
Psychose
Psychostimulanzien
Psychotherapie
Pupille
 
Periodische Bewegungen der Gliedmaßen im Schlaf
Auch nächtlicher Myoklonus; in regelmäßigen Abständen stattfindende Bewegungen der Gliedmaßen, insbesondere der Beine, die unwillkürlich während des Non-REM-Schlafs stattfinden. Der große Zeh wird wiederholt gestreckt, auch die Fußgelenke beugen sich dabei häufig, genauso die Knie und die Hüfte. Diese Bewegungen erfolgen in einem bestimmten Abstand, oft handelt es sich dabei um Intervalle von etwa einer halben Minute; in jedem Fall müssen sie wenigstens in einer Stunde des Schlafs fünfmal vorkommen, um als periodische Bewegungen der Gliedmaßen bezeichnet werden zu können. Die Bewegungen können in jedem Non-REM-Schlafstadium vorkommen und führen nicht selten zu kurzen, von den Patienten nicht festgestellten Weckreaktionen. Auch wenn die Betroffenen die Bewegungen nicht registrieren, fühlen sie sich am Tag doch häufig müde, schlafen z. T. sogar aufgrund von Übermüdung kurzzeitig ein. Das Restlegs-Legs-Syndrom geht nicht selten mit den periodischen Bewegungen einher. Mit zunehmendem Alter häuft sich das Phänomen der periodischen Bewegungen der Gliedmaßen im Schlaf. Kommt es im Alter von 30 bis 50 nur bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung vor, sind es bei den Personen über 50 bereits 25%, bei den über 65-Jährigen sogar mehr als 40%. Man schätzt, dass ca. 15% aller Personen, die unter Schlafstörungen leiden, von dem Phänomen betroffen sind. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Eine erbliche Veranlagung wird in einem Teil der Fälle angenommen, aber genauso können Alkoholmissbrauch, Krankheiten der Nieren, Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen sowie die Einnahme bestimmter Medikamente das Auftreten der periodischen Bewegungen der Gliedmaßen begünstigen. Eine Diagnose erfolgt in der Regel im Schlaflabor. Unter Umständen kann die Einnahme von Dopamin-Agonisten oder L-Dopa die Bewegungen reduzieren; wichtig ist jedoch vor allem, einige Regeln vor dem Schlafengehen einzuhalten. So sollte man täglich, auch am Wochenende, zur etwa gleichen Zeit aufstehen. Etwa sechs Stunden vor dem Schlafengehen sollte man auf Alkohol und Koffein verzichten. Kurz vor dem Schlafen sollte man nicht rauchen. Zudem sollte man nur ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.
Siehe auch:
Non-REM-Schlaf
Restless-Legs-Syndrom
Schlafstörungen
Schlaflabor
Alkohol
Koffein