Schlaflexikon


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Einträge 1 bis 10 von 10

G:
GABA
Gamma-Aminobuttersäure
Gähnen
Gedächtnis
Genussmittel
Gesamtschlafzeit
Gewöhnung
Glukokortikoide
Gravidität
Growth hormone
 
Gähnen
Bei meist stark geöffnetem Mund erfolgendes, heftiges Einatmen, das reflexartig und oft als Folge von Außenreizen (z.B. das Gähnen anderer) abläuft und als Zeichen für Müdigkeit oder Langeweile gedeutet wird. Bereits Feten im Mutterleib sind ab der 11. Schwangerschaftswoche in der Lage zu gähnen. Sie entfernen mit Hilfe dieses Reflexes Sekrete aus der Lunge. Ein einzelnes Gähnen dauert im Schnitt sechs Sekunden und trägt zu einer Beschleunigung des Herzschlags bei, was wiederum dafür sorgt, dass die Körperzellen aufgrund der stärkeren Pumpleistung des Herzens stärker mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Wodurch genau der Gähnreiz ausgelöst wird, ist bislang noch nicht vollständig bekannt. Vermutet wird jedoch, dass ein Zusammenspiel verschiedener Neurotransmitter, u.a. Dopamin, Serotonin und Oxytocin, daran beteiligt ist. Auch der Nutzen des Gähnens ist noch nicht identifiziert. Angenommen wird, dass es in früheren Zeiten zur Synchronisation von Zeitabläufen in sozialen Verbänden diente, dass z.B. es Mitgliedern einer Sippe als Signal diente, ins Bett zu gehen. Dafür spräche u.a. auch die Tatsache, dass Gähnen ansteckend wirkt. Studien haben ergeben, dass in einer Gruppe, in der eine Person mit dem Gähnen beginnt, sich nach fünf Minuten jeder Zweite vom Gähnen hat anstecken lassen. Auch Tiere besitzen übrigens die Fähigkeit zu gähnen.
Siehe auch:
Neurotransmitter