23/05 2011

Liebe Leserin, lieber Leser,

in Deutschland dürfte mehr als eine Million Menschen von Benzodiazepinen abhängig sein. Vor allem ältere Menschen nehmen sie häufig gegen ihre Ein- und Durchschlafprobleme. Bei Dauereinnahme können Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen und Muskelschwäche die Folge sein – und damit ist auch die Sturzgefahr erhöht. Unser erster Beitrag in dieser Ausgabe des Schlafmagazins beschäftigt sich mit der Benzodiazepin-Entwöhnung mit pflanzlichen Substanzen. Pflanzliche Heilmittel können auch Schmerzen lindern – sanft und ohne Nebenwirkungen. Dr. Uehleke vom Immanuel Krankenhaus in Berlin ist ein Experte auf dem Gebiet der Phytotherapie und schreibt in seinem Artikel, von welchen Pflanzen man was erwarten darf.In schlafmedizinischen Kreisen ist er eine lebende Legende und auf der letzten Jahrestagung der DGSM in Bremen war er zweifellos der Star: Colin Sullivan, der Entwickler der CPAP-Beatmungstherapie für Schlafapnoe-Patienten. Mittlerweile beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Masken, die für Kinder besser verträglich sind, und mit den schädlichen Auswirkungen von Schnarchen bei Schwangeren. Wir haben mit ihm gesprochen – über die Vergangenheit und über seine Arbeit heute.Eine andere lebende Legende, von manchen auch „Schlafpapst“ genannt (ich glaube, das hört er nicht so gerne) ist Prof. Jürgen Zulley. In dieser Ausgabe geht er der Aussage nach: „Sage mir, wie du schläfst, und ich sage dir, wer du bist“. Lässt sich aufgrund der Schlafposition etwas über den Charakter oder den Seelenzustand einer ­Person sagen? Verrät sie etwas über die Beziehung eines Paares? Interessante Fragen. Interessante Antworten.Es war endlich Zeit, dass sich das Schlafmagazin auch einmal mit dem Schlaf der Verliebten beschäftigt. Und da wir uns gerade im „Liebesmonat Mai“ befinden, passt dieser Beitrag perfekt. Der Psychologe Dr. Serge Brand aus Basel hat für uns über diesen „Zustand wie im Rausch“ einen sehr schönen Beitrag geschrieben: „Wenn die Verliebtheit uns den Schlaf raubt“ – lesenswert nicht nur für Betroffene. Und unser Kongress? Die Halle ist längst gebucht. Die Referenten sind eingeladen. Die ausstellenden Firmen wissen, wo sie ihre Produkte präsentieren können. Unser Preis, der „Somnus“, wird in den nächsten Tagen beim Steinmetz abgeholt. Das Essen ist bestellt. Wir sind bereit, Sie zu empfangen und freuen uns auf Sie!

Dr. Magda Antonic

Ausgabe-2-2011

Foto: © gerlinde/photocase.de

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