04/08 2011

Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich waren wir vom Schlafmagazin auf dem Gesundheitstag eines großen Autoherstellers in Stuttgart. Es hat uns überrascht, wie viele Menschen sich für Themen rund um den Schlaf interessiert haben. Die mit Abstand häufigsten Probleme und Fragen drehten sich dabei um das Schnarchen. Obwohl man davon ausgeht, dass etwa 40 % aller Männer und 24 % aller Frauen schnarchen – wobei die Schnarchhäufigkeit mit zunehmendem Alter ansteigt – gibt es da offensichtlich nicht genug Aufklärung. Das hat uns bewogen, dieses Thema zum Schwerpunkt dieser Ausgabe unseres Schlafmagazins zu machen. 

Dass es sich beim Schnarchen um ein wirklich belastendes Problem handelt, das nicht nur den Schnarcher selbst, sondern auch seinen Bettpartner betrifft, davon zeugen beispielsweise die bis heute über 500 patentierten Schnarchverhinderer. Leider sind die meisten dieser Erfindungen nicht durch systematische Studien auf ihren Nutzen geprüft worden. Einige kommen uns heute fast wie Folterinstrumente vor. Wir stellen Ihnen ein paar dieser Erfindungen vor und erzählen Ihnen einige skurrile Begebenheiten aus der jahrhundertealten Geschichte des Schnarchens.

Bereits vor längerer Zeit haben wir im Schlafmagazin eine ungewöhnliche Antischnarchmethode vorgestellt. Damals wurde uns von verschiedenen Seiten vorgeworfen, wir seien nicht seriös. Erstaunlicherweise hat sich aber diese Therapie durchgesetzt, wurde in einer ersten wissenschaftlichen Studie erfolgreich geprüft und kann in verschiedenen Ländern erlernt werden. Die Rede ist von der Asate Medical Didge-Therapie: Das Spielen eines dem australischen Didgeridoo nachempfundenen Instruments aus Plexiglas trainiert den Schlund- und Rachenbereich, sodass Muskulatur und Bindegewebe gekräftigt werden. Schnarchen und leichte obstruktive Schlafapnoe lassen sich dadurch erfolgreich therapieren. Wir sprachen mit dem Erfinder der Therapie, Alex Suarez.  

Schnarchen ist keineswegs nur ein soziales und partnerschaftliches Problem, das zu getrennten Schlafzimmern oder zu Peinlichkeiten führen kann. Inzwischen weiß man, dass „bloßes“ Schnarchen (ohne Atemaussetzer) gefährlich sein kann: Die Vibrationen beim Schnarchen können die Halsschlagader schädigen und zur Entstehung eines Schlaganfalls führen. Es lohnt sich also, etwas gegen Schnarchen zu tun. Wir geben Ihnen in diesem Heft einige Tipps.

 Ich wünsche Ihnen wie immer eine spannende Lektüre! 

Ihre 
Dr. Magda Antonic

Ausgabe-3-2011

Foto: © kallejipp/photocase.de