24/11 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe Leserin, lieber Leser,

während ich dieses Editorial schreibe, sind es noch wenige Tage bis zu unserem alljährlich stattfindenden Kongress „Thementag Schlaf“ (wir werden in der Februar-Ausgabe des Schlafmagazins ausführlich berichten). Wir sind natürlich ein wenig aufgeregt, freuen uns aber auch auf interessante Vorträge und Begegnungen mit Ihnen – unseren Lesern. Gestern erreichte mich eine E-Mail aus Berlin, in der die Messe „sleep for fit“ im März 2017 angekündigt wurde. Es ist lobenswert, dass das Thema Schlaf von immer mehr Seiten aufgegriffen wird. Hoffentlich dienen auch alle Aktionen immer den von Schlafproblemen Betroffenen und klären insgesamt die Bevölkerung über dieses wichtige Drittel unseres Lebens auf. 

Wir wünschen der Messe viel Erfolg, gleichzeitig wundern wir uns, warum die Veranstalter es nötig haben, hier von „Deutschlands einziger Publikumsveranstaltung zum Thema Schlaf“ zu sprechen. Diese Aussage ist wie ein Schlag ins Gesicht – für all die vielen Selbsthilfegruppen und Verbände, die Jahr für Jahr mit viel Herzblut ihre Kongresse planen, die Betroffenen einladen, mühevoll die Kontakte zu möglichen Referenten aufbauen. Manchmal ist man glücklich, weil der gemietete Saal übervoll ist, manchmal völlig entmutigt, weil nicht mal die Hälfte der Plätze besetzt wird. Dennoch macht man weiter. Alles ehrenamtlich. Alles für den besseren Schlaf. 

Auch wir vom Schlafmagazin haben vor vielen Jahren unseren Kongress gestartet. In manchen Punkten war er einzigartig, etwa was die Verleihung des Preises „Somnus“ angeht. Vielleicht auch was die Fülle an Vorträgen betrifft. Aber nie haben wir uns angemaßt, von „Deutschlands einziger Publikumsveranstaltung“ zu sprechen. 

Ein weiterer großer Kongress steht vor der Tür: die 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e. V. (DGSM) Anfang Dezember (auch darüber werden wir im Februar-Heft berichten). Streng genommen ist dieser Kongress das genaue Gegenteil der Messe in Berlin – nämlich eben keine Publikumsveranstaltung. Leider ist das den Veranstaltern nicht von Anfang an klar gewesen, was für einige Verwirrung und Aufregung unter den Selbsthilfegruppen (= Publikum, niederes Volk) gesorgt hat, als es plötzlich keine Ausstellerausweise für sie gab. Dann gab es sie doch. Aber nicht für alle. Wie es schließlich ausgeht, kann ich erst im kommenden Heft schreiben.

Was ich mit Sicherheit sagen kann, ist: Bei unserem Kongress ist jeder willkommen, Arzt, Patient, Geldgeber, alt, jung, arm, reich. Und auch unser Schlafmagazin – das wirklich erste und einzige Publikumsmagazin zum Thema Schlaf – kann und wird von allen gelesen: Von Schlafapnoikern, Insomnikern, Narkoleptikern, RLS-Kranken, Angehörigen, Ärzten, Pflegekräften, DGSM-Vorstandsmitgliedern, Geräteherstellen, Bettenherstellern, Einheitsmatratzenherstellern, Presseleuten und Messeplanern und allen anderen, denen der Schlaf lieb und auch teuer ist.

Ihre

Dr. Magda Antonic